Waldbrand auf La Palma: So erholt sich der Wald

Die Kanarische Kiefer ist ein kleines Wunder der Natur. Einige der Bäume, die dem Großbrand auf La Palma vermeintlich zum Opfer fielen, werden sich vollständig erholen. Bei den Waldbränden auf der Kanareninsel waren rund 4500 Hektar Wald verbrannt. Und die Flammen lodern noch immer.

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Ausgelöst wurde der Waldbrand von einem Aussteiger aus Deutschland. Der 27-Jährige hatte seine Notdurft im Wald verrichtet und sein Toilettenpapier beseitigen wollen. Als er seine Hinterlassenschaften anzündete, sprangen die Flammen direkt auf den von einer Hitzewelle trockenen Wald über. Beim folgenden Großbrand kam ein Arbeiter ums Leben, mehrere Tausend Menschen mussten evakuiert werden. Und die Flammen konnten noch immer nicht vollständig gelöscht werden.

Nach Feuer: Wald auf La Palma wird sich schnell erholen

Auch wenn schon jetzt rund 4500 Hektar Waldfläche verbrannt sind, wird sich die grüne Lunge der Insel von dem Feuer erholen. Die Kanarische Kiefer hat sich bestens an die heißen und gefährlichen Bedingungen angepasst. Mit ihrer extrem dicken Borke, hält die Pinus canariensis sogar die Extrembelastung von mehreren Stunden loderndem Feuer aus.

In manchen Fällen können die Feuer der Natur sogar nutzen. Dann etwa, wenn Bäume überaltern oder sogar umgekippt auf dem Wandboden vermodern. Ein Feuer beseitigt diese Reste und setzt dabei sogar Nährstoffe frei. Die überlebenden Bäumen treiben nach einem Waldbrand meist sehr schnell wieder aus. Und einige Zapfen öffnen sich sogar erst durch die große Hitze des Feuers, so dass durch die dabei freigesetzten Samenkörner schnell wieder ganz neue Pflanzen entstehen.

Die Natur um die alten und sehr robusten Bäume herum ist natürlich zunächst völlig verbrannt. Sträucher, kleinere Bäume und auch Dutzende Tiere fielen den Flammen zum Opfer. Während sich also die stämmigen Bäume schon bald wieder erholt haben werden, wird die Regenerierung der Wälder in Summe einige Zeit benötigen.

Waldbrände auf La Palma: Verursacher drohen 12 Monate Haft

Unterdessen wurde bekannt, dass viele der Brandherde von den Einsatzkräften unter Kontrolle gebracht werden konnten. Rund 350 Brandbekämpfer am Boden sowie neun Helikopter und drei Löschflugzeuge hatten kontinuierlich gegen die Flammen angekämpft.

Der Verursacher sitzt derweil weiter in Untersuchungshaft. Nach aktuellen Informationen erwartet ihn voraussichtlich ein Prozess wegen „schwer fahrlässigen“ Handelns. Das Strafmaß könnte nach Angaben eines Gerichtssprechers zwischen sechs und zwölf Monaten Haft betragen.

Weitere Informationen zu den Waldbränden auf La Palma finden Sie hier.

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Veröffentlicht in: Kanaren, Aktuelle Nachrichten

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