Reiseführer Puerto de la Cruz – alle Infos und Bilder


Puerto de la Cruz ist eine der größten und zugleich interessantesten Städte Teneriffas. Nicht nur der berühmte Loro Parque liegt am Rand der Metropole. Mit der Playa Jardin kann die Stadt auch einen der schönsten Strände der Insel vorweisen. Doch es gibt weit mehr zu sehen. In diesem Reiseführer stellen wir Ihnen Puerto de la Cruz und alles, was es rundherum zu entdecken und zu erleben gibt, ausführlich vor. Nutzen Sie zur Navigation gern auch die Sprungmarken in unserem Inhaltsverzeichnis.

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Puerto de la Cruz, kurz „Puerto“, ist dank des großen Einzugsgebiets die drittgrößte Stadt Teneriffas und das touristische Zentrum im Norden der Insel. Nachfolgend finden Sie – aufgeteilt auf mehrere Kapitel – alles Wissenswerte über die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten. Am Ende des Beitrags finden Sie dann weiterführende Links zu mehr wichtigen Sehenswürdigkeiten und Infos.

Reiseführer Puerto de la Cruz – Inhaltsverzeichnis:

Puerto de la Cruz – allgemeine Infos
Geführte Stadt-Touren
Die Geschichte der Stadt
Lage und Klima
Entwicklung des Tourismus
Taoro Park: Wo alles begann
70er-Jahre: Der große Bau-Boom
Plaza del Charco – Mittelpunkt der Stadt
Der Hafen von Puerto de la Cruz
Fotos aus Puerto de la Cruz
Der Kirchplatz und die Kirche Nuestra Señora
Die Promenade von Puerto de la Cruz
Kapelle San Telmo
Parkplätze „mitten im Atlantik“
Der Busbahnhof und die ÖPNV-Anbindung
Wichtige Adressen und Telefonnummern
Sehenswürdigkeiten und Freizeitparks

Puerto de la Cruz – allgemeine Infos

Entwicklung des Tourismus von Puerto de la Cruz: Vom Hafen zum Hotelboom

Vom Hafen (l.) zum Hotelboom bis ins Hinterland: Die Entwicklung von Puerto de la Cruz symbolisch in einem Panorama-Bild. Foto: Teneriffa News

Zählt man das Orotava-Tal um La Orotava und Los Realejos hinzu, bildet Puerto de la Cruz ein Ballungszentrum mit rund 110.000 Einwohnern. Die Stadt liegt südwestlich der Hauptstadt Santa Cruz. Verbunden werden beide Städte durch die Autobahn TF-5. In einigen Reiseführern finden sich noch andere Bezeichnungen, da die Autobahn-Nummerierungen auf Teneriffa reformiert wurden, TF-5 ist jedoch die aktuelle gültige Bezeichnung.

„Rentnerparadies“ wird Puerto nicht voll gerecht

Rund 32.000 Betten warten auf die Besucher Puertos. Die Belegung sank im Laufe der Jahre allerdings in einigen Monaten auf unter 50 Prozent. Die Stadt kämpft seit Jahren mit starker Konkurrenz aus dem aufstrebenden Süden der Insel. Zudem hat Puerto schon vor vielen Jahren den Stempel des „Rentnerparadieses“ aufgedrückt bekommen, was erst zu spät als Marketing-Problem erkannt wurde – und der Stadt auch nicht gerecht wird.


Geführte Touren durch Puerto de la Cruz


Puertos größtes Problem war jedoch der viele Jahre nicht erkannte Verfall der Stadt. Seit dem Jahr 2010, als in der Folge der Tourismuskrise viele Hotels schließen mussten, wird sukzessive versucht, diese Versäumnisse zu korrigieren. Die Stadt befindet sich seither im Wandel und der Glanz früherer Tage wird Straße um Straße wiederhergestellt. Und die Sanierungsmaßnahmen und Modernisierungen – besonders der höherklassigen Hotels – zeigen bereits Wirkung. Die Belegungszahlen steigen, ebenso die Zufriedenheit der Besucher.

