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Sonntag, 5. Juli 2026
Kanaren

Zur Oster-Hochsaison: Flughafenstreik trifft die Kanaren

In Spanien beginnt am Montag ein landesweiter Flughafen-Streik. Er soll sich über die gesamte Oster-Reisewelle erstrecken. Damit treffen die Gewerkschaften einen neuralgischen Punkt.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Landesweiter Flughafen-Streik in Spanien ab 27. März trifft alle großen Kanaren-Airports während der Oster-Reisewelle.
  • Groundforce streikt täglich in Zeitfenstern, Menzies ganztägig an mehreren Tagen zwischen 28. März und 6. April.
  • Reisenden wird empfohlen: Online-Checkin nutzen, deutlich früher am Flughafen erscheinen, Flugstatus regelmäßig prüfen

Wer in den nächsten Tagen Richtung Kanaren aufbrechen will, dem könnte der Beginn des Osterurlaubs gehörig vermiest werden. Pünktlich zur großen Reisewelle setzen die Gewerkschaften ab Montag auf einen Streik mit maximaler Wirkung. Im ganzen Land sind rund zwanzig Flughäfen betroffen, und darunter befinden sich sämtliche großen Airports der Kanarischen Inseln.

Mehrere Gewerkschaften zugleich haben zu den Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Vorausgegangen waren Tarifverhandlungen mit den Abfertigungsunternehmen Groundforce und Menzies, die erneut ohne Ergebnis blieben. Beide Firmen kümmern sich um zentrale Abläufe am Flughafen, etwa um Check-in, Boarding, Gepäckabfertigung, Betankung und den Transport auf dem Vorfeld.

Den Arbeitgebern werfen die Gewerkschaften vor, vereinbarte Lohnanpassungen nicht vollständig umzusetzen oder bei den Arbeitsbedingungen keine ausreichenden Verbesserungen anzubieten. Spürbar werden die erwarteten Folgen des Streiks ausgerechnet auf den Kanaren besonders deutlich sein.

Streiks treffen Kanaren-Airports zu Ostern

Grundsätzlich lassen sich die Kanarischen Inseln zwar auch per Schiff erreichen, doch der Großteil der Urlauber und Geschäftsreisenden setzt nach wie vor auf das Flugzeug. Entsprechend empfindlich reagieren die Inseln auf Störungen im Luftverkehr, und das gilt umso mehr, als die Passagierzahlen während der Semana Santa (Ostern) traditionell stark in die Höhe schnellen.



Im Einzelnen betroffen sind die Flughäfen Teneriffa Süd, Teneriffa Nord, Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura. An all diesen Orten sind Groundforce und Menzies tätig, weshalb es in mehreren Bereichen gleichzeitig zu Verzögerungen kommen kann.

Darum streiken die Flughafen-Mitarbeitenden auf den Kanaren

Zwei verschiedene Muster prägen den Streik. Bei Groundforce wird unbefristet und in Teilstreiks gestreikt, und zwar täglich in drei festen Zeitfenstern: morgens von fünf bis sieben Uhr, dann von elf bis 17 Uhr und schließlich noch einmal von 22 bis 24 Uhr. Menzies wiederum hat für den 28. und 29. März sowie für die Zeit vom 2. bis 6. April ganztägige Arbeitsniederlegungen angesetzt. Die Streiktage fallen damit genau in die Hauptreisezeit der Osterferien, und das verschärft die Belastung für die Flughäfen zusätzlich.

Mit einem völligen Stillstand des Flugverkehrs muss trotz der angespannten Lage niemand rechnen. Die spanische Regierung hat sogenannte Mindestdienste verfügt, durch die ein Grundbetrieb erhalten bleiben soll. Längere Wartezeiten beim Check-in und beim Boarding bleiben den Reisenden dennoch kaum erspart.

Verzögerungen drohen auch bei der Gepäckabfertigung, vor allem bei der Ankunft. Mit Verspätungen ist zu rechnen, und diese können sich im Lauf des Tages aufschaukeln. Einzelne Flugausfälle lassen sich ebenfalls nicht ausschließen, besonders an den Tagen, an denen Menzies ganztägig die Arbeit niederlegt.

Kanaren-Streik: Online-Checkin und früh am Flughafen erscheinen

Das Auswärtige Amt macht ausdrücklich deutlich, dass sich Verspätungen und Flugstreichungen nicht ausschließen lassen. Reisenden wird geraten, den Flugstatus engmaschig im Blick zu behalten und sich bei Unsicherheiten direkt an ihre Airline zu wenden. Vor allem für Abflüge von den Kanaren gilt, dass man deutlich früher als sonst am Flughafen sein sollte.

Wer kann, sollte unbedingt online einchecken, denn das verkürzt die Wartezeiten. Weil gerade die Gepäckabfertigung stark betroffen sein kann, empfiehlt es sich zudem, wichtige Dinge im Handgepäck zu verstauen, damit man bei Verzögerungen nicht ohne sie dasteht.

Der Tarifkonflikt selbst wird Spanien wohl noch eine ganze Weile beschäftigen. Nach Darstellung der Gewerkschaften geht es bei Groundforce um die korrekte Umsetzung der im Tarifvertrag vereinbarten Inflationsanpassungen. Bei Menzies wiederum sind rund 3000 Beschäftigte vom Streik erfasst, die ebenfalls bessere Arbeitsbedingungen und eine verlässliche tarifliche Grundlage verlangen. Offen bleibt, ob die Parteien in den kommenden Tagen aufeinander zugehen.

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