Den Auftakt bildet am Montag, 5. Oktober, ab 16 Uhr die Nachstellung des „Remojo de los Chochos“. Dabei wird eine heute verschwundene ländliche Praxis wieder lebendig: Bauern aus San Juan de la Rambla brachten früher Anfang Oktober Säcke mit dieser Hülsenfrucht zu den Wasserbecken im Ortsteil La Rambla, um sie dort mehrere Tage einzuweichen und ihnen ihren typischen salzigen Geschmack zu geben. Die Darstellung erinnert daran, wie eng dieser Brauch mit den Festen zu Ehren der Virgen del Rosario verbunden war.
Getragen wird die Wiederbelebung der Tradition von den örtlichen Kunsthandwerkern María Dolores Santana und Marcelino Reyes. Gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern wird detailgetreu gezeigt, wie dieser Ablauf früher aussah. Die Aufführung versteht sich auch als Weitergabe lokaler Geschichte an jüngere Generationen.
Am Samstag, 10. Oktober, folgt die Fiesta del Humo, die seit 2011 wieder gefeiert wird. Dabei ziehen bei Einbruch der Dunkelheit Dutzende Teilnehmende mit brennenden Fackeln und Rauchfackeln den Risco de Las Pencas an der Barranco-Ruiz-Hangseite hinab bis nach La Rambla. Dort erwarten sie die Menschen aus dem Ortsteil, bevor die Feier beginnt. Ihren Namen erhielt die Tradition von der Rauchwolke, die entstand, wenn die Fackeln bei der Ankunft auf dem Platz erloschen.
