Die spanische Regierung hat am Donnerstag der kanarischen Initiative zur Begrenzung des Immobilienerwerbs durch nicht ansässige Ausländer den Rücken gestärkt. Bei einem Treffen in Madrid zwischen der Ministerin für Wohnungswesen und Stadtentwicklung, Isabel Rodríguez, und ihrem kanarischen Amtskollegen Pablo Rodríguez wurden die meisten Vorschläge der Kanaren zum Staatlichen Wohnungsbauplan akzeptiert.
Auch der Staatssekretär für Wohnungswesen, David Lucas Parrón, und der Generaldirektor für Wohnungswesen, Francisco Javier Martín, nahmen an dem Treffen teil. Pablo Rodríguez betonte, dass der Staat damit die kanarischen Bemühungen um den Schutz des Wohnungszugangs für Einheimische auf EU-Ebene unterstützt.
Der Immobilienkauf durch nicht ansässige Ausländer machte in den vergangenen Jahren etwa ein Drittel der Transaktionen auf dem Archipel aus. Diese Entwicklung treibe zusammen mit dem Boom bei kurzfristigen Ferienvermietungen die Preise in die Höhe und erschwere den Zugang zu Wohnraum für die einheimische Bevölkerung.
Kanaren setzen auf Regulierung des Wohnungsmarkts
Ziel ist es, den Markt zu stabilisieren und die soziale Nachhaltigkeit zu sichern, indem das Recht der Einwohner auf angemessenen Wohnraum gewahrt bleibt. Laut dem Minister zeige die Unterstützung, dass die kanarische Initiative machbar und mit den Gegebenheiten der ultraperipheren Regionen vereinbar sei.
Antonio Ortega, Direktor des Kanarischen Wohnungsinstituts, erklärte, dass das Ministerium 80 Prozent der kanarischen Vorschläge zur Anpassung des Wohnungsbauplans an die Inselrealität akzeptiert hat. Nun werde daran gearbeitet, die Maßnahmen konkret auszugestalten. Ortega sagte, dass die Verteilungskriterien bei der nächsten Sektoralkonferenz erneut diskutiert werden sollten.
Zu den kanarischen Vorschlägen gehört die Aktualisierung der Verteilungskriterien, die noch auf Parametern von 1991 basieren, sowie die Anerkennung der zusätzlichen Kosten für Bau und Entwicklung auf dem Archipel. Zudem sollen die Einkommensgrenzen für den Zugang zu öffentlichem Wohnraum überprüft werden, um sie an die aktuelle sozioökonomische Lage anzupassen.
Finanzierung und Maßnahmen gegen Mietrückstände
Der kanarische Regierungsvorschlag umfasst auch die Finanzierung von Verwaltungs- und Managementkosten innerhalb des Plans, um die notwendigen Ressourcen für Personal und Bearbeitung sicherzustellen. Maßnahmen zur Bekämpfung von Mietrückständen sollen ebenfalls umgesetzt werden, um rechtliche Sicherheit zu bieten und mehr Vermieter zu ermutigen, ihre Immobilien dem geschützten Mietmarkt zur Verfügung zu stellen.
Bei einem Treffen der EU-Inselkommission in Barcelona betonte die kanarische Regierung die Notwendigkeit einer EU-Strategie für Inselregionen im Wohnungswesen. Diese Regionen benötigen eine spezifische Politik, um den Zugang zu Wohnraum zu sichern und ein nachhaltiges Gleichgewicht zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und sozialer Kohäsion zu gewährleisten.
Die Unterstützung des Wohnungsministeriums stärkt die Erwartungen der Kanaren, einen an die Realität des Archipels angepassten Plan zu entwickeln. Ziel ist es, die Verfügbarkeit von erschwinglichem Wohnraum zu erhöhen, den Schutz der Einwohner zu verstärken und den Immobilienmarkt zu stabilisieren.
Sehen Sie jetzt:
Immobilien auf den Kanaren werden 22 Prozent teurer – so reagiert der Markt![]()










Leserkommentare zu:
Spanien stärkt Kanaren bei Immobilienkauf-Stopp für Ausländer
Diese Funktion ist unseren Mitgliedern vorbehalten. Hier finden Sie unsere Angebote.