120 Kilometer vor Lanzarote erschütterte am Samstag ein Beben der Stärke 2,8 den Untergrund. Der Erdstoß ereignete sich um 8.18 Uhr. Das Epizentrum lag in 30 Kilometern Tiefe. Grundlage der Daten sind Messungen des spanischen Geographischen Instituts (IGN) auf den Kanaren, die vom Euro-Mediterranean Seismological Centre (EMSC) veröffentlicht wurden.
Ein Einzelbeben dieser Größenordnung fällt im geologischen Alltag der Kanaren kaum ins Gewicht. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs, schwache seismische Bewegungen im Untergrund gehören dort zum Normalzustand. Erschütterungen dieser Stärke bleiben für Menschen an der Oberfläche in der Regel unbemerkt, zumal das Beben weit vor der Küste und in erheblicher Tiefe lag.
Die aktuelle Auswertung der EMSC-Daten ordnet den Erdstoß in ein ruhiges Gesamtbild ein. Auf 95 Beben kam das IGN im Kanaren-Gebiet innerhalb der vergangenen 30 Tage, durchschnittlich also etwa 3,2 Erdstöße täglich. Weitere 17 Erschütterungen wurden binnen einer Woche verzeichnet, auch das ein normaler Wert. Im Mittel erreichten die Beben eine Stärke von 1,9.
Seismische Aktivität auf den Kanaren im Normalbereich
Das IGN und das Vulkanologische Institut der Kanaren, INVOLCAN, überwachen den Untergrund des Archipels fortlaufend mit einem festen Netz aus Messstationen. Nach Einschätzung von Seismologen und Geologen bedeutet eine Häufung kleiner Beben nicht automatisch eine erhöhte Gefahr. Solche Serien werden dennoch genau beobachtet, da sie Bewegungen von Magma oder Fluiden im Untergrund anzeigen können.
Zuletzt fielen vor allem einzelne Regionen des Archipels mit höherer Aktivität auf. Unter dem Teide auf Teneriffa hatte das IGN binnen kurzer Zeit eine dichte Serie von Erschütterungen erfasst und den Zivilschutz informiert, wie der Bericht zu den 221 Erdbeben am Teide festhielt. Zuletzt wurden vor Gran Canaria mehrere spürbare Erdbeben gemessen, darunter das jüngste rund 60 Kilometer vor der Insel.
Das aktuelle Beben vor Lanzarote bleibt von der Intensität her im Rahmen. Die Stärke von 2,8 übertrifft zwar den 30-Tage-Mittelwert, bleibt jedoch klar unterhalb der Grenze, ab der Menschen an Land Erdstöße deutlich spüren.
















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