Eine Hotelübernachtung auf den Kanaren hat im Mai um 4,44 Prozent teurer geworden. Das geht aus der Hotel-Konjunkturstatistik hervor, die das Nationale Statistik-Institut (INE) am Dienstag veröffentlichte. Der Preis pro belegtem Zimmer und Nacht legte damit im Vergleich der Vorjahresmonate erneut zu.
Der Hotelpreisindex (IPH) stieg auf den Inseln im Jahresvergleich um 3,9 Prozent. Dieser Anstieg übertraf die allgemeine Teuerung: Der Verbraucherpreisindex (IPC) der Kanaren lag im Zeitraum Juni 2025 bis Mai 2026 bei 3,2 Prozent, womit der Hotelpreisindex ihn um 0,7 Prozentpunkte überstieg. Es war bereits der fünfte Monat in Folge mit steigenden Hotelpreisen im laufenden Jahr.
Auf nationaler Ebene fiel der Preissprung noch deutlicher aus: Spanienweit verteuerten sich die Hotelzimmer um 5,02 Prozent. Den höchsten Anstieg aller Regionen verzeichneten die Balearen mit 8,9 Prozent, während die autonome Stadt Melilla als einzige einen Rückgang meldete, und zwar um 1,2 Prozent. Und das kostet eine Nacht im Hotel inzwischen:
Hotelpreise auf den Kanaren steigen stärker als die Inflation
Im Mai wurden durchschnittlich 126,10 Euro pro Zimmer bezahlt. Der durchschnittliche Umsatz pro verfügbarem Zimmer erreichte auf den Inseln damit 92,83 Euro, ein Plus von 3,66 Prozent gegenüber Mai 2025. Spanienweit lag der RevPAR genannte Wert bei 87,99 Euro und stieg mit 5,81 Prozent stärker, während die durchschnittliche Tagesrate dort mit 123,74 Euro etwas unter dem kanarischen Wert blieb.
Die Zahl der Hotelgäste auf den Kanaren legte um 4,17 Prozent auf 929.918 Reisende zu. Davon waren 678.882 Ausländer, was 73 Prozent entspricht, und 251.037 in Spanien ansässig. Die Übernachtungen stiegen um 1,7 Prozent auf 5.444.114 und kehrten damit nach zuvor negativen Wachstumsraten in den positiven Bereich zurück. Auf ausländische Gäste entfielen 4.603.280 Übernachtungen, das sind 84,56 Prozent (mehr dazu im unten verlinkten Beitrag).
Hotelauslastung auf den Kanaren auf Rang zwei in Spanien
Die Hotelauslastung erreichte auf den Inseln 64,98 Prozent. Damit lagen die Kanaren unter allen spanischen Regionen auf dem zweiten Platz, hinter den Balearen mit 73,46 Prozent und vor der Comunitat Valenciana mit 63,99 Prozent. Die niedrigste Auslastung verzeichnete Kastilien-La Mancha mit 39,88 Prozent. Der Mai gilt auf den Kanaren als Übergangsmonat: Die Hochsaison endet nach der Osterwoche, die in diesem Jahr Anfang April lag, der Sommer hat jedoch noch nicht begonnen.
Der Hotelsektor auf den Inseln beschäftigte im Mai 61.468 Personen, ein Anstieg von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Selbstständigen in der Branche ging hingegen leicht um 0,2 Prozent zurück.
Deutsche Gäste zweitwichtigster Quellmarkt der Kanaren-Hotels
Im gesamtspanischen Vergleich blieben die Kanaren ein zentrales Reiseziel für ausländische Gäste. Mit 18 Prozent aller Auslands-Übernachtungen lagen die Inseln auf Rang zwei hinter den Balearen mit 30,6 Prozent und knapp vor Katalonien mit 17,9 Prozent. Spanienweit überschritten die Hotelübernachtungen 36,3 Millionen, ein Plus von 2,5 Prozent.
Reisende aus dem Vereinigten Königreich und aus Deutschland bildeten die wichtigsten Quellmärkte. Auf britische Gäste entfielen 27,9 Prozent aller Übernachtungen von Nicht-Residenten in Spanien, auf deutsche 17,4 Prozent. Es folgten Frankreich mit 8,6 Prozent, die USA mit 5,2 Prozent und die Niederlande mit 4,7 Prozent.















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