Die Warnstufen für alle Kanarischen Inseln: Alle Infos für Touristen & Einheimische


Die Corona-Zahlen der Kanaren steigen immer stärker. Die einzelnen Inseln werden nach vielen Wochen Stagnation in der grünen Stufe 1 nun doch wieder in verschiedenen Stufen geführt. Eine Insel schert immer weiter aus. Das sind die aktuellen Infos sowie die Ge- und Verbote.

Lesedauer: 5 Min.

Mit Beginn der Winter-Saison steigen die Corona-Zahlen der Kanarischen Inseln immer schneller. Das vierstufige Ampel-System für die Kanaren erfährt im Kampf gegen das Virus regelmäßig Änderungen. Das sind die aktuellen Regeln und Einstufungen.

Das sind die aktuellen Warnstufen

Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote mit La Graciosa, La Palma, La Gomera und El Hierro befinden in Stufe eins (grüne Ampel). In Warnstufen zwei (gelb) wird neuerdings keine Insel mehr geführt. Denn Fuerteventura ist zwar als letzte Insel in die erste Stufe aufgestiegen, musste nun aber bereits die zweite Rückstufung hinnehmen. Fuerteventura ist damit als einzige Insel in Warnstufe drei (rot). In Stufe vier befindet sich vorerst keine Insel.

Ausgangssperre und Testpflicht auf den Kanaren

Klassische Ausgangssperren gab es zuletzt auf den Kanarischen Inseln nicht mehr. Die regionale Regierung hatte mit einem entsprechenden Dekret vor dem Obersten Gerichtshof der Kanaren verloren. Die Zahlen Teneriffas hatten die Politik zwischenzeitlich zu einem solchen Vorstoß bewogen. Doch auch die Berufung wurde final abgelehnt. Ähnliches gilt für die Testpflicht zum Besuch der Gastronomie. Auch diese wurde gerichtlich gekippt.

Einreise auf die Kanarischen Inseln

Für die Einreise auf die Kanarischen Inseln wird ein negativer PCR- oder Antigentest benötigt. Alternativ muss der vollständige Impfschutz nachgewiesen werden. Dieser muss seit mindestens 14 Tagen bestehen. Zudem muss die Reise über die „Spain Health Travel App“ angemeldet werden. Zudem soll schon bald die Nachweispflicht beim Bezug der touristischen Unterkunft enden.

Reisen zwischen den Inseln sind nicht weiter eingeschränkt. Eine Ausnahme gibt es bei Inseln in Alarmstufe 4. Dort benötigen Reisende bei der Ein- und Ausreise einen negativen Test an Häfen und Flughäfen.

Allgemeine Maßnahmen

Eine Neuregelung erlaubt es den Gesundheitsbehörden zusätzlich zu den allgemeinen Maßnahmen, pro Warnstufe weitere individuelle Maßnahmen festzulegen. Damit können dann einzelne Gruppen oder Bereiche belegt werden. Auch können im Gegenteil einzelne Beschränkungen ganz oder teilweise aufgehoben werden. Wie die Maßnahmen aktuell lauten, erfahren Sie nachfolgend.

Alle Maßnahmen für Inseln in Warnstufe 1

Die maximale Personenzahl beträgt sowohl für Treffen im privaten als auch im öffentlichen Raum zwölf Personen. Ausnahmen gelten lediglich, wenn mehr Personen zusammenleben. Sobald ein weiterer Haushalt hinzukommt, gilt jedoch wieder die maximale Zahl von zwölf Personen.

Die maximale Kapazität in der Gastronomie beträgt pro Tisch ebenfalls zwölf Personen. Ab 3 Uhr morgens gilt eine Sperrstunde bis 6 Uhr. Die maximale Auslastung beträgt im Inneren 75 Prozent. Die Außenbereiche dürfen voll besetzt werden. Gäste im Innenbereich müssen sich mit vollem Namen und ihrer Ausweisnummer registrieren, um mögliche Nachverfolgungen zu ermöglichen.

Für Bars und Nachtclubs gilt ein Tanzverbot. Die Kapazitäten entsprechen ansonsten denen der übrigen Gastronomie. Gesang ist mit Maske erlaubt. Allerdings muss das Mikrofon nach jeder Benutzung desinfiziert werden.

Im öffentlichen Raum dürfen Kapazitäten von 75 Prozent nicht überschritten werden. Gleiches gilt für den Arbeitsplatz. Werden Speisen und Getränke bei Veranstaltungen serviert, sinkt die Kapazität auf 50 Prozent.

Beim Sport beträgt die maximale Gruppengröße 50 Personen. Bei Reisegruppen gilt die gleiche Gruppengröße.

Großveranstaltungen sind mit einer maximalen Teilnehmerzahl von 750 Personen ohne vorherige Genehmigung erlaubt. Größere Zusammenkünfte müssen hingegen genehmigt werden. Volksfeste wie der Karneval bleiben dagegen weiter verboten.

Alle Maßnahmen für Inseln in Warnstufe 2

Die maximale Personenzahl beträgt sowohl für Treffen im privaten als auch im öffentlichen Raum acht Personen. Ausnahmen gelten lediglich, wenn mehr Personen zusammenleben. Sobald ein weiterer Haushalt hinzukommt, gilt jedoch die maximale Zahl von acht Personen.

