Márcio Faraco gestaltet den Abend mit Stimme und Gitarre, Laurent de Oliveira am Klavier. Das Konzert versteht sich als kammermusikalischer Dialog, in dem Faracos Gesang und Gitarrenspiel auf die zurückhaltende, fein ausgearbeitete Klavierbegleitung treffen. Gespielt wird eine persönliche Rückschau auf Faracos künstlerisches Universum mit einigen der wichtigsten Stücke aus seiner Diskografie, die unter anderem bei Universal Music und Harmonia Mundi erschienen ist.
Musikalisch verbindet das Programm die poetische Seite der brasilianischen Liedkunst mit der Feinheit der Bossa Nova, dem Rhythmus des Samba und Einflüssen aus dem Jazz. So entsteht ein reduzierter, auf Klangfarben und Ausdruck konzentrierter Konzertabend, der die brasilianische Musik aus einer zeitgenössischen Perspektive zeigt.
Márcio Faraco, 1963 im südbrasilianischen Alegrete geboren, begann schon als Kind Gitarre zu spielen und als Jugendlicher zu komponieren. Seit 1992 lebt er in Europa. Internationale Aufmerksamkeit erhielt er mit seinem Soloalbum „Ciranda“, das 2000 in Frankreich erschien und unter anderem mit Chico Buarque und Arrangeur Wagner Tiso entstand. Im Lauf seiner Karriere trat er bei Festivals wie dem Montreal Jazz Festival, dem Nice Jazz Festival und dem San Francisco Jazz Festival sowie in Häusern wie Olympia, La Cigale und dem Blue Note in New York auf. Laurent de Oliveira ist Pianist, Komponist und Arrangeur. Er wurde klassisch ausgebildet und prägte sein Verhältnis zur brasilianischen Musik früh durch das Umfeld seines Vaters Coaty de Oliveira. Später arbeitete er mit zahlreichen brasilianischen Musikerinnen und Musikern zusammen und wirkte an rund 20 Albumproduktionen als Begleiter mit.
