60 Kilometer vor Gran Canaria hat die Erde leicht gebebt. Um 23.27 Uhr Ortszeit erfasste das Euro-Mediterranean Seismological Centre (EMSC) das Beben mit einer Stärke von 2,1. Die Auswertung stützt sich auf Messdaten des spanischen Instituto Geográfico Nacional (IGN).
Das Epizentrum lag in 16 Kilometern Tiefe. Ein Beben dieser Stärke spüren Menschen an der Oberfläche in der Regel nicht, nur Messinstrumente erfassen es. Schäden sind bei solchen Werten nicht zu erwarten.
Die Kanarischen Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Leichte seismische Bewegungen sind dort normal, das IGN überwacht sie fortlaufend. Ein einzelnes schwaches Beben lässt für sich genommen keinen Rückschluss auf eine erhöhte Gefahr zu, dient den Fachleuten aber als Teil der laufenden Beobachtung.
Das Beben und die jüngste Aktivität der Kanaren
Fachleute unterscheiden zwischen einzelnen Erschütterungen und sogenannten Bebenschwärmen, bei denen zahlreiche Erdbeben in kurzer Zeit an derselben Stelle auftreten. Der Erdstoß von Montag zählt zur ersten Kategorie und blieb ein Einzelereignis weit von der Küste entfernt.
Davon zu unterscheiden ist das Geschehen unter dem Teide auf Teneriffa, wo das IGN zuletzt mehr schwache Erschütterungen gemessen hat, mehr dazu hier. Auch vor Gran Canaria kam es zuletzt zu spürbaren Erschütterungen, wie das deutlich stärkere Beben vor Gran Canaria zeigt.
Das IGN und das Vulkanologische Institut der Kanaren (Involcan) betreiben ein Netz aus Messstationen auf dem Archipel und im umliegenden Atlantik. Die Daten fließen in Echtzeit in die Überwachung der seismischen und vulkanischen Aktivität ein. Anzeichen für deutlich erhöhte Aktivität sehen die Forscher der Institute nicht. Hotspots wie der Teide und sein umliegender Nationalpark werden dennoch engmaschig überwacht, um mögliche Zunahmen frühzeitig zu erkennen.
















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