Fernando Clavijo hat in seiner Neujahrsansprache die politischen und sozialen Herausforderungen der Kanaren analysiert. Der Präsident der Kanarischen Inseln betonte die Notwendigkeit von Dialog und Verständigung, um das kommende Jahr erfolgreich zu gestalten. Der Politiker hob die Bedeutung von Einigkeit in Zeiten politischer Spannungen hervor und forderte eine Politik des Konsens.
Clavijo zog seine persönliche Bilanz des Jahres 2025. Es sei von politischer Spannung und einem Gefühl der Vernachlässigung durch den Staat geprägt gewesen. Insbesondere kritisierte Clavijo die unzureichende Finanzierung von Infrastrukturprojekten und die mangelhafte Bewältigung des Themas Migration. Diese Probleme seien nicht nur vorübergehend, sondern strukturell und erfordern eine entschlossene Haltung der Kanaren.
Außerdem arbeitete sich Clavijo an der EU ab. Was der Kanaren-Präsident sagte und wie er auf das neue Jahr blickt:
Kanaren kritisieren die EU
Ein weiterer Schwerpunkt der Neujahrsansprache war die drohende Kürzung der EU-Fördermittel für den Primärsektor, die Landwirtschaft und Viehzucht. Clavijo appellierte an die Einheit der kanarischen Gesellschaft, um bei den bevorstehenden Verhandlungen ihre Interessen zu verteidigen.
Trotz der Herausforderungen hob der Präsident auch die Fortschritte in Bereichen wie Wohnen, Gesundheit und Beschäftigung hervor, die durch kollektive Anstrengungen erreicht wurden.
Besondere Aufmerksamkeit widmete Clavijo der kanarischen Identität. Er betonte die Bedeutung von Zugehörigkeit, Respekt und dem Willen, die Zukunft zu gestalten. Diese Werte seien entscheidend in der aktuellen Debatte über das Entwicklungsmodell der Inseln.

La Palma als Symbol der kanarischen Resilienz
Die Wahl von La Palma als Ort der Ansprache unterstrich die symbolische Bedeutung des Wiederaufbaus nach dem Vulkanausbruch. Clavijo wollte die Widerstandsfähigkeit und die Fähigkeit zur Überwindung von Krisen signalisieren. Der Kanaren-Präsident verband dies mit einer Vision der Zukunft, die auf Beständigkeit und kollektiver Anstrengung basiert.
Abschließend lenkte Clavijo den Blick auf die internationalen Herausforderungen, die durch Konflikte und demokratische Rückschritte geprägt sind. Er forderte Besonnenheit, Dialog und Abkommen als bewusste, nicht naive Antwort auf diese Zukunftshürden.
Die Rede hinterlässt den Eindruck einer Vorbereitung auf das kommende Jahr, ohne einfache Lösungen zu versprechen. Sie definiert einen klaren politischen Rahmen, um 2026 anzugehen und die Lebensqualität der Menschen auf den Kanaren zu verbessern.















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Kanaren rechnen mit EU ab – und blicken kritisch auf 2026
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