Eine Frau ist am Montag nach einem Herzstillstand im Meer vor Fuerteventura gestorben. Der Vorfall ereignete sich gegen 16.45 Uhr am Strand Nido de las Águilas im Gemeindegebiet von Puerto del Rosario. Bei der Notrufzentrale 112 der Regierung der Kanaren ging die Meldung ein, dass eine Person mit dem Gesicht nach unten im Wasser treibe.
Noch bevor die Rettungskräfte den Strand erreichten, zog ein anderer Badegast die Frau aus dem Wasser ans Ufer. Rettungsschwimmer des Wasserrettungsdienstes und Feuerwehrleute aus Puerto del Rosario stellten fest, dass die Frau nicht mehr atmete, und begannen mit der Wiederbelebung. Der Rettungsdienst schickte zwei Krankenwagen mit Basisversorgung zum Einsatzort.
Ein Arzt und eine Pflegefachkraft des Gesundheitszentrums von Puerto del Rosario übernahmen die erweiterte Reanimation. Trotz aller Bemühungen konnte das medizinische Personal nur noch den Tod der Frau feststellen. Ihre Identität ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht geklärt.
Badeunfall auf Fuerteventura löst Großeinsatz aus
An dem Einsatz beteiligten sich der kanarische Rettungsdienst, das Gesundheitszentrum von Puerto del Rosario, die Feuerwehr, der Wasserrettungsdienst sowie Policía Local und Policía Nacional. Die beiden Polizeieinheiten sicherten den Bereich und führten die Ermittlungsmaßnahmen bis zum Eintreffen der Justizbehörde durch.
Der Fall ist Teil einer Entwicklung, die die Regierung der Kanaren zuletzt mit Zahlen aufzeigte. Im ersten Halbjahr 2026 ertranken auf den Kanarischen Inseln 31 Menschen, 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auf Fuerteventura kamen dabei sechs Menschen ums Leben.
52 Prozent der tödlichen Unfälle ereigneten sich in den Nachmittagsstunden, wie es bei einem Badeunfall wie am Montag der Fall war. Von den 31 Todesopfern waren 15 Badende. 19 der Ertrunkenen, also 61 Prozent, gingen ins Wasser, obwohl die Regierung der Kanaren vor hohen Wellen oder Strömungen gewarnt hatte. Mehr dazu erfahren Sie im Bericht zu den steigenden Ertrinkungszahlen auf den Kanaren.
















Noch keine Kommentare zu diesem Artikel.