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Sonntag, 19. Juli 2026
Kanaren

Kanaren-Hotels: Weniger Gäste, höhere Preise

Weniger Gäste, kürzere Aufenthalte, höhere Preise: Die Kanaren-Hotels haben im Juni gegenläufige Zahlen gemeldet. Eine Insel legte dabei um mehr als 40 Prozent zu.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Die Kanaren-Hotels zählten im Juni rund 7,4 Millionen Übernachtungen und damit 1,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
  • Der durchschnittliche Zimmerpreis stieg um 5,2 Prozent auf 112,37 Euro pro Nacht, während die Gäste im Schnitt nur 6,5 Nächte blieben.
  • La Palma verbuchte mit einem Plus von 40,7 Prozent den stärksten Zuwachs und hob sich vom rückläufigen Gesamtbild ab.
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Die Beherbergungsbetriebe der Kanarischen Inseln melden im Juni einen Rückgang bei den Übernachtungen. Laut dem kanarischen Statistikamt ISTAC kamen Hotels und Apartments auf mehr als 7,42 Millionen Übernachtungen. Das waren 1,8 Prozent weniger als im selben Monat des Vorjahres. Zugleich stiegen die Zimmerpreise weiter an.

Der durchschnittliche Zimmerpreis (ADR) stieg im Juni auf 112,37 Euro pro Nacht.Verglichen mit dem Vorjahresmonat bedeutet das ein Plus von 5,2 Prozent. Weniger Gäste zahlen also mehr pro Nacht, ein Muster, das sich seit Monaten durch die kanarische Hotellerie zieht.

Parallel dazu verkürzten sich die Aufenthalte. Die durchschnittliche Verweildauer lag bei 6,5 Nächten und damit 2,2 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Kürzere Aufenthalte bei rückläufigen Übernachtungen erklären, warum die Gesamtzahl trotz stabiler Ankünfte sinkt: Jeder Gast belegt sein Zimmer im Schnitt weniger lang.

Preise auf den Kanaren steigen trotz sinkender Nachfrage

Dass die Preise auch bei nachlassender Nachfrage weiter zulegen, ist keine neue Entwicklung. Bereits die Auswertung, wonach eine Hotelnacht auf den Kanaren immer teurer wird, zeigte einen Anstieg der Übernachtungspreise, der schneller als die Inflation verlief. Auch der Trend zu kürzeren Aufenthalten begleitet die Branche seit Längerem, wie der Blick auf die zuvor Übernachtungszahlen der Kanaren-Hotels zeigt.



Zwischen den Inseln fielen die Ergebnisse im Juni sehr unterschiedlich aus. Den stärksten Zuwachs verbuchte La Palma, wo die Übernachtungen um 40,7 Prozent über dem Vorjahreswert lagen. Damit hob sich die Insel klar vom rückläufigen Gesamtbild des Archipels ab.

Der Preisauftrieb bleibt das prägende Merkmal des Kanaren-Tourismus. Während die Nachfrage nach Übernachtungen im Juni nachließ, setzte sich der Anstieg des durchschnittlichen Zimmerpreises fort und erreichte mit 112,37 Euro einen neuen Wert für den Berichtsmonat.

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