Im Zentrum steht Juan Negrín López in den letzten Tagen einer Niederlage, die nicht nur militärisch, sondern auch moralisch und ethisch verhandelt wird. Statt einer klassischen Biografie zeigt das Stück einen Menschen unter politischem und persönlichem Druck. Öffentliche Reden, Erinnerungen, Schweigen und private Gedanken stehen nebeneinander und verdichten sich zu einer Reflexion über Verantwortung, Demokratie und den Preis politischen Handelns.
Die Inszenierung arbeitet mit einem zersplitterten, wandelbaren Bühnenraum, in dem sich Zeit und Perspektiven verschieben. Wissenschaftliche Vernunft trifft auf die Barbarei des Krieges, während Negrín nicht als Denkmal erscheint, sondern als Figur, die standhält, obwohl um ihn herum vieles zerbricht. Livemusik verbindet sich direkt mit der Bühnenhandlung und macht den historischen Stoff als sinnliche Theatererfahrung erfahrbar.
Es spielen Toni Báez, María Filomena und Alberto Aliaga. Die Musik stammt von Yul Ballesteros. Autor des Textes ist Miguel Ángel Martínez, die Bearbeitung und Regie übernimmt Nacho Cabrera. Die Vorstellung im Teatro El Sauzal dauert 90 Minuten und ist ab 14 Jahren empfohlen.
