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Überraschende Studie: So stehen die Kanaren wirklich zum Tourismus

Die Debatte über Massentourismus bestimmt den Alltag. Eine Studie zeigt jetzt, wie die Einwohner der Kanaren wirklich zum Tourismus stehen.

Von Johannes Bornewasser – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Das Wichtigste in Kürze:
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  • 59% der Kanaren-Bewohner halten das aktuelle Tourismus-Niveau für angemessen, 90% sehen Tourismus als wichtig für die Inseln an.
  • Nur 3,9% der Befragten betrachten Massentourismus als grundlegendes Problem – Migration (16,1%) und Wohnsituation (11,8%) werden als relevanter eingestuft.
  • Drei Viertel der Einwohner sehen den Tourismus als wichtigen Arbeitgeber, während All-Inclusive-Urlaub wegen geringer Ausgaben vor Ort die größte Ablehnung erfährt.
Unsere Mitglieder sehen hier eine praktische Zusammenfassung

Knapp sechs von zehn Einwohnern der Kanaren halten den aktuellen Tourismus-Kurs der Inseln für angemessen. Nur zwei von zehn Einwohnern fühlen sich unwohl mit dem aktuellen Urlauber-Aufkommen. Das zeigt das aktuelle Soziobarometer.

Die Nationale Fernuniversität UNED veröffentlicht regelmäßig verschiedene, für die Bevölkerung relevante Umfragen. Diesmal erfährt die Erhebung besondere Aufmerksamkeit, da die Kanarischen Inseln kurz vor einem Allzeit-Rekord im Tourismus-Sektor stehen.

Die Vereinigung „Canarias tiene un límite“ („Die Kanaren haben eine Grenze“) organisiert die Anti-Massentourismus-Proteste. Aufgrund des anhaltenden Disputs zwischen Protestierenden und Politik entschied sich die UNED dafür, die aktuelle Umfrage dem Umgang mit dem Tourismus zu widmen. Das sind die Erkenntnisse:

Kanaren-Einwohner positionieren sich pro Tourismus

Die Erhebung basiert auf 1511 über verschiedene Altersgruppen und soziale Schichten verteilt geführten Interviews. Demnach sagen knapp neun von zehn Befragten, dass der Tourismus für die Inseln wichtig oder sehr wichtig sei. Dreiviertel der Befragten sehen das besonders für die Gemeinde, in der sie selbst wohnen.

Mit 3,9 Prozent sieht nur eine Minderheit ein grundlegendes Problem im Massentourismus. Als deutlich relevanter erachten 16,1 Prozent der Befragten die Debatte um das Thema Migration. Es folgen die Wohn- und Mietsituation mit 11,8 Prozent und Probleme im Gesundheitswesen mit 10,2 Prozent. Gleichauf liegt das Thema Arbeitslosigkeit.

Auch nach Inseln sehen stets weniger als ein Viertel der Befragten das Thema Massentourismus als problematisch an. An der Spitze liegen demnach Gran Canaria und Lanzarote mit 23 von 100 Befragten vor Teneriffa und Fuerteventura mit gut 19 Stimmen von 100 Teilnehmenden.

Kanaren-Tourismus als Wohlstandsbringer

Knapp ein Drittel der Befragten sieht keinerlei Tourismusfeindlichkeit auf den Kanaren. Etwa vier von zehn Befragten sehen zwar Spannungen, jedoch keine größeren Probleme. Nur rund zwei Prozent der Befragten sehen echte Spannungen.

Wenn die Einwohner sich positionieren müssen, dann erfährt All-Inclusive-Urlaub die größte Ablehnung. Insbesondere, da diese Art von Tourismus für wenig Ausgaben vor Ort sorgt.

Unterdessen sehen drei von vier Befragten auf den Kanaren den Tourismus als wichtigen Arbeitgeber an. Gut sechs von zehn Befragten sehen in ihm einen Bringer von Wohlstand.


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Über den Autor

Überraschende Studie: So stehen die Kanaren wirklich zum Tourismus

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Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Gründer und Herausgeber der Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zum Autorenprofil von .

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