Mit 5,44 Millionen Übernachtungen finden die Hotels der Kanarischen Inseln nach einem vorherigen Rückgang wieder zu alter Stärke zurück. Fast 100.000 Übernachtungen wurden im Mai mehr gezählt als noch ein Jahr zuvor. Das zeigen die am Dienstag vorgelegten Daten des Nationalen Statistik-Instituts (INE).
Das Plus von 99.711 Übernachtungen entspricht einem Zuwachs von 1,86 Prozent. Für das Wachstum sorgten vor allem Gäste aus dem Ausland, die mit 4.603.280 Nächten deutlich über den 4.500.856 des Vorjahresmonats lagen. Anders sah es bei den in Spanien ansässigen Reisenden aus, deren Zahl leicht von 843.547 auf 840.834 Übernachtungen zurückging.
Gestiegen ist auch die Zahl der Gäste selbst: 929.918 Urlauber übernachteten im Mai 2026 in kanarischen Hotels und damit 39.931 mehr als im Mai 2025. Allerdings blieben sie im Schnitt kürzer, denn die durchschnittliche Aufenthaltsdauer fiel von 6,01 auf 5,85 Tage. Das hat Gründe:
Mehr Hotels auf den Kanaren drücken den Belegungsgrad
Durch deutlich gestiegene Preise greifen viele Reiseanbieter auf den Trick zurück, kürzere Pauschalreisen anzubieten. So können Angebotspreise zumindest vordergründig gehalten werden oder moderater steigen.
Pro Bett sank der Belegungsgrad von 66,39 auf 64,98 Prozent. Der Grund hierfür liegt in der gestiegenen Zahl geöffneter Häuser: 607 Hotels hatten im Mai geöffnet. Das waren 36 mehr als im Vorjahresmonat. Da die zusätzlichen Kapazitäten die gewachsene Nachfrage auf mehr Betten verteilten, ging die rechnerische Auslastung zurück, obwohl absolut mehr Übernachtungen gezählt wurden.
Das Plus beim Angebot und die gesunkene Belegung pro Bett bedeuten für die Urlaubsplanung mehr Auswahl und bessere Verfügbarkeiten. Vergleichsweise gering blieb mit 2713 Nächten der Rückgang bei den in Spanien ansässigen Gästen, den das Plus aus dem Ausland klar kompensierte.
Hotelbeschäftigung auf den Kanaren wächst um 2702 Stellen
61.468 Personen waren im Mai 2026 im Hotelsektor der Kanarischen Inseln beschäftigt. Das bedeutete ein Plus von 2702 gegenüber den 58.766 im Mai des vergangenen Jahres. Hinter dem Anstieg stecken zwei Entwicklungen: Die kürzeren Aufenthalte führen zu mehr Gästewechseln und damit zu zusätzlichem Aufwand bei Reinigung und Verwaltung. Dazu kommen die neu geöffneten Betriebe.
Die Daten stammen aus der Hotelkonjunktur-Auswertung des INE, der Coyuntura Turística Hotelera. Sie hält für den gesamten Archipel Übernachtungen, Zahl der Reisenden, Aufenthaltsdauern und Auslastungen ebenso fest wie die Zahl der Betriebe und der darin Beschäftigten.
















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