Kanaren News
by Teneriffa News – seit 2011
Kanaren News
by Teneriffa News – seit 2011

Ärzte-Streik auf den Kanaren floppt

Die Ärzte auf den Kanarischen Inseln haben am Dienstag gestreikt. Die Beteiligung blieb mau. Die Beteiligung variierte stark zwischen den Inseln.

Von Juan Martín – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Das Wichtigste in Kürze:
Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung ausblenden
  • Ärzte-Streik auf den Kanaren gegen Reform des Estatuto Marco erreichte nur 18,5 Prozent Beteiligung – deutlich weniger als von Gewerkschaften erhofft
  • Größte Beteiligung auf Gran Canaria (25 Prozent) und Lanzarote (25,6 Prozent), geringste auf Fuerteventura (6,16 Prozent) und La Palma (4,8 Prozent)
  • Kritikpunkte der Ärzte: bis zu 45 Wochenstunden, fehlende Anrechnung von Bereitschaftszeiten für Rente und unzureichende Ruhezeiten nach langen Schichten
Unsere Mitglieder sehen hier eine praktische Zusammenfassung

Die Ärzte auf den Kanarischen Inseln haben am Dienstag an einem landesweiten Streik teilgenommen. Die Gewerkschaften organisierten die Arbeitsniederlegung gegen die geplante Reform des „Estatuto Marco“. Die Beteiligung auf dem Archipel lag jedoch nur bei gut 18,5 Prozent. Das teilte das Gesundheitsministerium der Kanaren mit.

Auslöser ist ein Gesetzesentwurf des Gesundheitsministeriums. Das „Estatuto Marco“ ist ein Reformvorschlag zur Regelung der Arbeitsbedingungen im öffentlichen Gesundheitswesen. Unter anderem stören sich die Mediziner an bis zu 45 Wochenstunden, ausbleibender Anrechnung von Bereitschaftszeiten für die Rente und fehlenden Ruhezeiten nach langen Schichten.

7046 medizinische Fachkräfte waren auf den Kanaren aufgerufen, sich dem Streik anzuschließen. Davon waren 3783 direkt betroffen, 701 nahmen tatsächlich an dem Ausstand in verschiedenen Einrichtungen der Primär- und Krankenhausversorgung teil.

Ärzte-Streik auf den Kanaren mit mauer Beteiligung

Der Ärzteverband Foro de la Profesión Médica, der verschiedene Gewerkschaften und Organisationen aus dem Gesundheitssektor vertritt, unterstützt die Proteste gegen den Entwurf des neuen Estatuto Marco. Auf den Kanaren sind davon mehr als 6000 Ärzte, etwa 1500 Assistenzärzte und rund 1700 Medizinstudenten betroffen.

Während der Ärzteverband CESM die Streikbeteiligung auf 60 Prozent schätzte, berichtete das Gesundheitsministerium von einem Bruchteil dessen bezogen auf die Primär- und Krankenhausversorgung.

Auf Gran Canaria beteiligten sich 353 von 1404 betroffenen Ärzten am Streik, was einer Quote von gut 25 Prozent entspricht. Auf Teneriffa folgten 322 von 2015 Ärzten dem Streikaufruf, was einer Beteiligung von weniger als 16 Prozent entspricht.

Streik-Beteiligung auf den kleinen Kanaren-Inseln

Auf Lanzarote nahmen 31 von 121 betroffenen Ärzten teil, was 25,6 Prozent entspricht, auf Fuerteventura waren es 17 von 276 (6,16 Prozent), auf La Palma erreichte die Beteiligung 4,8 Prozent durch sechs streikende Ärzte von 124. Auf La Gomera und El Hierro folgte jeweils ein Arzt dem Streikaufruf, was 2,2 Prozent und 16,7 Prozent entspricht.

Das Gesundheitsministerium der Kanaren berichtete, dass der Morgen ohne nennenswerte Zwischenfälle verlief. Es seien 1258 Mitarbeitende in den Notdiensten im Einsatz gewesen.


Für Sie ausgewählt

Über den Autor

Ärzte-Streik auf den Kanaren floppt

wurde geschrieben von:

Juan Martín

Juan Martín ist Journalist bei Teneriffa News. Er ist auf den Kanaren zu Hause und kennt sich dort bestens aus. Zum Autorenprofil von Juan Martín.

Diskussion

Leserkommentare zu:

Ärzte-Streik auf den Kanaren floppt


Diese Funktion ist unseren Mitgliedern vorbehalten. Hier finden Sie unsere Angebote.