Ein Erdbeben der Stärke 2,3 ist am späten Dienstagabend vor El Hierro gemessen worden. Der Erdstoß ereignete sich um 23.03 Uhr. Das Epizentrum lag in 31 Kilometern Tiefe. Ermittelt wurden die Daten vom spanischen Nationalen Geographischen Institut (IGN).
Ein Beben dieser Größenordnung gehört auf den Kanaren zum Alltag. Der Archipel ist vulkanischen Ursprungs, leichte seismische Aktivität gehört entsprechend zum normalen Bild. Erschütterungen dieser Stärke werden von Menschen an der Oberfläche in der Regel nicht wahrgenommen und richten keine Schäden an.
Obwohl es bereits das dritte kleine Erdbeben rund um El Hierro binnen weniger Tage war, lag die Seismizität zuletzt sogar unter dem ansonsten üblichen Niveau. Innerhalb einer Woche verzeichnete das IGN vor den Kanaren zwölf Erdstöße, ein Wert leicht unter dem Durchschnitt. Auf einen Monat gerechnet wurden 87 Erschütterungen registriert, also durchschnittlich 2,9 täglich bei einer mittleren Stärke von 1,9.
Kanaren-Erdbeben unter Durchschnitt
Das IGN und das vulkanologische Institut der Kanarischen Inseln, INVOLCAN, überwachen die Lage fortlaufend. Nach Einschätzung der Seismologen und Geologen bedeutet eine Häufung kleiner Beben nicht automatisch eine erhöhte Gefahr. Sie wird dennoch genau verfolgt, auch weil El Hierro seit dem Vulkanausbruch von 2011 zu den drei am dichtesten überwachten Gebieten des Archipels zählt.
Zuletzt registrierte das IGN auf El Hierro ein Beben der Stärke 2,1. Auch vor anderen Inseln kam es zu Bewegungen, darunter mehrere Erdbeben bis Stärke 3,3 vor den Kanaren.
Deutlich intensiver war das Geschehen zuletzt unter dem Teide auf Teneriffa. Dort erfasste das Nationale Geographische Institut eine hohe Zahl an Erschütterungen und alarmierte sogar den Zivilschutz auf Teneriffa. Das Beben vor El Hierro bewegt sich im Vergleich dazu am unteren Ende der messbaren Aktivität.
















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