Die Geschichte von Puerto de la Cruz

Historisches Foto Puerto de la Cruz

Einblicke in die Historie von Puerto de la Cruz. Foto: Teneriffa News

Schon der Name der Stadt verrät viel über ihre Geschichte. Als Hafen der in etwa 300 Meter Höhe gelegenen Stadt La Orotava wuchs Puerto de la Cruz zu einem strategisch wichtigen Standort auf Teneriffa heran. Die europäischen Kaufleute hielten sich lieber etwas geschützter vor Klima und Angriffen von der Seeseite in den höheren Lagen des Orotava-Tals auf, benötigten den Hafen jedoch für ihre Geschäfte.

Diese Lage brachte Puerto de la Cruz neben Ruhm auch finanzielle Vorteile ein. Zwar stehen die prachtvolleren Häuser und Villen nach wie vor in La Orotava, doch der rege Handel half dabei, Hafen und Stadt zu dem auszubauen, was Puerto bis heute ist.

Im Vergleich zum nahegelegenen Garachico konnte Puerto de la Cruz zwar stets nur den kleineren Hafen vorweisen, der Standort mit dem landwirtschaftlich und später auch touristisch interessanteren Hinterland war jedoch stets ein großer Vorteil der heutigen Metropole. Als der Hafen Garachicos dann im Jahr 1706 bei einem Vulkanausbruch komplett verschüttet wurde, übernahm Puerto de la Cruz endgültig die Hauptrolle im Bereich der Schifffahrt auf und um Teneriffa.

Die tatsächliche Abkapselung von der Mutterstadt gelang Puerto de la Cruz jedoch erst sehr spät mit dem aufstrebenden Tourismus in den 1950er-Jahren. Der Hafen ist seither mehr oder weniger unwichtig geworden. Es wird jedoch an Plänen gearbeitet, einen neuen Sport- und Fischereihafen zu eröffnen.

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Lage und Klima von Puerto de La Cruz

Klima Wetter Puerto de la Cruz

Puerto de la Cruz liegt am Fuß des Orotava-Tals. Bei gutem Wetter reicht der Blick bis hoch zum Teide. Foto: Teneriffa News

Durch die geographische Lage Puertos herrschen für tausende Pflanzenarten optimale Bedingungen. Am Fuß des Orotavatals profitiert die Stadt vom satten Grün der Hänge sowie ihrer Lage direkt am Atlantik. Außerdem ist von Dezember bis April der Blick auf den schneebedeckten Teide zumindest vormittags oft frei.

Auch daher ist der Botanische Garten Teneriffas in Puerto de la Cruz beheimatet. Das Gebirge rund um den Teide sorgt dafür, dass sich tagsüber eine große Pasatwolke über dem Orotavatal bildet, die das Klima recht feucht hält.

Zusammen mit der starken Sonne entstehen so bisweilen tropische Bedingungen. Eine dauerhaft leichte Brise macht diese jedoch auch für Personen erträglich, die grade erst angekommen und entsprechend noch nicht akklimatisiert sind.

Durch den leichten Wind und die Passatwolke wird es im Sommer nicht zu heiß. In Puerto de la Cruz herrschen so ganzjährig gut erträgliche Temperaturen. Ausführliche Informationen zu Wetter und Klima auf Teneriffa finden Sie hier.

Entwicklung des Tourismus in Puerto de la Cruz

Puerto de la Cruz Apartments Teneriffa

In Puerto de la Cruz sind zahlreiche Apartments in deutscher Hand. Viele davon werden von Generation zu Generation weitergegeben. Foto: Teneriffa News

Erste Touristen kamen Ende des 19 Jahrhunderts nach Teneriffa. Die Bananenschiffe brachten Pauschalurlauber für zwei Wochen nach Puerto de la Cruz. Über den Seehandelsweg verbreitete sich die Information, dass das Klima Teneriffas besonders gesund und die Einheimischen sehr entspannte Zeitgenossen waren. Außerdem waren schon lange Zeit vorher durch Wissenschaftler und Abenteurer wie Alexander von Humboldt viele Informationen über die Insel bekannt geworden.

Der zunehmende Seehandel ermöglichte schließlich erste völlig neu orientierte Reisen auf nach Teneriffa. In diesen ersten Reisenden, die nicht aufgrund von Geschäften oder gar Eroberungen die See überquerten, erkannten die Tinerfeños, wie die Einwohner Teneriffas genannt werden, schnell ein Geschäftsmodell. So wurde mit dem „Taoro“ im Jahr 1892 dank überwiegend englischen Kapitals das erste Hotel Spaniens eröffnet.

