Gran Canaria ist am Freitagmorgen von einem spürbaren Erdbeben erschüttert worden. Um 9.50 Uhr registrierten das Nationale Geographische Institut (IGN) und das Vulkanologische Institut der Kanarischen Inseln (INVOLCAN) einen Erdstoß der Stärke 4,8. Das Beben ereignete sich im Atlantik, rund 61 Kilometer nördlich von Las Palmas de Gran Canaria und 30 Kilometer unter der Meeresoberfläche.
Die Kanarischen Inseln sind vulkanischen Ursprungs und daher regelmäßig von seismischen Aktivitäten betroffen. Ein Signal dieser Stärke ist jedoch selten: Es war das stärkste Beben des laufenden Jahres. Zuletzt hatte das IGN am 26. Februar einen Erdstoß der Stärke vier in der Nähe des unterseeischen Vulkans Enmedio gemessen.
Das Beben war im gesamten Norden und Osten von Gran Canaria spürbar, unter anderem in Gáldar, Las Palmas, Arucas, Agaete, Ingenio, Becerril, Puerto de las Nieves und Tenteniguada. Auch auf Fuerteventura und auf Teneriffa nahmen Menschen den Erdstoß wahr. Auf Fuerteventura besonders im Westen bei Betancuria, auf Teneriffa etwa in Puerto de la Cruz und Güímar.
Stärke 4,8: Erdbeben auf mehreren Kanaren-Inseln spürbar
Von den anderen Inseln aus betrachtet lag das Epizentrum laut IGN 105 Kilometer nordöstlich von Santa Cruz de Tenerife und rund 117 Kilometer westlich der Nordküste Fuerteventuras. Die Intensität wurde mit II bis III auf der Europäischen Makroseismischen Skala eingestuft.
Das bedeutet: Das Beben war auch dort für Anwohner deutlich zu spüren. Allerdings sei es eher in Gebäuden bemerkbar gewesen, während es im Freien oder im Schlaf meist unbemerkt blieb, heißt es aus dem IGN. Schäden an Gebäuden oder Infrastruktur wurden nicht gemeldet.
Bewohner von Gran Canaria berichten, dass Innenräume für mehrere Sekunden spürbar vibrierten. In Betancuria auf Fuerteventura hörten Anwohner zudem ein lautes Grollen während des Erdstoßes.
Das INVOLCAN teilte ferner mit, dass das aktuelle Erdbeben in keinem Zusammenhang mit der seismischen Aktivität, die in den vergangenen Monaten auf Teneriffa verzeichnet wurde, stehe. Die Seismizität auf den Kanarischen Inseln wird kontinuierlich überwacht.
Erdbeben auf den Kanaren mit Vor- und Nachbeben
Bereits rund 35 Minuten vor dem Hauptbeben registrierte das IGN zwischen Gran Canaria und Teneriffa einen Erdstoß der Stärke 2,1 in vier Kilometern Tiefe. Nach dem Hauptbeben folgten zwei weitere Erschütterungen mit den Stärken 2,2 und 3,4. Die Daten stammen vom IGN, von INVOLCAN sowie vom Centro Sismológico Euro-Mediterráneo.
Experten des INVOLCAN erklärten, Erdbeben dieser Art hingen mit den besonderen geologischen Bedingungen der Atlantikregion zusammen. Die seismischen Institute beobachten die Lage weiterhin.
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Stärkstes Erdbeben des Jahres trifft die Kanaren
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