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Kritik an Kanaren-Regierung: Posten in der Pflege ersatzlos gestrichen

Die Kanaren streichen einen Haushaltspunkt in der Pflege. Trotz Rekord-Summen und zunehmend mehr Bedürftigen wird ein Defizit angemerkt.

Von Juan Martín – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Das Wichtigste in Kürze:
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  • Die Kanaren-Regierung streicht ab Januar 2026 die finanzielle Unterstützung für die persönliche Assistenz von Pflegebedürftigen.
  • Neue Anträge können nicht mehr bewilligt werden, bestehende Leistungen sind gefährdet – betroffen sind Menschen, die auf Hilfe im Alltag angewiesen sind.
  • Die Beobachtungsstelle für soziale Rechte kritisiert die Entscheidung scharf und plant rechtliche Schritte sowie öffentliche Kampagnen.
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Die Regierung der Kanarischen Inseln stellt ab Januar die finanzielle Unterstützung für die persönliche Assistenz von Pflegebedürftigen ein. Das teilte der Observatorio de Derechos Sociales de Canarias (ODESOCAN) mit. Die Beobachtungsstelle für soziale Rechte habe keinen entsprechenden Passus im Haushalt für 2026 entdeckt.

Die persönliche Assistenz ermöglicht Pflegebedürftigen ein selbstbestimmtes Leben. Sie unterstützt sie bei alltäglichen Aktivitäten wie Arbeit, Studium und soziale Teilhabe. Laut Beobachtungsstelle hilft diese Unterstützung, einen Umzug in Pflegeheime zu vermeiden.

Bisher gewährte die Kanaren-Regierung qua Haushalt diese Unterstützung auf Basis der nationalen Gesetzgebung, obwohl sie nicht vollständig im regionalen Dekret verankert war. Seit September wurden Vorschläge zur klaren Aufnahme der Assistenz in den Haushalt 2026 gemacht – ohne Erfolg. Stattdessen wurde eine vage Formulierung eingeführt, die keine finanzielle Absicherung ab Januar garantiert.

Kanaren streichen Hilfen für Pflegebedürftige

Ab 2026 können keine neuen Anträge mehr bewilligt werden, bestehende Leistungen stehen auf dem Spiel. Einige Betroffene könnten auf andere Ressourcen zurückgreifen oder müssen auf eine zukünftige Regelung warten.

Emma Colao, Direktorin der Beobachtungsstelle für soziale Rechte, kritisierte die Regierung und das Sozialministerium für ihre Untätigkeit. „Ein bestehendes Recht wird durch ein vages Versprechen ersetzt, was die Betroffenen ohne Unterstützung zurücklässt“, sagte sie.

Der Observatorio sieht die stillschweigend geschaffenen Fakten als politische Fehlentscheidung. Die Organisation fordert eine sofortige Korrektur und die Sicherstellung der Unterstützung ab Januar. Sollte dies nicht geschehen, plant die Beobachtungsstelle rechtliche Schritte und öffentliche Kampagnen, um die Rechte der Betroffenen zu verteidigen.


Quellen:
  • ODESOCAN
  • Kanarren-Haushalt 2026
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Über den Autor

Kritik an Kanaren-Regierung: Posten in der Pflege ersatzlos gestrichen

wurde geschrieben von:

Juan Martín

Juan Martín ist Journalist bei Teneriffa News. Er ist auf den Kanaren zu Hause und kennt sich dort bestens aus. Zum Autorenprofil von Juan Martín.

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