Die Organisatoren der Womex haben Teneriffa als Gastgeber der nächsten Ausgabe bestätigt. Damit bleibt die internationale Weltmusikmesse ein weiteres Jahr auf den Kanarischen Inseln.
Noch bis 25. Oktober läuft in Las Palmas de Gran Canaria die 32. Ausgabe, begonnen hat sie am 21. Oktober. Schon 2018 war die Wandermesse auf Gran Canaria zu Gast. Nun sind rund 2000 Delegierte aus 90 Ländern gekommen, darunter Künstler, Journalisten und Vertreter der internationalen Musikbranche.
350 Künstler und rund 200 Aussteller beteiligen sich nach Angaben des lokalen Veranstalters Antón Martínez. Mehr als 50 Auftritte stehen im Programm. Im Bereich Canarias Suena zeigen sich rund 50 kanarische Künstler und Kulturschaffende, teilte Ciro Gutiérrez mit, stellvertretender Minister für Hochschulen und Forschung der kanarischen Regierung.
Womex: Showcases bringen Musiker und Branche zusammen
Tagsüber gehört die Womex Künstlern, Agenturen und Plattenfirmen. Abends wird gespielt. Jeweils 45 Minuten haben die Musiker beim Showcase-Festival, um Programmgestalter und andere Fachleute für sich zu gewinnen. Es geht um Verträge, Kooperationen und Kontakte über Ländergrenzen hinweg.
Ana Belén Faus sieht darin eine Bühne für Geschäfte und den Weg spanischer Musik ins Ausland. Sie ist stellvertretende Direktorin für Musik und Tanz am Nationalen Institut für darstellende Künste und Musik (INAEM). Den Stand Sounds from Spain gibt es seit 20 Jahren. Traditionelle Musik gewinne in Spanien an Gewicht, sagte Faus und nannte Rosalía, Guitarricadelafuente und Rodrigo Cuevas. Moderne Formen und kulturelle Wurzeln kämen dort zusammen.
Kanaren: Kulturelle Identität überzeugt die Womex-Veranstalter
Die Womex zieht von Ort zu Ort, wählt laut Martínez aber nur Regionen mit klarer kultureller Identität. 20 Prozent des Programms sollen die gastgebende Stadt oder Region spiegeln. Für die Kanaren spricht ihre Rolle als Bindeglied zwischen Europa, Afrika und Lateinamerika. Auch Las Canteras zählt. Die Lage am Strand komme bei den Teilnehmern sehr gut an.
Womex-Geschäftsführer Frank Klaffs nannte Gran Canaria eine kulturelle Brücke zwischen den Kontinenten und einen Standort von höchster Qualität. Inselpräsident Antonio Morales erinnerte am Freitag bei seinem Rundgang über das Messegelände an die wirtschaftlichen und kulturellen Folgen der Ausgabe von 2018. Die Rückkehr festige die Inseln als Treffpunkt im Atlantik und knüpfe über die Musik Verbindungen zu mehreren Kontinenten.
Für Bürgermeisterin Carolina Darias rückt die Womex Las Palmas de Gran Canaria ins Blickfeld der internationalen Musikszene. Das trifft in die wichtige Phase der Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas 2031. Tourismusbeauftragter Carlos Álamo setzt auf den Werbeeffekt und den Nutzen für den Fremdenverkehr. Gran Canaria biete mehr als Sonne und Strand, zeige die Messe.
Nach Gran Canaria folgt Teneriffa. Die Veranstalter halten also am Archipel fest. Martínez sieht darin keinen Widerspruch: Beide Inseln seien wegen ihrer eigenen Identität miteinander vereinbare Ziele.
















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