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Teneriffa: Kreuzfahrt-Crew für dramatische Rettung auf hoher See geehrt


Ihr Einsatz dauerte drei Stunden. Die gesamte Crew musste mit anpacken. Doch am Ende der dramatischen Rettung vor den Kanaren wurden 67 Menschenleben gerettet.

Von Johannes Bornewasser Lesedauer: 2 Minuten

68 Migranten sind auf hoher See von einem Kreuzfahrtschiff gerettet worden. 67 von ihnen überlebten Dank des beherzten Eingreifens. Nun ist die Crew der MS Insignia auf Teneriffa ausgezeichnet worden.

“Es war eine Ehre, ihnen in einer schwierigen Situation mit bis zu drei Meter hohen Wellen zu helfen”, sagte Kapitän Stjepan Zuzic, der die Ehrung stellvertretend in Empfang nahm. Und tatsächlich war das Geschehen nicht leicht. “Drei Stunden”, so berichtet der Kapitän, habe “die Prozedur gedauert, was nicht einfach war, und bei der die gesamte Besatzung mitgeholfen hat”.

Das Migrantenboot war vom 254 Meter langen Tanker Philipp Oldendorff entdeckt und den kanarischen Behörden gemeldet worden. Diese hatten daraufhin die MS Insifgnia angefunkt und um Hilfe gebeten, da sie sich in der Nähe des Fundorts befand. Daraufhin wurden die 68 Überlebenden an Bord gebracht. Doch nicht für alle endete die Rettung glimpflich.

Kreuzfahrtschiff rettet Migranten und bringt sie nach Teneriffa

Die Ehrung wurde von mehreren hochrangigen Beamten der Kanarischen Inseln übergeben. Javier Plata, der Unterbeauftragte der Regierung von Teneriffa, zusammen mit José Antonio Conde, dem Kapitän der Marine von Santa Cruz de Tenerife, lobten das Vorgehen.

Auch Loli Septién, die Leiterin des Zentrums für Seenotrettung, und Pedro Suárez, der Präsident von Puertos de Tenerife, der Hafenbehörde der größten Kanaren-Insel, äußerten ihre Glückwünsche und ihren Dank.

Kapitän Zuzic wiederum erläuterte die Dringlichkeit der Situation für die in Seenot geratenen Migranten. Diese seien viele Tagen mit unzureichender Versorgung auf hoher See gewesen und mussten daher dringend an Bord geholt und versorgt werden.

Migration: Kanaren betonen Dringlichkeit der Seenotrettung

Die Leiterin des Seenotrettungszentrums hob die korrekte Anwendung der internationalen Protokolle hervor. Diese seien aus humanitären Gründen wichtig. Und sie leisteten einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Rettungsaktion, betonte Septién.

Das Cyuco war mehr als 800 Kilometer südlich von Teneriffa entdeckt worden. Neben den 68 Überlebenden gab es fünf Todesopfer. Drei von ihnen konnten nicht geborgen werden. Zudem kam für einen Mann jede Hilfe zu spät. Er verstarb noch an Bord des Kreuzfahrtschiffes, bevor es Teneriffa erreichte.

Die MS Insignia setzte unterdessen ihre Fahrt fort. Der Ozeanriese der Reederei “Oceania Cruises” mit Sitz in Miami war auf dem Weg von Gambia nach Teneriffa und lief von dort bereits in Richtung Lissabon aus.


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Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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