Marokko plant gigantischen Militär-Hafen südlich der Kanaren


Mit einem Kredit der Emirate plant Marokko den Bau eines riesigen Militär-Stützpunkts. Er soll südlich der Kanarischen Inseln entstehen. Seine Größe würde sogar die Versorgung eines Flugzeugträgers ermöglichen.

Lesedauer: 2 Min.

Ein gigantischer Kredit der Vereinten Arabischen Emirate soll den Bau eines Marine-Stützpunkts vor der Küste Afrikas ermöglichen. Marokko plant das riesige Projekt etwa 450 Kilometer südlich der Kanarischen Inseln.

El Español berichtet, dass das Ziel des Projekts darin liege, befreundete afrikanische Länder logistisch und militärisch zu unterstützen. Zudem solle es so ermöglicht werden, Friedensmissionen der Vereinten Nationen (UN) und der Afrikanischen Union (AU) zu unterstützen.

Gebaut werden soll das riesige Projekt nahe dem Atlantikhafen von Dakhla neben dem Zentrum für Fischerei- und Handelsaktivitäten der Stadt Ntireft. Der Hafen soll in tiefen Gewässern abseits der Küste entstehen.

Marokko kurbelt Militär-Etat an und kauft Waffen

Die zugehörige Basis soll bis zu 1700 Soldaten der marokkanischen Royal Navy unterbringen können. Zudem soll der Hafen das Einlaufen großer U-Boote und Zerstörer ermöglichen.

Die geplanten Aktivitäten sollen einer der Gründe dafür sein, dass Marokko zuletzt sein Verteidigungsbudget deutlich erhöht und den Kauf von Waffen und militärischer Ausrüstung angekurbelt habe. Auch die Rekrutierung der Berufsarmee sowie der Militärdienst seien verstärkt worden, hieß es.

Ferner sollen Möglichkeiten geschaffen werden, große Schiffe zu betanken. Auf diese Weise könnten auch Frachtschiffe auf ihren Routen zwischen den Kontinenten versorgt werden.

Afrikanischer Militärhafen soll Flugzeugträger abfertigen können

Ein Vertreter der marokkanischen Marine wurde mit den Worten zitiert, dass der Hafen eine Größe erreiche, mit der er sogar den Flugzeugträger USS George Washington aufnehmen könne. Dieser hat eine Länge von 333 Metern und ist 41 Meter breit. Auf ihm finden 3200 Personen Besatzung sowie 2480 Personen aus dem Bereich Flugpersonal Platz.

Gebaut werden soll das Projekt mit Geldern aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Zwei marokkanische Unternehmen sollen diese annehmen und den Stützpunkt damit errichten. Nach Fertigstellung soll der Stützpunkt dann an das Verteidigungsministerium übergeben werden.

Die Bauzeit betrage mehrere Jahre. In den kommenden sieben Jahren sollen große Teile des Projekts entstehen. Die Fertigstellung könne jedoch deutlich länger dauern, hieß es.

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Johannes Bornewasser sw klein

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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