Die Regulierung der Ferienwohnungen auf den Kanarischen Inseln befindet sich im Wandel. Immer mehr Eigentümer versuchen, ihre touristische Vermietung zu legalisieren. Doch ein erheblicher Teil der Anträge wird abgelehnt.
Laut der Nachrichtenagentur EFE haben 13.726 Ferienwohnungen eine Registrierung beantragt, jedoch keine Genehmigung erhalten. Der Grund: Sie haben die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllt. Diese Unterkünfte gelten offiziell als nicht zugelassen, auch wenn einigen von ihnen weiterhin auf großen Plattformen zur Ferienvermietung auftauchen.
Die Zahl der Anträge ist in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Viele Betreiber reagieren damit auf die verschärften Kontrollen der Regionalregierung, die systematisch gegen nicht genehmigte touristische Vermietungen vorgeht. Plattformen wie Airbnb und Booking werden zunehmend verpflichtet, nur noch registrierte Unterkünfte zu listen. Eigentümer, die bislang im Graubereich vermieteten, sehen sich deshalb gezwungen, einen formellen Antrag zu stellen, oft mit ernüchterndem Ergebnis:
Kanaren: Wohnungsbesitzer scheitern mit Anträgen zur Ferien-Vermietung
Die Gründe für die Ablehnungen sind vielfältig: Häufig befinden sich die Wohnungen in Gebäuden, die laut Nutzungsordnung nicht für die touristische Vermietung vorgesehen sind. In anderen Fällen fehlt die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft oder die baulichen Voraussetzungen entsprechen nicht den Vorgaben. Auch unvollständige Unterlagen oder fehlende technische Nachweise führen regelmäßig zur Ablehnung.
Mit der großen Zahl nicht genehmigter Ferienwohnungen auf den Kanaren stellt sich die Frage, wie viele dieser Objekte künftig wieder dem regulären Wohnungsmarkt zur Verfügung stehen werden. Eine offizielle Einschätzung gibt es nicht, doch es liegt nahe, dass zumindest einige der betroffenen Eigentümer auf langfristige Vermietung umsteigen werden.
Denn wer die Erlaubnis zur touristischen Nutzung verliert, sucht oft nach einer wirtschaftlich tragfähigen Alternative. Für Einheimische, die seit Jahren unter einem angespannten Wohnungsmarkt leiden, könnte dies mittelfristig zusätzliche Mietangebote schaffen.
Fest steht: Die Diskrepanz zwischen der hohen Nachfrage nach Ferienvermietung und den strengen gesetzlichen Vorgaben wächst weiter. Die kommenden Monate werden zeigen, wie viele der abgelehnten Wohnungen tatsächlich wieder auf den regulären Mietmarkt zurückkehren und welchen Einfluss das auf die Wohnraumsituation der Kanaren haben wird.
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Tausende Ferienwohnungen auf den Kanaren ohne gültige Lizenz
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