Aktuelle Warnstufen für die Kanarischen Inseln: Infos für Touristen & Einheimische


Die Corona-Zahlen der Kanaren haben Rekord-Werte erreicht. Inzwischen befindet sich keine Insel mehr in der Grünen Warnstufe. Zudem ist erstmals seit Sommer wieder eine Insel in der vierten und höchsten Stufe angekommen. Das sind die aktuellen Infos sowie alle Ge- und Verbote.

Lesedauer: 6 Min.

Die Corona-Zahlen der Kanarischen Inseln haben ein Allzeit-Hoch erreicht. Das vierstufige Ampel-System für die Kanaren erfährt im Kampf gegen das Virus regelmäßig Änderungen. Das sind die aktuellen Regeln und Einstufungen sowie alle Ge- und Verbote.

Das sind die aktuellen Warnstufen

Keine der Kanarischen Inseln befindet sich mehr in Stufe eins (grüne Ampel). La Gomera und El Hierro befinden sich in Warnstufe zwei (gelb). Fuerteventura und Gran Canaria bleiben in Warnstufe drei (rot), bekommen dort allerdings Verstärkung von Lanzarote und La Palma. Für Teneriffa geht es unterdessen erneut abwärts. Die größte der Kanarischen Inseln befindet sich damit als einzige in der höchsten Warnstufe vier (braun).

Maskenpflicht im Freien

In Spanien gilt seit Weihnachten wieder eine allgemeine Maskenpflicht. Demnach wird die Maske auch im Freien benötigt. Ausnahmen hierfür gelten beim Sport und in der freien Natur. Zudem, wenn zusammenlebende Personen gemeinsam unterwegs sind oder ein Abstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen eingehalten wird.

Ministerpräsident Pedro Sánchez kündigte an, dass die Maskenpflicht „so schnell wie möglich“ wieder abgeschafft werde.

Rauchverbot auf den Kanaren

Dieser Passus ist leicht schwammig formuliert. Es gilt laut Vorgabe ein Rauchverbot in der Gastronomie und auch im Freien. Allerdings ist das Rauchen dann erlaubt, wenn ein Abstand von zwei Metern eingehalten wird. Wer beispielsweise allein auf einer Parkbank sitzt, darf dann auch rauchen.

Verzehrverbot im Freien

Beim Gehen ist auch der Verzehr von Speisen und Getränken untersagt.

3G in der Kanaren-Gastronomie

Die Gastronomie kann sich seit dem 10. Dezember durch das Kontrollieren der 3G-Regeln zusätzliche Vorteile sichern. Einige Restaurants und Cafés bestehen daher auf einen entsprechenden Nachweis.

Der Oberste Gerichtshof der Kanaren (TSJC) hatte zuvor der Einführung von 3G-Regeln auf freiwilliger Basis zugestimmt. Dadurch können Gastronomen die Öffnungszeiten und Kapazitäten erweitern. In Warnstufe drei uns vier sind diese inzwischen obligatorisch. Genauere Infos dazu finden Sie in den jeweiligen Warnstufen unten.

Einreise auf die Kanarischen Inseln

Für die Einreise auf die Kanarischen Inseln wird ein negativer PCR- oder Antigentest benötigt. Alternativ muss der vollständige Impfschutz nachgewiesen werden. Dieser muss seit mindestens 14 Tagen bestehen. Zudem muss die Reise über die „Spain Health Travel App“ angemeldet werden. Zudem soll schon bald die Nachweispflicht beim Bezug der touristischen Unterkunft enden.

Reisen zwischen den Inseln sind nicht weiter eingeschränkt. Eine Ausnahme gibt es bei Inseln in Alarmstufe 4. Dort benötigen Reisende bei der Ein- und Ausreise einen negativen Test an Häfen und Flughäfen.

