Die Vorlage stammt von Pascal Rambert und wurde 2011 beim Festival von Avignon uraufgeführt. Seitdem war das Stück in mehr als 20 Ländern zu sehen. In dieser Fassung wird der Text zu einer zeitgenössischen Kammeroper weiterentwickelt: Sprache wird zu Musik, Atmung zu Rhythmus, Stille zur Partitur. Statt Handlung und aufwendiger Ausstattung stehen Stimme, Körper und Zeit im Zentrum.
Auf der Bühne begegnen sich ein Mann und eine Frau ein letztes Mal. Zuerst spricht er, dann sie. So zerlegt das Werk eine gemeinsame Liebesgeschichte in zwei Monologe, in denen Erinnerung, Verletzungen, Nähe und Trennung aufeinandertreffen. Der Kammerrahmen verstärkt die Unmittelbarkeit dieses Konzepts.
Das Libretto schrieb Pascal Rambert, die Musik stammt von Reyes Oteo. Regie führt Ricardo Campelo Parabavides, die musikalische Leitung übernehmen Juan Bautista Carmena und David González. Zur Besetzung gehören Ruth González als Sopran und Enrique Sánchez-Ramos als Bariton. Im Ensemble spielen Pilar Fontalba Jimeno an der Oboe, Ander Telleria am Akkordeon, Juanjo Guillem an der Perkussion und Reyes Oteo an der Elektronik.
Zur Produktion gehören außerdem elektroakustische Gestaltung von Pedro Fragüela, Licht von Alicia Soriano, Kostüme von Rhina sowie Bühnenraum und Video von Ricardo Campelo. Entstanden ist die Aufführung als Koproduktion von Ópera de Tenerife, der Comunidad de Madrid und Teatro Xtremo. Die Version wurde am 17. Juli 2026 beim dritten Festival für Kammeroper der Comunidad de Madrid erstmals gezeigt und ist nun im Kammersaal des Auditorio de Tenerife zu sehen.
