Teneriffa hat im Mai 2026 mehr Auslandsgäste verloren als der Rest der Kanaren. Nach Daten des kanarischen Statistikamts ISTAC kamen 428.136 Fluggäste aus dem Ausland auf der Insel an. Das waren 3,5 Prozent weniger als im Mai des Vorjahres.
Die Insel entwickelte sich damit gegen den Trend der übrigen Kanaren. Während Teneriffa Federn ließ, verbuchte Gran Canaria im selben Monat ein Plus von 1,9 Prozent bei den internationalen Ankünften. Kanarenweit fiel das Minus mit 0,7 Prozent weit geringer aus als auf Teneriffa.
Über das ganze bisherige Jahr betrachtet bleibt der Rückgang auf Teneriffa moderater. Rund 2,7 Millionen internationale Gäste erreichten die Insel im Zeitraum Januar bis Mai. Das bedeutet einen Rückgang von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der starke Einbruch im Mai fällt also aus dem sonst flacheren Verlauf der ersten Jahreshälfte heraus.
Tourismus: Teneriffa fällt hinter Gran Canaria zurück
Der Abstand zwischen den beiden großen Inseln zeigt sich klar in den Mai-Zahlen: Gran Canaria legte um 1,9 Prozent zu, Teneriffa büßte 3,5 Prozent ein. Zwischen beiden Werten liegen mehr als fünf Prozentpunkte.
Auch wenn es zwischen Zahlen und Zufriedenheit keinen sofortigen und direkten Zusammenhang gibt, zeigt auch diese Statistik in Richtung Gran Canaria: Ein Flughafen-Ranking mit Gran Canaria an der Spitze und Teneriffa weit dahinter deutete auch in Sachen Zufriedenheit zuletzt ähnliches an. Auch auf Fuerteventura hatten die Ankünfte zuletzt nachgegeben, wobei dort der stärkste Rückgang bei deutschen Fluggästen auffiel.
Kanaren-Urlauber: Neue Verbindungen sollen gegensteuern
Um die verlorene Nachfrage auszugleichen, setzt Teneriffa auf zusätzliche Flugrouten. So kündigte Air Canada vier wöchentliche Direktflüge zwischen Teneriffa und Kanada ab Oktober an. Solche Anbindungen zielen auf Herkunftsmärkte, die bislang kaum über Direktflüge erreichbar waren.
Zur Einordnung der Nachfrage dient auch das Angebot an privaten Unterkünften: Im offiziellen Register der Kanaren finden sich aktuell knapp 73.000 Ferienunterkünfte. Damit steht dem schwankenden Zustrom aus dem Ausland zumindest ein breites Bett-Angebot gegenüber, sobald die Zahlen wieder steigen. Das wird spätestens in der Winter-Hauptsaison erwartet.
















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