Der wirkliche Durchbruch Puertos als touristische Metropole auf Teneriffa gelang jedoch erst mit dem Start des bezahlbaren Flug-Tourismus ab Anfang der 1950er-Jahre. In den 60er-Jahren begann schließlich der bis in die 2000er-Jahre anhaltende Bauboom.

Erste Touristen-Bunker wurden in Meeresnähe, vor allem aber auf die landwirtschaftlichen Flächen rund um die Stadt gebaut. Die größtenteils armen Bewohner der Insel erkannten einen lukrativeren Geschäftszweig, als es die mühselige Landwirtschaft jemals war. In der Folge konzentrierte sich in und um Puerto de la Cruz plötzlich vieles allein auf den Tourismus.

Taoro Park: Wo für Puerto de la Cruz alles begann

Bellevue und Taoro Park in Puerto de la Cruz

Wenige Meter neben dem Fuß des Bellevue, dem höchsten Haus von Puerto de la Cruz, liegt der Eingang in den Taoro Park. Er ist eine Art offener Garten der Stadt. Foto: Teneriffa News

Oberhalb des Zentrums von Puerto de la Cruz thront der Taoro Park. Der heutige Park war früher der Garten des ersten Hotels der Stadt. Im Jahr 1892 wurde dort das Grand Hotel Taoro eröffnet. Es war der größte Hotelkomplex in ganz Spanien. Finanziert wurde dieser größtenteils mit englischen Finanzmitteln.

Seinerzeit lockte das Hotel den europäischen Adel. So gehörten warmes und kaltes Wasser sowie Strom ebenso wie der liebevoll gepflegte Garten zum Standard. Doch das Hotel brannte im Jahr 1929 komplett nieder. Trotz des zügigen Wiederaufbaus erreichte es den Glanz einstiger Tage nie wieder.

Später eröffnete im Taoro Park das Casino der Stadt, das jedoch aus strategischen Gründen in den Lago Martianez, das große Schwimmbad an der Promenade, umzog.

Heute lohnt ein Besuch des nach wie vor gepflegten Parks. Erreicht wird er über einen Eingang am Fuß des „Bellevue“, dem höchsten Haus Puertos, das mit all seiner Hässlichkeit als Sinnbild für den unreflektierten Bauboom früherer Jahre steht.

Von dort aus kann der Park in Richtung des Taoro bergauf erklommen werden. Am oberen Ende des Parks wartet neben dem eigentlichen Taoro auch ein Restaurant auf Besucher. Egal ob ein schneller Kaffee oder eine komplette Mahlzeit: Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, die Speisen sind gut und schlussendlich entschädigt spätestens die Aussicht auf die Stadt den mühseligen Aufstieg.

Taoro-Hotel soll restauriert werden

Im Jahr 2013 wurde ein Restaurierungsplan für das historische Taoro-Hotel verabschiedet. Die Inselregierung hatte im Februar 2012 bekanntgegeben, eine Ausschreibung starten zu wollen. Man wollte damit das Hotel reaktivieren. Auch ein Kongresszentrum im Taoro sei denkbar, hieß es seinerzeit. Und wie auf den Kanarischen Inseln üblich, verzögert sich die Umsetzung seither Jahr um Jahr. Eine ähnlich lautende Ankündigung gab es zuletzt im Frühjahr 2019.

70er-Jahre: Neue Bauprojekte für Puerto de la Cruz

Puerto de la Cruz Teneriffa Playa Martianez

Die Playa Martianez im Osten von Puerto de la Cruz. Foto: Teneriffa News

Als mehr und mehr Hotels sowie weitere touristische Einrichtungen gebaut wurden, erreichte Puerto de la Cruz eine logische territoriale Grenze. So verlagerte sich der Tourismus immer weiter in den Süden Teneriffas. Die dortige Wüstenlandschaft bot den Investoren günstige Grundstücke. Auf diese Weise sorgte der Tourismusboom des Nordens höchst selbst für die heutige Konkurrenz aus dem sonnendurchfluteten Süd-Teil der Insel.