Die maximale Kapazität in der Gastronomie beträgt pro Tisch ebenfalls acht Personen. Ab 3 Uhr morgens gilt eine Sperrstunde bis morgens um 6 Uhr. Die maximale Auslastung beträgt im Inneren 75 Prozent. Die Außenbereiche dürfen voll besetzt werden. Gäste im Innenbereich müssen sich mit vollem Namen und ihrer Ausweisnummer registrieren um mögliche Nachverfolgungen anstellen zu können.

Für Bars und Nachtclubs gilt ein Tanzverbot. Die Kapazitäten entsprechen ansonsten denen der übrigen Gastronomie. Gesang ist mit Maske erlaubt. Allerdings muss das Mikrofon nach jeder Benutzung desinfiziert werden.

Im öffentlichen Raum dürfen Kapazitäten von 50 Prozent nicht überschritten werden. Gleiches gilt für den Arbeitsplatz. Werden Speisen und Getränke bei Veranstaltungen serviert, sinkt die Kapazität auf 33 Prozent.

Beim Sport beträgt die maximale Gruppengröße 50 Personen. Bei Reisegruppen gilt die gleiche Gruppengröße.

Großveranstaltungen sind mit einer maximalen Teilnehmerzahl von 750 Personen ohne vorherige Genehmigung erlaubt. Größere Zusammenkünfte müssen hingegen genehmigt werden. Volksfeste wie der Karneval bleiben hingegen weiter verboten.

Der Besuch von Angehörigen in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern wird eingeschränkt. Das Personal ist für die Überwachung zuständig.

Alle Maßnahmen für Inseln in Warnstufe 3

Die maximale Personenzahl beträgt sowohl für Treffen im privaten als auch im öffentlichen Raum sechs Personen. Ausnahmen gelten lediglich, wenn mehr Personen zusammenleben. Sobald ein weiterer Haushalt hinzukommt, gilt jedoch wieder die maximale Zahl von sechs Personen.

Die maximale Auslastung in der Gastronomie beträgt in den Außenbereichen 75 Prozent der eigentlichen Kapazität. Im Innenbereich sind es 40 Prozent. Zudem liegt die maximale Personenzahl pro Tisch ebenfalls bei sechs. Livemusik, Karaoke oder Animation sind untersagt. Die Sperrstunde wurde auf 1 Uhr festgelegt.

Der Besuch von Angehörigen in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern ist untersagt. Das Personal ist für die Überwachung zuständig. Ausnahmen gibt es nur für die Begleitung Minderjähriger und unheilbar Kranker.

Alle Maßnahmen für Inseln in Warnstufe 4

Die maximale Personenzahl wurde zuletzt erweitert. Dort gelten die Bestimmungen aus Stufe drei – also sechs statt bisher vier Personen, die zusammenkommen dürfen. Leben in einem Haushalt mehr Personen zusammen, dürfen diese natürlich auch weiterhin zusammenkommen.

Die maximale Auslastung in der Gastronomie beträgt dann ebenfalls wie dort 40 Prozent im Inneren und 75 Prozent in den Außenbereichen. Zudem liegt die maximale Personenzahl pro Tisch ebenfalls bei sechs. Livemusik, Karaoke oder Animation sind untersagt. Die früher auf 18 Uhr festgelegte Sperrstunde wurde aufgehoben, womit sich die aus der dritten Warnstufe vererbt: Geschlossen wird entsprechend um 1 Uhr.

Am Arbeitsplatz ist Präsenz weitgehend untersagt. Wo immer es möglich ist, soll im Homeoffice gearbeitet werden.

Der Besuch von Angehörigen in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern ist untersagt. Ausnahmen gibt es nur für die Begleitung Minderjähriger und unheilbar Kranker.

Behörden dürfen Einhaltung kontrollieren

Neu ist seit Anfang September, dass die Gesundheitsbehörden ermächtigt wurden, die Einhaltung der Regeln zu überwachen. Das gilt für alle Bereiche, die den aktuellen Beschränkungen unterliegen. Diese Kontrollen dürfen unangekündigt vollzogen werden.

„Wenn die aktuelle Situation überwunden ist“, sollen die Beschränkungen und Kontrollen weiter abebben, hieß es bei der Präsentation. Zudem schränke die Neuregelung die Grundrechte nicht wesentlich ein. Durch die bereits bestätigte Rechtmäßigkeit, gebe es für Bürger außerdem keine Möglichkeit, gegen die neuen Maßnahmen vorzugehen, hieß es weiter.

Sehen Sie jetzt:

*Die Maßnahmen werden von uns regelmäßig aktualisiert. Es können jederzeit Änderungen eintreten. Informieren Sie sich daher bei Reisen, Restaurant-Besuchen oder anderen Aktivitäten unbedingt stets vor Ort über die aktuell gültigen Maßnahmen der jeweiligen Einrichtung.

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Über den Text

Die Warnstufen für alle Kanarischen Inseln: Alle Infos für Touristen & Einheimische

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Über den Autor

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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