Alle Maßnahmen für Inseln in Warnstufe 1

Die maximale Personenzahl beträgt sowohl für Treffen im privaten als auch im öffentlichen Raum zwölf Personen. Ausnahmen gelten lediglich, wenn mehr Personen zusammenleben. Sobald ein weiterer Haushalt hinzukommt, gilt jedoch wieder die maximale Zahl von zwölf Personen.

Die maximale Kapazität in der Gastronomie beträgt pro Tisch ebenfalls zwölf Personen. Ab 3 Uhr morgens gilt eine Sperrstunde bis 6 Uhr. Die maximale Auslastung beträgt im Inneren 75 Prozent. Die Außenbereiche dürfen voll besetzt werden. Gäste im Innenbereich müssen sich mit vollem Namen und ihrer Ausweisnummer registrieren, um mögliche Nachverfolgungen zu ermöglichen.

Durch das Kontrollieren der 3G-Regeln können Gastronomen unbegrenzt geöffnet lassen und auch in Innenbereichen eine Kapazität von 100 Prozent erreichen.

Für Bars und Nachtclubs gilt ein Tanzverbot. Die Kapazitäten entsprechen ansonsten denen der übrigen Gastronomie. Gesang ist mit Maske erlaubt. Allerdings muss das Mikrofon nach jeder Benutzung desinfiziert werden.

Im öffentlichen Raum dürfen Kapazitäten von 75 Prozent nicht überschritten werden. Gleiches gilt für den Arbeitsplatz. Werden Speisen und Getränke bei Veranstaltungen serviert, sinkt die Kapazität auf 50 Prozent.

Beim Sport beträgt die maximale Gruppengröße 50 Personen. Bei Reisegruppen gilt die gleiche Gruppengröße.

Großveranstaltungen sind mit einer maximalen Teilnehmerzahl von 750 Personen ohne vorherige Genehmigung erlaubt. Größere Zusammenkünfte müssen hingegen genehmigt werden. Volksfeste wie der Karneval bleiben dagegen weiter verboten.

Alle Maßnahmen für Inseln in Warnstufe 2

Die maximale Personenzahl beträgt sowohl für Treffen im privaten als auch im öffentlichen Raum acht Personen. Ausnahmen gelten lediglich, wenn mehr Personen zusammenleben. Sobald ein weiterer Haushalt hinzukommt, gilt jedoch die maximale Zahl von acht Personen.

Die maximale Kapazität in der Gastronomie beträgt pro Tisch ebenfalls acht Personen. Ab 2 Uhr morgens gilt eine Sperrstunde bis morgens um 6 Uhr. Die maximale Auslastung beträgt im Inneren 50 Prozent. Die Außenbereiche dürfen bis zu 75 Prozent aller Plätze belegt werden. Gäste im Innenbereich müssen sich mit vollem Namen und ihrer Ausweisnummer registrieren um mögliche Nachverfolgungen anstellen zu können.

Durch das Kontrollieren der 3G-Regeln können Gastronomen bis 3 Uhr geöffnet lassen und die Kapazität außen auf 100 Prozent der eigentlichen Belegungszahlen erweitern und in Innenbereichen eine Kapazität von 75 Prozent erreichen.

Für Bars und Nachtclubs gilt ein Tanzverbot. Die Kapazitäten entsprechen ansonsten denen der übrigen Gastronomie. Gesang ist mit Maske erlaubt. Allerdings muss das Mikrofon nach jeder Benutzung desinfiziert werden.

Im öffentlichen Raum dürfen Kapazitäten von 50 Prozent nicht überschritten werden. Gleiches gilt für den Arbeitsplatz. Werden Speisen und Getränke bei Veranstaltungen serviert, sinkt die Kapazität auf 33 Prozent.

Beim Sport und in Reisegruppen beträgt die maximale Gruppengröße 30 Personen. Bei Reisegruppen gilt die gleiche Gruppengröße. Bei Sportveranstaltungen gilt für Zuschauer eine maximale Kapazität von 50 Prozent an der frischen Luft und 33 Prozent in geschlossenen Sporthallen.

Der Besuch von Angehörigen in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern wird eingeschränkt. Das Personal ist für die Überwachung zuständig.

