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Migration: Kanaren fordern verstärkte Grenzkontrollen von der EU


Die Kanarischen Inseln fordern die EU zu mehr Hilfe beim Umgang mit Migranten auf. Frontex-Chef Hans Leijtens sprach sich für entsprechende Unterstützung aus.

Von Juan Martín Lesedauer: 2 Minuten

Die Kanarischen Inseln haben an die Europäische Union appelliert, den Zustrom von Migranten einzudämmen. Die Regierung fordert, dass Frontex intensiver mit den Sicherheitskräften der Herkunftsländer zusammenarbeite. Auf diese Weise solle besser reguliert werden, wie viele Menschen in Richtung der Inseln aufbrechen.

Der Chef der Europäischen Grenzschutz-Agentur, Hans Leijtens, betonte die Notwendigkeit einer engen Kooperation mit Nicht-EU-Ländern, um Migration effektiv zu verhindern. Zudem müsse die Entwicklungshilfe ausgebaut werden, damit weniger Menschen in der Migration den einzigen Ausweg sehen, hieß es.

Nach einem Austausch mit Luis Padilla, dem Generaldirektor für Afrika-Politik der Regionalregierung, und dem Regierungsdelegierten Anselmo Pestana äußerte Leijtens seine Sorge über die steigenden Ankünfte über die Atlantikroute.

Migration: Kanaren fordern mehr Hilfe der EU

Leijtens sprach sich für den Ausbau der Beziehungen zu den Herkunftsländern aus und betonte die Bedeutung von Zusammenarbeit und Entwicklungshilfe, um sichere EU-Grenzen zu gewährleisten. Luis Padilla hofft derweil auf Vereinbarungen zwischen der EU und den Herkunftsländern. Diese würden es Frontex ermöglichen, die Kapazitäten zur Grenzkontrolle zu stärken.

Pestana erklärte, dass bereits seit 2006 Abkommen mit Ländern wie dem Senegal und Mauretanien bestehen. Diese sollen den Einsatz lokaler Polizeikräfte an den Küsten ermöglichen, um die Abfahrten zu stoppen.

Kanaren unzufrieden mit spanischer Hilfe bei minderjährigen Migranten

Pestana ergänzte, dass die Ressourcen des Archipels angespannt seien, betonte jedoch die Unterstützung vom spanischen Festland bei der Bewältigung der Krise. Er forderte allerdings, dass die Betreuung, die bisher erwachsenen Migranten zuteil wird, auch auf Minderjährige ausgeweitet werde.

Insbesondere der Umgang mit minderjährigen Migranten gilt auf den Kanaren als Reizthema. Rund 5700 unbegleitete Minderjährige werden aktuell auf den Inseln betreut. Das spanische Gesetz sieht vor, dass diese in der Region verbleiben, in der sie ankommen. Das Festland sträubt sich daher, den Archipel durch die Übernahme einiger Minderjähriger zu unterstützen.

Die Kanarischen Inseln hatten im vergangenen Jahr rund 40.000 Migranten gezählt und damit alle vorherigen Flüchtlingszahlen überboten. In diesem Jahr rechnen die Behörden nochmal mit deutlich mehr Ankünften.


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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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