Auf 3,4 Prozent kletterte die Teuerungsrate der Kanaren im Juni 2026, ein spürbares Anziehen also. Für das gesamte erste Halbjahr, von Januar bis Juni, weist das Statistikamt der Kanarischen Inseln (ISTAC) dagegen eine Jahresteuerung von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Der Halbjahresdurchschnitt lag damit deutlich unter dem Juni-Wert.
Wie weit sich der Monatswert vom bisherigen Jahresmittel abgesetzt hat, verrät einiges über den zuletzt gewachsenen Preisdruck. Ganze sechs Zehntel liegt der Juni-Anstieg von 3,4 Prozent über dem Schnitt des Halbjahres. Konkret heißt das für die Haushalte auf Teneriffa und den anderen Inseln, dass ihre laufenden Ausgaben stärker zu Buche schlagen als noch zu Beginn des Jahres.
Der Arbeitsmarkt bewegt sich unterdessen in die andere Richtung: Die ISTAC-Zahlen weisen für den Juni auf den Kanaren 142.409 gemeldete Arbeitslose aus, ein Rückgang von 5,5 Prozent verglichen mit demselben Monat des Vorjahres. Kletternde Preise fallen also mit einer Erholung am Arbeitsmarkt zusammen, denn weniger Menschen sind ohne Job.
Preisdruck trifft die Kanaren stärker als zu Jahresbeginn
In das Gesamtbild steigender Lebenshaltungskosten auf dem Archipel passen die jüngsten Daten dennoch ohne Weiteres. Wie kräftig es teurer wurde, ließ sich zuletzt vor allem am Wohnungsmarkt ablesen. Die Kanarischen Inseln kämpfen unter anderem mit erneut steigenden Immobilienpreisen bei zugleich einbrechendem Neubau auf den Kanaren.
Die Wohnungspreise legten kräftig zu. Der schwache Neubau treibt sie weiter: Die Nachfrage ist hoch, das Angebot bleibt gering.
Der allgemeine Verbraucherpreisindex misst die Entwicklung eines breiten Warenkorbs und deckt damit weit mehr ab als allein die Wohnkosten. Mit dem Sprung auf 3,4 Prozent verzeichnet der Juni den höchsten Monatswert, den das laufende Jahr 2026 bisher gesehen hat. Er übertrifft sämtliche zuvor gemessenen Monate dieses Zeitraums.















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