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Kanaren retten 516 Migranten – Baby wird sofort ausgeflogen


Für die Kanarischen Inseln endet eine Nacht der Rettungen. Fünf Migranten-Boote mit 516 Flüchtlingen an Bord wurden in Sicherheit gebracht. Für 13 von ihnen kam jede Hilfe zu spät.

Von Johannes Bornewasser Lesedauer: 2 Minuten

516 Migranten haben die Kanarischen Inseln binnen weniger als 24 Stunden erreicht. Die Einsätze der kanarischen Seenotrettung begannen am Mittwochnachmittag und endeten erst am Donnerstag. Die Flüchtenden kamen in verschiedengroßen Cayucos an. So werden die nicht hochseetauglichen Holzboote auf den Kanaren genannt.

Für einen Migranten kam jede Hilfe zu spät. Der Mann verstarb im Krankenhaus auf El Hierro. Zwölf weitere Menschen überlebten die Überfahrt nicht. Das geht aus übereinstimmenden Aussagen der Geretteten hervor.

Fünf Personen, darunter ein Neugeborenes, wurden von den Rettern unmittelbar nach ihrer Ankunft per Hubschrauber ausgeflogen. Sie werden zur Stunde auf den Kanarischen Inseln medizinisch versorgt.

Fünf Migranten-Boote erreichen die Kanaren

Fünf Boote und ein Helikopter waren an den Rettungseinsätzen beteiligt. Die Guardamar Urania, Guardamar Talía, Salvamar Adhara, Salvamar Mizar und Salvamar Menkalinan sowie der Hubschrauber Helimer 201 rückten von den Kanaren aus.

Der Direktor der Rettungseinheiten, José Luis García Lena, lobte die Einsätze als sehr erfolgreich. Der Schiffsingenieur ist seit 2016 im Amt. Im vergangenen Jahr erlebte er auf den Kanarischen Inseln die größte Ankunft von Migranten seit vielen Jahrzehnten. Und auch in diesem Jahr gilt die Zahl ankommender Hilfesuchender als hoch.

Fünf Rettungseinsätze vor den Kanarischen Inseln

Die jüngsten Einsätze begannen am Mittwochnachmittag, als ein Boot 112 Meilen südlich von La Gomera entdeckt wurde. Die Guardamar Urania brachte 190 Personen, darunter 15 Frauen und sechs Kinder, an Land. Sie gingen in La Restinga von Bord.

Der Hubschrauber brachte zunächst ein Baby mit seiner Mutter in Sicherheit. Dann wurde auch ein weiterer Passagier ins Krankenhaus transportiert. Eigenen Aussagen zufolge hatten die Bootsinsassen eine neuntägige Überfahrt von Nouakchott in Mauretanien hinter sich.

Ein weiteres Boot brachte 160 Personen auf die Kanarischen Inseln. Die Migranten wurden von der Guardamar Talía nach Arguineguín geleitet. Ein weiteres Cayuco mit 44 Personen an Bord wurde von der Salvamar Mizar aufgespürt und sicher nach Los Cristianos auf Teneriffa gebracht. Ebenso wie das fünfte Boot. Die Insassen wurden von der Salvamar Menkalinan ebenfalls nach Teneriffa transportiert.


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Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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