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Kanaren und Katalonien: Tourismusprotest-Hochburgen schließen Kooperation

Die Kanarischen Inseln und Katalonien kooperieren künftig enger miteinander. Es geht um Tourismus und weitere Aspekte.

Von Juan Martín – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Das Wichtigste in Kürze:
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  • Die Kanaren und Katalonien vereinbaren Kooperation in Forschung, Wohnungsbau, nachhaltiger Tourismusentwicklung und Migrationspolitik.
  • Beide Regionen wollen gemeinsam gegen touristischen Druck vorgehen – nach massiven Anti-Massentourismus-Protesten in den Vorjahren.
  • Präsidenten Clavijo und Illa unterzeichneten in Barcelona eine entsprechende Erklärung; ähnliche Abkommen bestehen bereits mit anderen spanischen Regionen.
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Fernando Clavijo und Salvador Illa haben eine Zusammenarbeit in Forschung, Wohnungswesen und nachhaltigem Tourismus vereinbart. Der Präsident der Kanaren traf Illa, den Präsidenten der Generalitat von Katalonien, am Mittwoch in Barcelona. Gemeinsam wurde eine Erklärung unterzeichnet.

Die Kooperation umfasst die Bereiche Forschung, Innovation, Wohnungsbau, nachhaltiger Tourismus und eine Migrationskooperation. Clavijo betonte, dass diese Vereinbarung die Beziehungen zwischen den Kanaren und Katalonien weiter stärken werde, insbesondere in Bereichen, in denen beide Regionen vor ähnlichen strukturellen Herausforderungen stehen. Der Kanaren-Präsident sagte, dass gemeinsame Anstrengungen effektiver seien als politische Konfrontationen.

Clavijo erinnerte daran, dass die Kooperation Teil einer umfassenderen Strategie seines Regierungsprogramms sei. Bereits mit anderen autonomen Gemeinschaften wie dem Baskenland, Kastilien-La Mancha und Andalusien bestehen ähnliche Vereinbarungen. Während des Treffens diskutierten Clavijo und Illa aktuelle Themen wie Migration, die politische Lage in Spanien, demografische Herausforderungen und die Schwierigkeiten beim Zugang zu Wohnraum.

Kanaren suchen Kooperation für Forschung, Innovation und Wohnungsbau

Die Zusammenarbeit umfasst drei Hauptbereiche. Zunächst gibt es einen Strategieplan für gemeinsame Forschungs- und Innovationsprojekte in strategisch relevanten Bereichen wie Wohnungsbau, digitale Transformation, Nachhaltigkeit, intelligenter Tourismus, erneuerbare Energien, Biotechnologie, Gesundheit, künstliche Intelligenz, Astrophysik, Raumfahrt und Meeresforschung. Ziel ist der Austausch bewährter Praktiken und gemeinsame Aktionen auf Basis sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Nachhaltigkeitskriterien.

Das Abkommen sieht auch die gemeinsame Nutzung von Laboren, Inkubatoren und Unternehmensbeschleunigern vor. Außerdem sollen Ausbildungsprogramme in technologischen Kompetenzen gefördert, Allianzen zwischen Unternehmen, Universitäten und Forschungszentren gestärkt sowie Wohnungsbaupolitik unterstützt und das Unternehmertum ausgebaut werden.

Außerdem soll die Migration gemeinsam gestemmt werden. Dabei sollen strukturelle Ursachen in den Herkunftsländern erarbeitet und beseitigt werden. Beide Verwaltungen betonten die Notwendigkeit, Erfahrungen zu teilen und Anstrengungen zu koordinieren.

Kanaren & Katalonien: Strategien gegen touristischen Druck

Der dritte Bereich betrifft das Thema des nachhaltigen Tourismus. Die gemeinsame Erklärung sieht vor, Projekte zu fördern, die dem zunehmenden touristischen Druck entgegenwirken. Beide Regionen hatten in den vergangenen Jahren mit massiven Anti-Massentourismus-Protesten zu kämpfen. Sowohl die Kanaren als auch Katalonien stehen vor ähnlichen Herausforderungen in diesem Bereich und setzen auf koordinierte Strategien, um die Auswirkungen des Tourismus zu verringern.

Das Treffen in Barcelona war das zweite in diesem Jahr zwischen Clavijo und Illa. Bereits am 24. Januar trafen sich beide Präsidenten. Die kanarische Regierung ist überzeugt, dass die Konsolidierung dieser territorialen Allianzen ihre Position in wichtigen Debatten auf nationaler und europäischer Ebene stärkt.


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Über den Autor

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Juan Martín

Juan Martín ist Journalist bei Teneriffa News. Er ist auf den Kanaren zu Hause und kennt sich dort bestens aus. Zum Autorenprofil von Juan Martín.

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