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Donnerstag, 25. Juni 2026
Kanaren

Behörden warnen Kanaren-Urlauber vor diesen Buchungs-Fallen

Gefälschte Inserate, Phishing-Mails und Zahlungen außerhalb offizieller Plattformen: Die Behörden warnen Kanaren-Urlauber vor Betrug bei der Buchung von Ferienwohnungen. Diese Warnsignale sollten Reisende kennen.

Die Guardia Civil hat vor einer Zunahme von Betrugsfällen bei der Buchung von Ferienwohnungen gewarnt. Über soziale Netzwerke veröffentlichte die Sicherheitsbehörde Hinweise und rief Reisende dazu auf, bei jedem Verdacht Anzeige zu erstatten. „Der Sommer kommt, und die Betrugsmaschen bei Ferienvermietungen nehmen zu“, teilte die Guardia Civil mit.

Im Sommer liegen die Preise für Unterkünfte erfahrungsgemäß höher, weshalb ungewöhnlich günstige Angebote in dieser Jahreszeit ein besonderes Warnsignal sind. Teneriffa News berichtete bereits, dass auf Buchungsplattformen wie Booking.com massenhaft illegale Ferienwohnungsanzeigen auf den Kanaren kursierten. In einigen Fällen enthielten die Inserate sogar Lizenznummern, die nicht von den zuständigen Behörden vergeben worden waren. Das kann schlimmstenfalls zu kurzfristigen Stornierungen führen.

Das Nationale Institut für Cybersicherheit (INCIBE) erläuterte die gängigen Vorgehensweisen der Täter. Eine der häufigsten Maschen sei die Veröffentlichung gefälschter oder duplizierter Inserate mit gestohlenen Fotos echter Unterkünfte und besonders niedrigen Preisen. Was nach der Überweisung mit dem Geld geschieht, beschreibt die Behörde so:

Ferienwohnungsbetrug auf den Kanaren: So gehen die Täter vor

Nach einer geleisteten Überweisung verschwinde der angebliche Vermieter in der Regel, erklärte INCIBE. Das Opfer stelle anschließend fest, dass die Unterkunft nicht existiert oder der echte Eigentümer von der Buchung nichts weiß. Die Anzahlung oder Überweisung sei dann verloren.



Häufig setzen die Täter auf Phishing. Sie versenden E-Mails oder Nachrichten, die die Identität bekannter Tourismusunternehmen vortäuschen, und werben mit zeitlich begrenzten, scheinbar unschlagbaren Angeboten. Auch über soziale Netzwerke bewerben Cyberkriminelle vermeintliche Schnäppchen oder kontaktieren ihre Opfer direkt.

Schutz vor Ferienwohnungsbetrug für Kanaren-Urlauber

Ein klares Warnsignal ist nach Angaben der Behörden die Bitte, die Zahlung außerhalb der offiziellen Plattform abzuwickeln. Zu verlockende Angebote sollten grundsätzlich als möglicher Betrug gewertet werden, ebenso ungewöhnlich niedrige Preise in der Hochsaison.

Als Schutzmaßnahmen empfehlen die Guardia Civil und INCIBE sichere Zahlungsmethoden wie (virtuelle) Kreditkarten sowie die Prüfung der Echtheit jeder Buchungswebsite. Bank- oder Personaldaten sollten nicht auf unsicheren Seiten eingegeben und verdächtige Links nicht angeklickt werden. „Im geringsten Zweifel an einem Betrug, erstatten Sie Anzeige“, appelliert die Guardia Civil. Eine Anzeige helfe, weitere potenzielle Opfer zu warnen.

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