Dieses Problem erkennend, begann die Stadtverwaltung anhand neuer Bauprojekte, Attraktionen zu schaffen. So entstanden in den 1970er-Jahren die beiden Strände Playa Jardin im Westen und die Playa Martianez sowie das Martianez-Meerwasser-Schwimmbad im Osten der Stadt.

Der anhaltende Bauboom brachte Puerto de la Cruz jedoch auch große Nachteile: Die Straßenführung wurde immer unübersichtlicher. Mehr und mehr Einbahnstraßen sorgten für ein anhaltendes Verkehrschaos. Die einstmals kleinen Gassen luden immer weniger zum Flanieren ein und so bereitete es kaum noch Spaß, als Fußgänger durch die Stadt zu spazieren.

Erst in den 90er-Jahren wurden wieder Fußgängerzonen und Parkhäuser errichtet. Nun zogen jedoch neue Shopping-Zentren die Gäste aus dem Stadtkern in die Außenbereiche. Erneut brachten die Neuerungen also nicht komplett den erhofften Erfolg.

Plaza del Charco – Mittelpunkt von Puerto de la Cruz

Brunnen auf der Plaza del Charco in Puerto de la Cruz

Mittig auf der Plaza del Charco in Puerto de la Cruz steht ein großer Brunnen. In seiner Mitte thront die Ñamera. Foto: Teneriffa News

Treff- und Mittelpunkt von Puerto de la Cruz ist die Plaza del Charco. Den Namen verdankt dieser wohl bekannteste Platz der Stadt historisch bedingt seiner Lage.

Geplant wurde die Plaza del Charco bereits im Jahr 1610 von Jerónimo Mines – damals noch als reiner Landeplatz für die Waren der im Hafen festmachenden Schiffe. Da der direkt hinter dem Hafen liegende Platz durch die Gezeiten regelmäßig geflutet wurde, hieß er im Volksmund schnell „Charco de los Camarones“, was übersetzt so viel bedeutet wie „Garnelenpfütze“.

Mehrere Namenswechsel später wurde der Platz im Anschluss an den Sieg der spanischen Faschisten nach deren Anführer in „Plaza General Franco“ umbenannt. Erst im Jahr 1976 vergab die Verwaltung für den ersten Platz der Stadt schließlich wieder den Namen, den ihm schon die Einheimischen gegeben hatten: Puerto de la Cruz hatte endlich seine „Plaza del Charco“ wieder.

Heute säumen die Plaza del Charco Palmen und alte indische Lorbeerbäume sowie zahlreiche Restaurants und Cafés, die teilweise sogar noch aus dem 17. Jahrhundert stammen.

Plaza del Charco – wo sich das Leben in Puerto de la Cruz abspielt

Während die Erwachsenen auf den Parkbänken lesen oder einfach ausspannen, in einem der Restaurants essen oder live Fußballspiele schauen, nutzen die Kinder den großen Spielplatz. Dieser wurde Anfang der 2010er-Jahre erneuert und seither von der Stadtverwaltung gepflegt. Ein großes Gerüst in Form eines Piratenschiffs mit Schaukeln und Wippen beschäftigt die Kleinen seither bestens.

An den vier Ecken des Platzes stehen Kioske. An der Südseite gibt es Zeitungen und Zeitschriften aus aller Welt. Die anderen Büdchen bieten Speisen, Getränke und allerhand Krimskrams, wie Spielzeug und Andenken.

Die Ñamera – mehr als ein Springbrunnen

Im Zentrum der Plaza del Charco steht ein alter Springbrunnen, dessen Mitte eine besondere Pflanze ziert: die Ñamera. Die Einheimischen ehren diese Pflanze. In der Historie von Puerto de la Cruz finden sich sogar Gedichte über dieses Gewächs.

Botanisch betrachtet ist die Ñamera eine Colocasie, Taorofrucht oder Elefantenohr. Sie gehört zu den Aronstab-Gewächsen und kommt ursprünglich – genau wie die den Platz säumenden Lorbeerbäume – aus Indien.

