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Samstag, 27. Juni 2026
Kanaren

Kanaren rechnen mit EU ab – und blicken kritisch auf 2026

Schon die Wahl des Ortes war eine klare Ansage: In seiner Neujahrsansprache hat der Präsident der Kanaren Einigkeit gefordert. Der Ton war mitunter scharf.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Kanaren-Präsident Fernando Clavijo kritisierte in seiner Neujahrsansprache die unzureichende staatliche Finanzierung und drohende EU-Förderkürzungen für Landwirtschaft.
  • Die Rede auf La Palma symbolisierte die Widerstandsfähigkeit der Kanaren nach dem Vulkanausbruch und forderte Einigkeit gegen strukturelle Probleme wie Migration.
  • Clavijo betonte kanarische Identität und appellierte an Dialog statt einfacher Lösungen zur Bewältigung der Herausforderungen 2026.
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In seiner Neujahrsansprache hat Fernando Clavijo die politischen und sozialen Herausforderungen der Kanaren seziert. Dialog und Verständigung seien nötig, damit das kommende Jahr gelinge, so der Präsident der Kanarischen Inseln. Einigkeit in Zeiten politischer Spannungen sei zentral. Der Politiker forderte eine Politik des Konsens.

Persönliche Bilanz für 2025. Clavijo zog sie. Geprägt sei das Jahr von politischer Spannung gewesen, dazu ein Gefühl der Vernachlässigung durch den Staat. Kritik äußerte er vor allem an der unzureichenden Finanzierung von Infrastrukturprojekten und am mangelhaften Umgang mit dem Thema Migration. Vorübergehend seien diese Probleme nicht. Sie seien strukturell und verlangten von den Kanaren eine entschlossene Haltung.

Auch an der EU arbeitete sich Clavijo ab. Was der Kanaren-Präsident sagte und wie er auf das neue Jahr blickt:

Kanaren kritisieren die EU

Die drohende Kürzung der EU-Fördermittel für den Primärsektor, also Landwirtschaft und Viehzucht, bildete einen weiteren Schwerpunkt der Ansprache. Clavijo appellierte an die Einheit der kanarischen Gesellschaft. Bei den bevorstehenden Verhandlungen gelte es, die eigenen Interessen zu verteidigen.



Allen Herausforderungen zum Trotz nannte der Präsident auch Fortschritte. Beim Wohnen, in der Gesundheit, bei der Beschäftigung. Erreicht durch kollektive Anstrengungen.

Der kanarischen Identität widmete Clavijo besondere Aufmerksamkeit. Zugehörigkeit, Respekt, der Wille, die Zukunft zu gestalten: das hob er hervor. Entscheidend seien diese Werte in der laufenden Debatte über das Entwicklungsmodell der Inseln.

La Palma als Symbol der kanarischen Resilienz

Dass die Ansprache auf La Palma stattfand, hatte Gewicht. Symbol für den Wiederaufbau nach dem Vulkanausbruch. Widerstandsfähigkeit wollte Clavijo signalisieren, die Fähigkeit, Krisen zu überwinden. Verbunden mit einer Zukunftsvision, die auf Beständigkeit und kollektiver Anstrengung fußt.

Am Ende richtete Clavijo den Blick nach außen. Konflikte, demokratische Rückschritte: davon seien die internationalen Herausforderungen geprägt. Besonnenheit, Dialog und Abkommen forderte er als bewusste, nicht naive Antwort auf diese Zukunftshürden.

Einfache Lösungen versprach die Rede nicht. Sie wirkt wie eine Vorbereitung auf das kommende Jahr. Einen klaren politischen Rahmen steckt sie ab, um 2026 anzugehen und die Lebensqualität der Menschen auf den Kanaren zu verbessern.

Quellen
  • Neujahrsansprache der Kanaren-Regierung (abgerufen am 1.1.2026)
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