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Trotz Erhöhung: Jeder zweite Rentner auf den Kanaren ist arm


Nirgendwo in Spanien sind Rentner ärmer als auf den Kanarischen Inseln. Auch die jüngsten Renten-Erhöhungen ändern daran nichts.

Von Johannes Bornewasser Lesedauer: 2 Minuten

Die Renten in Spanien sind seit Beginn der Amtszeit von Pedro Sánchez im Jahr 2018 um 19,7 Prozent gestiegen. Und trotzdem lebt auf den Kanarischen Inseln durchschnittlich etwa jeder zweite Rentner noch immer von weniger als 1000 Euro im Monat.

Damit sind Rentner auf dem Archipel im Atlantischen Ozean im Spanien-Vergleich mit die ärmsten. Das zeigen die Daten des Ministeriums für Eingliederung, soziale Sicherheit und Migration vom 1. April.

Demnach stieg die Anzahl der beitragsabhängigen Renten auf den Kanaren auf jetzt 360.250. Darin enthalten sind Rentner, die mindestens 15 Jahre lang Beiträge eingezahlt haben. Und das zeigen die neuesten Daten:

Kanaren zahlen mehr Renten als es Rentner gibt

Auf den Kanarischen Inseln werden derzeit 2565 Renten für Familienleistungen gezahlt. Außerdem gibt es 16.446 Waisen-Renten, 51.882 für dauerhafte Invalidität, 83.152 Witwen-Renten und 206.205 für den Ruhestand. Damit machen klassische Alters-Renten 57,2 Prozent aus.

Die Gesamtausgaben für diese Leistungen beliefen sich im vergangenen Monat auf 410,15 Millionen Euro. Das bedeutet eine Steigerung um etwa 7,5 Prozent im Vergleich zum April des Vorjahres.

Die Anpassung der Rentenleistungen an den Verbraucherpreisindex ist ein Teil des Maßnahmenpakets der Sánchez-Regierung. Stiegen die Ausgaben für den täglichen Bedarf seit Mitte 2018 um 18,6 Prozent, wurden die Renten um 19,7 Prozent angepasst. Theoretisch haben die Rentenberechtigten auf den Kanarischen Inseln also sogar an Kaufkraft gewonnen.

Rentensituation auf den Kanarischen Inseln bleibt heikel

Auf den Kanaren gibt es 335.391 Rentner, die in Summe 360.250 Rentenleistungen beziehen. Dieser Effekt tritt ein, da mancher Rentner mehrere Leistungen bezieht, also beispielsweise eine Invaliden- und eine Altersrente gleichzeitig.

Dennoch bleibt die Mehrheit der Rentner auf den Kanarischen Inseln unterhalb der Grenze von 1000 Euro pro Monat. Mit 57,4 Prozent betrifft das fast sechs von zehn Rentnern.

Viele Rentner auf den Kanarischen Inseln leben in Alters-Armut

Die durchschnittliche Rente auf den Kanarischen Inseln beträgt zwar trotzdem 1138,50 Euro, dennoch bleiben die durchschnittlichen Altersrenten mit 1.326,14 Euro mit die niedrigsten in Spanien.

Die häufigste Rentenzahlung bewegt sich zwischen 800 und 850 Euro. 21.444 Rentner auf den Inseln beziehen ein Ruhestandssalär in dieser Höhe. Das entspricht 10,4 Prozent der Altersrenten. Die nächstgrößere Gruppe erreicht mit 18.955 Betroffenen sogar nur zwischen 750 und 800 Euro. Zum Vergleich: In Deutschland gilt als von Armut betroffen, wer monatlich weniger als 1250 Euro zur Verfügung hat.


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Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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