Die Wohnungspreise auf dem freien Markt der Kanaren sind binnen eines Jahres um 13,6 Prozent gestiegen. Nach Angaben des kanarischen Statistikamts ISTAC lag der Quadratmeterpreis für Wohnfläche im ersten Quartal 2026 bei etwa 2234 Euro. Der Zuwachs übertrifft die allgemeine Teuerung deutlich.
Zum Vergleich stiegen die Verbraucherpreise auf den Kanaren im Mai 2026 gegenüber dem Vorjahr um 3,2 Prozent. Die Immobilienpreise wuchsen also mehr als viermal so schnell wie die Preise für Waren und Dienstleistungen insgesamt. Für Käufer bedeutet das einen Aufschlag von mehr als einem Achtel gegenüber dem Vorjahresquartal.
Während die Preise anziehen, gerät der Neubau ins Stocken. Lediglich 287 Baugenehmigungen für Wohnungen vergaben die Behörden auf den Kanaren im Februar 2026. Das waren 42,1 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres, ein Rückgang um fast die Hälfte.
Kanaren-Immobilien: Kauf-Preise steigen, Neubauten brechen ein
Weniger Genehmigungen heute bedeuten weniger fertige Wohnungen in den kommenden Jahren. Das knappere Angebot trifft auf eine anhaltend hohe Nachfrage, was den Preisdruck auf dem freien Markt verstärkt. Die beiden ISTAC-Werte beschreiben damit zwei Seiten derselben Entwicklung: steigende Preise bei zugleich schrumpfendem Zubau.
Die Preis-, Bau- und Inflationsdaten gelten für alle Kanarischen Inseln in ähnlicher Weise. Sie zeichnen ein einheitliches Bild eines angespannten Wohnungsmarkts über den gesamten Archipel hinweg.
Zehntausende Wohnungen auf Teneriffa jetzt Ferienunterkunft
Speziell auf Teneriffa entzieht der Tourismus dem Wohnungsmarkt zusätzlichen Bestand. Auf der Insel verzeichnet das vom kanarischen Tourismusministerium herausgegebene Register rund 30.696 Ferienunterkünfte. Zusammen bieten sie rund 128.811 Gästebetten.
Jede dieser Einheiten steht dem regulären Mietmarkt nicht zur Verfügung. Auf Teneriffa überlagern sich damit drei Faktoren: kräftig steigende Preise, ein einbrechender Neubaumarkt und ein umfangreicher Bestand, der als Ferienunterkunft gebunden ist. Die Preise für Wohnraum werden damit vorerst mindestens stabil hoch bleiben.















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