Fast jede zweite Nacht war im Juli eine „Tropen-Nacht“. Die Kanarischen Inseln stecken mitten in einer klimatischen Veränderung. Was das für Einheimische und Besucher bedeutet.
Fällt das Thermometer in einer Nacht nicht unter die 20-Grad-Marke, gilt sie als Tropennacht. Dieses Phänomen nimmt auf den Kanarischen Inseln laut Daten des spanischen Wetteramts Aemet seit rund zehn Jahren zu.
Innerhalb der vergangenen zehn Jahre verdoppelten sich die tropischen Nächte auf den Kanarischen Inseln. Waren es im Juli 2014 noch sechs, gab es in diesem Jahr bereits 14 Tropennächte auf den Kanaren. Und die Tendenz bleibt steigend:
Kanaren erwarten mehr heiße Nächte
Die Kanaren verfügen über mehr als 70 feste Wetterstationen. Sie sind über alle Inseln verteilt. Im Juli wurden über all diese Stationen in Summe 1409 Tropennächte registriert. Damit lagen in 44 Prozent der Juli-Nächte die Temperaturen bei mehr als 20 Grad Celsius. Pro Station entspricht das durchschnittlich fast 14 Tropennächten.
Für den Juli ist das nicht der höchste Wert. Dieser wurde genau zur Hälfte des Messzeitraums mit 14,16 Tropennächten im Jahr 2020 gemessen. Doch über die Sommermonate verteilt, nimmt der Wert in Summe zu. Im noch laufenden August wurden schon vor der Monatshälfte 17 entsprechend heiße Nächte registriert. 2014 waren es knapp zwölf.
Blieben Anfang des Jahrzehnts ganze Teile der Kanaren davon verschont, sind inzwischen immer mehr Bereiche des Archipels betroffen. Davor warnen auch die Gesundheitsbehörden der Kanarischen Inseln. Demnach leide die Schlafqualität und Risikogruppen seien gefährdet.
Geraten wird diesen mindestens zu Ventilatoren, eher zu Klimaanlagen. Damit das den Effekt nicht weiter steigert, arbeiten die Kanaren daran, ihre Energieversorgung in den kommenden zehn Jahren klimaneutral zu gestalten.






















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Kanaren erleben immer mehr „Tropen-Nächte“ – was das bedeutet
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