Wegen ihrer herzförmigen Blätter, die bis zu 70 Zentimeter breit werden können, ist sie eine beliebte Zierpflanze. Vor ihren Knollen ist jedoch Vorsicht geboten. Sie beinhalten mit Kalziumoxalat eine hautreizende Substanz, das nur durch Kochen der Knollen unschädlich gemacht werden kann. Auch daher ist es gut, dass die Ñamera von einem Brunnen umgeben ist, der am Nachmittag als Wasserspiel fungiert und im Advent zusätzlich durch eine spezielle Beleuchtung für weihnachtliche Stimmung sorgt.

Sehen und gesehen werden auf der Plaza del Charco

Ein bisschen gilt auf der Plaza inzwischen das Prinzip „sehen und gesehen werden“. Auch deshalb, vor allem aber aufgrund der eher extrovertierten kanarischen Lebensart, spielen die Kinder an den Wochenenden und in den Ferien oft bis tief in die Nacht, während die Eltern gemütlich in Gespräche oder ihre Zeitungen vertieft sind. Die Anwohner haben sich längst an den einhergehenden Lärm gewöhnt.

Zu Karneval ist die Plaza del Charco zudem der Treff- und Mittelpunkt der Fiestas. Eine große Bühne sorgt für Stimmung, während zahlreiche Umzüge und Samba-Gruppen immer wieder ihre Runden um die Plaza drehen und dadurch hunderte Besucher anziehen.

Zudem werden zu Karneval weitere Buden aufgebaut, die spanische und kanarische Speisen und Getränke zu sehr moderaten Preisen anbieten. Entsprechend viel ist an diesen Tagen an der Plaza del Charco los.

Der Hafen von Puerto de la Cruz

Das Königliche Zollhaus im Hafen von Puerto

Das „Königliche Zollhaus“ am Hafen von Puerto de la Cruz. Es ist Wahrzeichen des Hafens und eines der bekanntesten Motive der Stadt. Foto: Teneriffa News

Puertos Hafen liegt direkt vor der Plaza del Charco. Er ist heute ein reiner Fischereihafen. Kleine Boote stechen von hier aus in See, um frischen Fisch zu fangen, der dann an einer kleinen Theke direkt am Hafen verkauft wird.

Im Hafen Puertos steht auch eines der bekanntesten Häuser der Stadt, die „Casa Miranda“. Das Haus stammt aus dem Jahr 1730. Es diente als Wohn- und Geschäftshaus. Der doppelte Balkon zur Seeseite ist typisch für die kanarische Architektur.

Die Casa Miranda gehörte dem Vater von Francisco de Miranda. Er war ein Vorkämpfer der Unabhängigkeit Venezuelas. Austin Baillon, Direktor von Shell International, kaufte das Haus in den 1960er-Jahren und bewahrte die Casa Miranda und das „Königliche Zollhaus“ somit vor dem Abriss. Heute befindet sich darin ein Restaurant.

70 Millionen Euro: Puertos neuer Hafen

Mit einem Kraftakt soll der Hafen von Puerto de la Cruz nun zu neuem Leben erweckt werden: Nach derzeitiger Planung soll eine kanarische Investorengruppe um den einheimischen Architekten Fernando Menis einen neuen Sport- und Yachthafen in Puerto de la Cruz erbauen. Entstehen soll der neue Hafen unmittelbar neben dem alten.

Für sage und schreibe 70 Millionen Euro sollen auf mehr als 340.000 Quadratmetern 250 Anlegeplätze für Yachten sowie 50 Anleger für die lokalen Fischer entstehen. Die Politik erhofft sich durch das Projekt neuen Schwung für den Tourismus und die Wirtschaft der Stadt. Wie auf Teneriffa und den Kanaren üblich, zieht sich die Planung jedoch bereits über viele Jahre hin und wird von den meisten Anwohnern inzwischen nur noch müde belächelt. Ausführliche Infos zum Neubau des Hafens gibt es hier.

Fotos aus Puerto de la Cruz:

Der Kirchplatz von Puerto de la Cruz

Kirche Puerto de la Cruz Nuestra Seniora

Die Kirche von Puerto de la Cruz bei Nacht. Foto: Teneriffa News

Vom Hafen weiter in Richtung Promenade, führt der Weg am Kirchplatz von Puerto de la Cruz vorbei. Die Plaza de la Iglesia liegt direkt an der Calle Quintana. Vor der Kirche gibt es einen kleinen Platz, auf dem es sich zwischen Palmen, Blumen und einem kleinen Schwanen-Brunnen auszuruhen lohnt.

