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Sonntag, 5. Juli 2026
Kanaren

Immobilienpreise auf den Kanaren klettern stark: Westen jetzt teurer als Osten

Der Wohnungskauf im Westen der Kanaren ist teurer geworden als im Osten. In der Provinz Santa Cruz stiegen die Preise binnen eines Jahres um 15,7 Prozent. Das hat spürbare Konsequenzen für Käufer.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Die Provinz Santa Cruz de Tenerife hat Las Palmas als teuerste Kanarenprovinz für den Immobilienkauf abgelöst.
  • Der Quadratmeterpreis in Santa Cruz stieg binnen eines Jahres um 15,7 Prozent auf 2264,70 Euro.
  • Käufer einer 80-Quadratmeter-Wohnung zahlen in Santa Cruz rund 4936 Euro mehr als in Las Palmas.
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Die Provinz Santa Cruz de Tenerife hat Las Palmas de Gran Canaria als teuerste Kanarische Provinz für den Immobilienkauf abgelöst. Laut der jüngsten Statistik des Ministeriums für Wohnen und Stadtentwicklung erreichte der bewertete Quadratmeterpreis im ersten Quartal 2264,70 Euro und legte damit binnen eines Jahres um 15,7 Prozent zu.

Die Kanarischen Inseln sind in zwei Provinzen aufgeteilt: Der Westen gehört zu Santa Cruz de Tenerife, der Osten zu Las Palmas. Dort kostete der Quadratmeter im selben Zeitraum 2203 Euro, ein Plus von 11,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, doch ein niedriger Anstieg als auf der anderen Seite der Inseln.

Der Abstand zwischen beiden Provinzen beträgt damit 61,70 Euro pro Quadratmeter. Beide Provinzen liegen inzwischen jenseits der Marke von 2200 Euro und damit nahe am spanischen Durchschnitt von 2315,70 Euro pro Quadratmeter, der bundesweit um knapp 14 Prozent kletterte. Für Käufer bedeutet der Unterschied deutliche Mehrkosten.

Knappes Immobilien-Angebot auf den Kanaren

Wer eine 80 Quadratmeter große Wohnung in der Provinz Santa Cruz de Tenerife erwirbt, zahlt gemessen an den Mittelwerten rund 4936 Euro mehr als in der Provinz Las Palmas. Das Ministerium führt die Preisanstiege auf den Kanaren auf das Spannungsverhältnis zwischen begrenztem Angebot und steigender Nachfrage zurück.



Auf der Angebotsseite blieb der öffentliche Wohnungsbau weit hinter den Ankündigungen zurück. Teneriffa News berichtete bereits über das Versagen beim Wohnungsbau auf den Kanaren: Von 2703 bis zum Jahr 2025 angekündigten Sozialwohnungen waren bis Oktober lediglich 48 fertiggestellt, während 27.000 Menschen auf eine solche Wohnung warteten.

Die Kanarische Politik hat auf die Entwicklung reagiert und diskutiert Förderprogramme für junge Menschen, mit denen sowohl Miete als auch Kauf subventioniert werden sollen. Ebenfalls im Gespräch ist eine Begrenzung des Immobilienerwerbs durch Ausländer. Zusätzlich verteuert sich das Leben auf den Inseln generell: Laut dem Statistikamt ISTAC stiegen die Verbraucherpreise auf den Kanaren im Mai 2026 um 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Immobilienpreise auf den Kanaren im nationalen Vergleich

Auch wenn die Preise erneut deutlich stiegen, bleiben die Kanarischen Inseln im landesweiten Ranking deutlich hinter den Spitzenreitern zurück: Teuerste Provinz Spaniens ist Madrid mit 4047,50 Euro pro Quadratmeter. Damit liegt die Hauptstadtprovinz als einzige jenseits der 4000-Euro-Grenze. Es folgen die Balearen mit 3885,60 Euro, Guipúzcoa im Norden Spaniens mit 3419,70 Euro, Barcelona mit 3207,70 Euro und Málaga mit 2988 Euro pro Quadratmeter.

Am günstigsten kommen Käufer in Teruel mit 1003,80 Euro pro Quadratmeter davon. Noch niedriger liegen zwei Provinzen in Extremadura: Cáceres mit 946,80 Euro und Badajoz mit 987,50 Euro pro Quadratmeter. Den stärksten prozentualen Anstieg verzeichnete Segovia in Kastilien und León mit einem Plus von 19,1 Prozent auf 1479,40 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Zaragoza mit 16 Prozent auf 1905 Euro.

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