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Montag, 6. Juli 2026
Kanaren

Auffällige Spritpreise: Kanaren-Regierung nimmt Tankstellen unter die Lupe

Auf den Kanaren steigen die Spritpreise binnen Tagen, sinken jedoch erst nach Wochen. Die Regierung lässt sich nun die Preise zahlreicher Tankstellen erklären. Bei Verstößen drohen Sanktionen.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Die Regierung der Kanaren prüft 78 Tankstellen, weil die Kraftstoffpreise auffällig langsam sinken.
  • Steigende Rohölpreise erreichen die Zapfsäulen laut Regierung binnen 48 bis 72 Stunden, sinkende erst nach zehn bis 13 Tagen.
  • Bei Hinweisen auf missbräuchliches Verhalten kann die Wettbewerbsaufsicht ein Sanktionsverfahren einleiten.
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Die Regierung der Kanaren hat 78 Tankstellen auf dem Archipel unter die Lupe genommen, da die Kraftstoffpreise auffällig langsam sinken. Anlass sind Berichte, die zeigen, dass Preiserhöhungen deutlich schneller an die Kunden weitergegeben werden als Preissenkungen. Angekündigt hat die Inspektion Vizepräsident und Regierungsrat Manuel Domínguez.

Nach den Zahlen der Regierung erreichen steigende Rohölpreise die Zapfsäulen innerhalb von 48 bis 72 Stunden. Sinkt der Rohölpreis, dauert es dagegen zwischen zehn und 13 Tagen, bis ein Teil des Rückgangs bei den Verbrauchern ankommt. Die Wirtschaftswissenschaft beschreibt dieses Muster als Raketen- und Feder-Effekt: Preise steigen schnell wie eine Rakete, fallen jedoch langsam wie eine Feder.

Die Untersuchung stützt sich auf Berichte, die die Generaldirektion für Handel und Verbraucherschutz in Auftrag gegeben hat. Vier Marken kontrollieren zusammen 76,7 Prozent des gesamten Tankstellennetzes auf den Kanaren, unabhängige Anbieter sind nur in geringem Umfang vertreten. Ob die Regierung am Ende Sanktionen ausspricht, hängt von der Auswertung der Unterlagen ab, die die Betriebe nun vorlegen müssen.

Kanaren untersuchen Spritpreise an Tankstellen

„Es hat überrascht, dass die Kraftstoffpreise auf den Kanaren nahezu unmittelbar gestiegen sind, sobald die internationalen Preise anzogen. Deshalb hat die Regierung eine gründliche Analyse veranlasst, um festzustellen, ob es sich um ein normales Marktverhalten oder um eine ungewöhnliche Situation handelt“, sagte Domínguez, der zugleich als Regierungsrat für Wirtschaft, Industrie und Handel zuständig ist.



Den Inspektionsdienst stellt die Generaldirektion für Handel und Verbraucherschutz. Die Betriebe müssen nun Unterlagen über ihre Preisstrategien im untersuchten Zeitraum vorlegen. Die Ergebnisse gehen anschließend an die Wettbewerbsaufsicht.

Sanktionen gegen Tankstellen auf den Kanaren möglich

Nach Auswertung der Daten der Spritpreise kann die Behörde die Ermittlungen einstellen oder ein Sanktionsverfahren einleiten. Über ein solches Verfahren entscheidet der Kanarische Rat für Wettbewerbsaufsicht oder gegebenenfalls die Nationale Kommission für Wettbewerbsaufsicht.

Die kanarische Regierung werde handeln, falls die Untersuchung Hinweise auf Unregelmäßigkeiten oder missbräuchliches Verhalten ergebe. Man werde keine Situation hinnehmen, die den Verbrauchern auf den Kanaren schade, sagte Domínguez. Nach Angaben der Regierung belasten die ungleichen Preisanpassungen Familien und Selbstständige und wirken sich auf Lebenshaltungskosten, Mobilität und Wettbewerbsfähigkeit aus. Laut kanarischem Statistikamt ISTAC stiegen die Verbraucherpreise auf den Kanaren im Mai gegenüber dem Vorjahr um 3,2 Prozent.

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