Die Kirche „Nuestra Señora“ in Puerto de la Cruz

Die Kirche „Nuestra Señora de la Peña de Francia“ heißt übersetzt „Unsere Madonna der Gemeinde Frankreichs“. Die Kirche wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts eingeweiht. Ihren Turm erhielt sie jedoch erst im Jahr 1898. Ein Besuch der Kirche lohnt sich. Besonders der Altar gilt als sehenswertes Prunkstück.

Hinter der Kirche liegt ein kleines Café, in dem sich eine Rast durchaus lohnt. Unsere „Restaurantkritik“ dazu finden Sie hier.

Die Promenade von Puerto de la Cruz

Promenade Puerto de la Cruz Touristen

Ein Blick auf die neue Promenade von Puerto de la Cruz. Foto: Teneriffa News

Wer vom Kirchplatz einige wenige Schritte weiter in Richtung Osten geht, erreicht nach etwa 300 Metern die großzügige Promenade von Puerto de la Cruz. Sie wurde im Jahr 1977 fertiggestellt und zwischen 2002 und 2005 erstmals, 2015 dann erneut modernisiert.

Die Promenade führt nun barrierefrei von der Playa Martiánez im Osten vorbei an zahlreichen alteingesessenen Hotels, Cafés und Bars sowie diversen Andenken-Shops und kleineren (Elektronik-)Fachhändlern.

Unterhalb der Promenade liegt der kleine Strand „San Telmo„. Auch er wurde 2015 saniert und bietet heute die Gelegenheit, in Ruhe aufs Meer zu blicken oder Schwimmen zu gehen. Dafür kann der San-Telmo-Strand bei gutem Wetter über einen ebenfalls barrierefreien Weg erreicht werden. Ist der Seegang zu stark, wird der Strand allerdings sicherheitshalber gesperrt.

Seinen Namen verdankt der kleine Strand übrigens der oberhalb gelegenen Kapelle. Sie wurde nach dem Dominikanerbruder San Pedro de Telmo benannt, dem Schutzpatron der Seefahrer.

Kapelle San Telmo in Puerto de la Cruz

San Telmo Puerto de la Cruz Teneriffa

Die Kapelle San Telmo liegt genau an der Promenade von Puerto de la Cruz. Die Kapelle beheimatet die deutsche Gemeinde Puertos. Foto: Teneriffa News

Die Kapelle San Telmo wurde im Jahr 1968 durch Unterstützung des Auslandssekretariates deutschsprachiger Katholiken restauriert. Seitdem ist dort auch die deutsche Gemeinde von Puerto de la Cruz beheimatet.

Die Messzeiten von San Telmo sind angeschlagen. Außerdem gibt es regelmäßige Gemeindetreffen mit speziellen Aktionen im Gemeindehaus nahe dem Botanischen Garten im landeinwärts und weiter oberhalb gelegenen Stadtteil La Paz. Auch darüber wird mit Zetteln an und in der Kapelle informiert.

Parkplätze in Puerto de la Cruz

Futuro Parque Maritimo Parkplatz Hafen Puerto de la Cruz

Die Einfahrt zum großen Parkplatz in Puerto de la Cruz ziert noch ein Schild, das auf das große Bauvorhaben hinweist. Foto: Teneriffa News

Zwei Besonderheiten Puertos liegen an der anderen Seite der Plaza del Charco: Von dort aus gesehen westlich liegen der berühmte Loro Parque und die Playa Jardin. Erreicht werden beide Sehenswürdigkeiten entweder westwärts durch die Stadt oder über die große Kaimauer direkt in der Brandung des Atlantiks.

Die Stadt baute diese Befestigung, um einen großen Promenaden-Park, den „Futuro Parque Maritimo“, in den Fluten des Atlantiks zu errichten. Nachdem das dazu nötige Land gewonnen war, gingen jedoch die finanziellen Mittel aus. Gewohnt pragmatisch nutzen die Einheimischen die Fläche seither als großen Parkplatz.

