Bis zu 40 Euro würden Besucher der Kanarischen Inseln als Flatrate für den öffentlichen Personen-Nahverkehr bezahlen. Das geht aus einer Studie der Universität La Laguna auf Teneriffa (ULL) und der Universität in Las Palmas auf Gran Canaria (ULPGC) hervor.
Die Forscher haben sich mit der Frage beschäftigt, wie mehr Menschen vom Mietwagen auf den ÖPNV umsteigen würden. Dabei wurden Befragungen durchgeführt und Erkenntnisse gesammelt.
Die Ergebnisse zeigen, dass es nicht nur um den Preis geht. Je nach Altersgruppe und Bildungsstand sind weitere Aspekte wichtig, um freiwillig auf den ÖPNV umzusteigen. Das sind die Einblicke:
Viele Kanaren-Touristen würden Bus-Flatrate buchen
„Mobility as a Service“ (Maas) wird die Bus-Flatrate genannt. Und diesen Service würden insbesondere jüngere und gebildete Kanaren-Touristen buchen, lauten zwei der zentralen Erkenntnisse.
Dazu jedoch müsste es eine Plattform geben, beispielsweise als App, in der sämtliche Informationen zusammengetragen und alles gebucht werden könnte.
Rosa Marina González von der ULL und Juan Carlos Martín von der ULPGC haben für die Studie mit 921 Personen in der Gemeinde Adeje auf Teneriffa und in Maspalomas auf Gran Canaria gesprochen. Demnach zeigen Urlauber ein hohes Maß an Umweltbewusstsein. Laut Studie gelte das insbesondere für Frauen.
Allerdings geht aus der Studie auch eine Diskrepanz zwischen grundsätzlicher Einstellung und tatsächlichem Handeln hervor. Denn viele Menschen würden zwar mehr Bus fahren, buchen derzeit jedoch trotzdem eher einen Mietwagen. Laut Studie steige mit dem Grad des Abschlusses auch die Bereitschaft, auf den ÖPNV auszuweichen.
Das würden Kanaren-Urlauber für die Bus-Flatrate bezahlen
Touristen wären bereit, durchschnittlich 39,53 Euro für eine ÖPNV-Flatrate zu bezahlen. Wichtig sei, dass es dann keine weiteren Einschränkungen mehr gebe, also beispielsweise Zusatzgebühren auf besonders touristischen Linien oder für spezielle Ziele.
Da es auf den Kanaren bereits kostenlose Monats-Fahrkarten für vielfahrende Einheimische gibt und auch die digitale Abrechnung für die Tickets längst zum Alltag gehört, wäre eine Umsetzung – auch als Testphase – vergleichsweise einfach umsetzbar. Die Studie schließt mit der Erkenntnis, dass die grundsätzliche Bereitschaft bestehe und die Politik daher eine Pilotphase umsetzen könne.




















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Urlauber begrüßen Bus-Flatrate für die Kanaren – was würden Sie bezahlen?
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