Alle Maßnahmen für Inseln in Warnstufe 3

Die maximale Personenzahl beträgt sowohl für Treffen im privaten als auch im öffentlichen Raum sechs Personen. Ausnahmen gelten lediglich, wenn mehr Personen zusammenleben. Sobald ein weiterer Haushalt hinzukommt, gilt jedoch wieder die maximale Zahl von sechs Personen.

Die maximale Auslastung in der Gastronomie beträgt in den Außenbereichen 50 Prozent der eigentlichen Kapazität. Im Innenbereich sind es 33 Prozent. Zudem liegt die maximale Personenzahl pro Tisch ebenfalls bei sechs. Livemusik, Karaoke oder Animation sind untersagt. Die Sperrstunde wurde auf 1 Uhr festgelegt.

Das Kontrollieren der 3G-Regeln ist in Warnstufe drei obligatorisch, sobald ein Betrieb laut Genehmigung mehr als 30 Plätze hat. Das geht aus dem offiziellen Amtsblatt der Kanarischen Inseln hervor. Demnach muss dann ein vollständiger Impfschutz, ein negativer Corona-Test oder eine überstandene Erkrankung nachgewiesen werden.

Alle Maßnahmen für Inseln in Warnstufe 4

Die maximale Personenzahl wurde zuletzt erweitert. Dort gelten die Bestimmungen aus Stufe drei – also sechs statt bisher vier Personen, die zusammenkommen dürfen. Leben in einem Haushalt mehr Personen zusammen, dürfen diese natürlich auch weiterhin zusammenkommen.

Die maximale Auslastung in der Gastronomie beträgt neuerdings 33 Prozent im Inneren und 50 Prozent in den Außenbereichen. Livemusik, Karaoke oder Animation sind untersagt. Die früher auf 18 Uhr festgelegte Sperrstunde wurde auf Mitternacht erhöht.

Das Kontrollieren der 3G-Regeln ist auch in Warnstufe vier obligatorisch, sobald ein Betrieb laut Genehmigung mehr als 30 Plätze hat. Das geht aus dem offiziellen Amtsblatt der Kanarischen Inseln hervor. Demnach muss dann ein vollständiger Impfschutz, ein negativer Corona-Test oder eine überstandene Erkrankung nachgewiesen werden.

Bei Sportveranstaltungen gilt für Zuschauer wie in Warnstufe drei eine maximale Kapazität von 50 Prozent an der frischen Luft und 33 Prozent in geschlossenen Sporthallen.

Am Arbeitsplatz ist Präsenz weitgehend untersagt. Wo immer es möglich ist, soll im Homeoffice gearbeitet werden.

Behörden dürfen Einhaltung kontrollieren

Neu ist seit Anfang September, dass die Gesundheitsbehörden ermächtigt wurden, die Einhaltung der Regeln zu überwachen. Das gilt für alle Bereiche, die den aktuellen Beschränkungen unterliegen. Diese Kontrollen dürfen unangekündigt vollzogen werden.

„Wenn die aktuelle Situation überwunden ist“, sollen die Beschränkungen und Kontrollen weiter abebben, hieß es bei der Präsentation. Zudem schränke die Neuregelung die Grundrechte nicht wesentlich ein. Durch die bereits bestätigte Rechtmäßigkeit, gebe es für Bürger außerdem keine Möglichkeit, gegen die neuen Maßnahmen vorzugehen, hieß es weiter.

Sehen Sie jetzt:

*Die Maßnahmen werden von uns regelmäßig aktualisiert. Es können jederzeit Änderungen eintreten. Informieren Sie sich daher bei Reisen, Restaurant-Besuchen oder anderen Aktivitäten unbedingt stets vor Ort über die aktuell gültigen Maßnahmen der jeweiligen Einrichtung.

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Über den Text

Aktuelle Warnstufen für die Kanarischen Inseln: Infos für Touristen & Einheimische

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Über den Autor

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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