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Spanien schafft Mehrwertsteuer für Olivenöl ab


Das spanische Finanzministerium verzichtet auf die Mehrwertsteuer für Olivenöl. Damit soll die Preisexplosion abgemildert werden. Zumindest übergangsweise.

Von Johannes Bornewasser Lesedauer: 2 Minuten

Olivenöl wird günstiger. Nachdem die Preise für das in der spanischen Küche beliebte Grundnahrungsmittel nur eine einzige Richtung – nämlich nach oben – kannten, sollen sie nun wieder fallen.

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200 Prozent teurer ist Olivenöl im Vergleich zum Jahr 2021. Das bedeutet eine Verdreifachung des Preises. Darauf möchte die spanische Politik nun reagieren. Schon jetzt hat Olivenöl einen vergünstigten Steuersatz. Der soll nun komplett entfallen. Damit würden künftig also Null Prozent Steuern anfallen.

Und so wird Olivenöl auf eine Stufe mit Brot, Eiern, Gemüse oder Obst gestellt. Normalerweise gilt dafür ein Steuersatz von vier Prozent. Über das Maßnahmenpaket zur Krisenbewältigung wurde dieser jedoch auf Null Prozent reduziert. Für die Kanaren gilt die Steuersenkung allerdings nicht.

Spaniens Mehrwertsteuer-Senkung gilt nicht auf den Kanaren

Zwar läuft die grundsätzliche Maßnahme zur Steuerreduktion in Spanien nur bis zum 30. Juni, doch die Regierung kündigte bereits an, sie verlängern zu wollen. Grund dafür ist die hohe Inflation bei Lebensmitteln, hieß es in der Begründung.

Auf den Kanaren kann die Steuersenkung für Olivenöl unterdessen keine Anwendung finden. Dort gibt es keine allgemeine Mehrwertsteuer, sondern die Impuesto General Indirecto Canario, kurz: IGIC. Beträgt die Mehrwertsteuer in Spanien im Normalsatz 21 Prozent, liegt die IGIC bei sieben Prozent. So kommt der Gesetzgeber den Kanarischen Inseln ob deren wesentlich geringeren Wirtschaftsvolumens entgegen.

Die Regelung geht auf ein königliches Dekret vom 23. Februar 1510 zurück. Auch wenn die IGIC große Ähnlichkeit zur Mehrwertsteuer aufweist, hat sie einen zentralen Unterschied: Der Steuersatz ist nicht nur geringer, sondern liegt bei einigen Waren und Dienstleistungen seit dem Jahr 2012 sogar dauerhaft bei Null Prozent.

Kanaren können Steuer auf Olivenöl nicht weiter senken

Im Rahmen der jüngsten Krise wurde auch Olivenöl mit einer Null-Steuer belegt, so dass die Preise auf den Kanaren nun nicht mehr weiter sinken können. Im Rest des Landes gibt es durch die Steuersenkung dagegen einen für viele Familien merklichen Effekt.

“Die Maßnahme zielt darauf ab, den Konsum von Olivenöl zu schützen und zu fördern, eines gesunden Produkts, dessen Preis in letzter Zeit unter anderem aufgrund der Dürre teurer geworden ist”, heißt es seitens der spanischen Politik.


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Johannes Bornewasser sw klein

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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