Dieser Parkplatz liegt von der Plaza del Charco aus gesehen wenige Meter seeseitig. Die Einfahrt für Autos befindet sich im Westen der Stadt, nahe der Playa Jardin.

Praktischer Schandfleck

Für Touristen ein hässlicher Schandfleck, ist der Parkplatz für Einheimische ein Segen, denn die engen Gassen von Puerto de la Cruz sind für das heutige Fahrzeugaufkommen und die immer größer werdenden Autos nicht mehr ausgelegt. Zu großen Feiern und an den Wochenenden, wenn viele Einheimische aus dem Umland nach Puerto drängen, ist sogar der große Parkplatz oft überfüllt.

Inzwischen ist das Brachgelände daher schon allein aus praktischen Gründen kaum noch wegzudenken. Eine Aufhübschung und Entrümpelung des Parkplatzes wäre jedoch wünschenswert. Er ist im aktuellen Zustand unmissverständlich der Schandfleck der Stadt.

Der neue Busbahnhof von Puerto de la Cruz

Der neue Busbahnhof von Puerto de la Cruz wurde im November 2019 eröffnet. Foto: Ulrike Bornewasser

Das sehr gut ausgebaute Linienbus-Netz ist auch aufgrund des Parkplatzmangels eine gute Alternative zum Auto. Puerto ist Drehkreuz für zahlreiche Bus-Verbindungen auf Teneriffa. Die Stadt wird von diversen Linien angesteuert. Viele von ihnen starten oder enden in Puerto de la Cruz. Auch Schnellbusse zu den Flughäfen und in die bei Touristen beliebten Städte im Süden fahren Puerto de la Cruz an.

Seit 2009 stehen die Busse zehn Jahre lang auf der Straße oberhalb des Busbahnhofs. Das Gebäude musste seinerzeit aufgrund von Baufälligkeit geschlossen werden und sollte neu errichtet werden. Lange Zeit passierte nichts und gewohnt pragmatisch wurden die „Guaguas“, wie die Busse auf Teneriffa genannt werden, auf der Straße geparkt.

Die Situation war für den Innenstadtverkehr von Puerto de la Cruz kaum hilfreich. Da auch nach Jahren der Suche kein geeignetes Gelände für den Neubau gefunden wurde, fiel die Entscheidung, den Busbahnhof an gleicher Stelle neu zu errichten.

Die geplanten Kosten für das Projekt lagen seinerzeit bei rund 750.000 Euro. Später wurde der Etat verdoppelt. Der Neubau wurde schließlich in private Hände gegeben und soll durch die Mieteinnahmen für Parkplätze und Geschäfte sowie Cafés und Bars refinanziert werden. Ein Ende des Provisoriums war – typisch kanarisch – lange nicht in Sicht. Doch im November 2019 wurde der neue Bus-Bahnhof von Puerto de la Cruz schließlich doch noch eröffnet.

Den Bus-Fahrplan zum Download finden Sie übrigens hier.

Wichtige Adressen und Telefonnummern rund um Puerto de la Cruz

Der Notruf ist wie überall auf der Insel unter der Rufnummer 112 (ohne Vorwahl) zu erreichen, die Policia Municipal an der Plaza Europa hat die Rufnummer 092.

Die Post liegt an der Calle del Pozo nahe dem Busbahnhof.

Die Klinik „Hospiten Bellevue“ liegt an der Calle Alemania 6 (nahe Taoro Park).

Einen deutschsprachigen Buchladen, die „Bücherkiste“, finden Sie im Stadtteil La Paz.

Weitere wichtige Informationen zu Ihrem Aufenthalt finden Sie hier in unserer Checkliste für den Teneriffa-Urlaub.

Was Sie rund um Puerto de la Cruz noch wissen müssen:

Der Lago Martianez – Puertos riesiges Meerwasser-Freibad
Playa Martianez – Strand im Osten der Stadt
Playa Jardin – Puertos grüner Strand
Der Botanische Garten – Jardin Botanico
Karneval in Puerto de la Cruz
Die besten Restaurants in Puerto de la Cruz
Der Loro Parque in Puerto

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Reiseführer Puerto de la Cruz – alle Infos und Bilder

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