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Mittwoch, 28. Oktober 2026

So rechnet die Ampel zur Wasserqualität auf den Kanaren

Die Kanaren überwachen die Wasserqualität ihrer Strände in unregelmäßigen Abständen. Nötig machen das Einleitungspunkte von Abwasser ins Meer. Viele dieser Einleitungspunkte sind nicht genehmigt, einige leiten teil- oder ungeklärtes Abwasser vor die Küsten. Zwischen zwei amtlichen Messungen können Wochen liegen, und damit hohe Bakterienwerte genau während Ihres Besuchs. Wir ziehen deshalb Strömungsdaten, Wetterdaten und historische Messdaten heran, um eine Echtzeit-Berechnung durchzuführen. Diese basiert ausdrücklich auf Wahrscheinlichkeiten und stellt keine echte Messung dar. Wir möchten damit einen Beitrag leisten, uns zugleich jedoch nicht über die amtlichen Messungen erheben. Deshalb stehen diese mit jüngstem Erhebungsdatum auch stets zuerst. Die amtliche Messung ist und bleibt rechtlich verbindlich, kann jedoch drei Wochen alt sein. Die Rechnung schätzt, ob heute rein rechnerisch andere Werte vorhanden sein könnten. Wie wir berechnen, erklären wir im Folgenden:

Belastung = Nähe zur Quelle x Gewicht der Quelle x aktuelle Bedingungen, danach der Historienfaktor der Zone.

Nähe, Luftlinie

EntfernungFaktor
unter 250 m1,00
unter 500 m0,75
unter 1 km0,45
unter 2 km0,20
unter 3 km0,08
weiter entfernt0

Gewicht der Quelle, alles aus amtlichen Feldern

Merkmal der EinleitungFaktor
nicht genehmigtx 1,30
Genehmigung in Bearbeitungx 1,15
Anlage nicht in Betrieb0
ohne oder mit unbekannter Behandlungx 1,35
nur Rechen oder Siebx 1,20
mit Sekundärstufex 0,80
mit Desinfektionx 0,55
Leitung in schlechtem Zustandx 1,20
häusliches Abwasserx 1,15
Salzsole aus einer Entsalzungsanlagex 0,45
dauerhafte Einleitungx 1,10

Bedingungen

f = 0,10 + 0,60 x Regen + 0,30 x Drift. Regen ist die Summe der vergangenen 48 Stunden, geteilt durch 20 Millimeter und bei 1 gekappt. Drift ist der positive Anteil des Kosinus zwischen der Strömungsrichtung und dem Kurs von der Einleitung zum Strand, skaliert mit der Geschwindigkeit. Mehrere wirksame Quellen erhöhen das Ergebnis um 5 Prozent je weitere.

Schwellen: ab 0,55 rot, ab 0,22 gelb, darunter grün.

Die Strömung stammt aus einem Modell von Open-Meteo, nicht aus einer Messung vor Ort. Das Modell rechnet auf einem groben Gitter und löst kleine Wirbel in einer Bucht nicht auf.

Der Historienfaktor

Nähe, Genehmigungsstatus und Wetter wissen nicht, ob eine Einleitung diesen Strand je erreicht hat. Die amtlichen Proben wissen es. Deshalb läuft die Modellrechnung durch einen Faktor aus der eigenen Messreihe der Zone, gerechnet in Anteilen des jeweiligen Grenzwerts, damit E. coli und Enterokokken vergleichbar sind. Gedämpft wird nur mit Belegen: unter 20 Proben bleibt der Faktor 1. Eine Verbotshistorie schlägt jede Dämpfung, denn wer einmal gesperrt war, kann es wieder werden.

Eigene Reihe der ZoneFaktor
fünf oder mehr Badeverbote im Archiv1,40
mindestens ein Verbot oder eine Überschreitung1,20
unauffällig, p90 über 35 Prozent des Grenzwerts1,00
p90 unter 35 Prozent0,90
p90 unter 15 Prozent0,75
p90 unter 5 Prozent0,55
weniger als 20 Proben1,00

Grenzwerte

Gesetzlicher Grenzwert im Küstenwasser nach RD 1341/2007, Stufe ausreichend: 500 KBE je 100 ml für E. coli, 185 KBE je 100 ml für intestinale Enterokokken.

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