„Ein Zerwetza por fawore!“ In Feinripp und Flip Flops in Richtung Restaurant schürfend fühlt sich der Deutsche schnell zuhause. Schließlich stehen auf nahezu jeder Karte Schnitzel und Mettbrötchen. Ob der Kanario und der Urlaubs-Germane gar nicht so unterschiedlich sind?

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Während der Deutsche kurzerhand Globalisierung wittert, handelt es sich bei der germanisierung der Speisekarten im Ausland um reinen Selbstschutz des Gastgebers. Schließlich annektieren die Deutschen schon Liegestühle, Strände und Grundstücke. Da versuchen die Einheimischen wenigstens ihre Esskultur vor dem Fressfeind aus dem Nordosten zu bewahren.

Gemütlich wie der Tourist eben ist, bestellt er sich zufrieden die Klassiker der mitteleuropäischen Fritteusen-Küche, spült sein urdeutsches „Wiener Schnitzel“ vorzugsweise mit „Köpi“ oder „Warsteiner“ hinunter und erfreut sich daran, dass das spanische Bier fast genau so gut schmeckt wie die Plörre daheim in „Rosis Pilsstube“.

Stilblüten und Übersetzungspannen

Quintessenz dieser indirekten Speisekarten-Assimilierung durch den reichen Touristen ist neben dessen mangelhafter Auseinandersetzung mit dem Gastgeberland, seiner Kultur, der Küche und der Sprache vor allem eine Übersetzung nahezu jeden Hinweises, jeder Warnung und sogar des einfachsten Gerichts in sämtliche Sprachen der aktuellen Tourismus-Top-ten. Und dies wiederum hat mitunter äußerst erheiternde Übersetzungspannen zur Folge.

Genau diese Stilblüten möchten wir hier (oben) für Sie und mit Ihnen sammeln. Und dabei freuen wir uns über Ihre Mithilfe (zum Kontaktformular). Auch wenn die Entwicklungen kulturell betrachtet eher traurig sind, erfreuen wir uns doch einfach typisch deutsch an den Fehlern der anderen. Dafür ein aufrichtiges „Grazzias“!

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„Ham’se die Karte auch auf Deutsch?“


Veröffentlicht in: Satire

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