Die Ärzte auf den Kanarischen Inseln haben am Dienstag an einem landesweiten Streik teilgenommen. Die Gewerkschaften organisierten die Arbeitsniederlegung gegen die geplante Reform des „Estatuto Marco“. Die Beteiligung auf dem Archipel lag jedoch nur bei gut 18,5 Prozent. Das teilte das Gesundheitsministerium der Kanaren mit.
Auslöser ist ein Gesetzesentwurf des Gesundheitsministeriums. Das „Estatuto Marco“ ist ein Reformvorschlag zur Regelung der Arbeitsbedingungen im öffentlichen Gesundheitswesen. Unter anderem stören sich die Mediziner an bis zu 45 Wochenstunden, ausbleibender Anrechnung von Bereitschaftszeiten für die Rente und fehlenden Ruhezeiten nach langen Schichten.
7046 medizinische Fachkräfte waren auf den Kanaren aufgerufen, sich dem Streik anzuschließen. Davon waren 3783 direkt betroffen, 701 nahmen tatsächlich an dem Ausstand in verschiedenen Einrichtungen der Primär- und Krankenhausversorgung teil.
Ärzte-Streik auf den Kanaren mit mauer Beteiligung
Der Ärzteverband Foro de la Profesión Médica, der verschiedene Gewerkschaften und Organisationen aus dem Gesundheitssektor vertritt, unterstützt die Proteste gegen den Entwurf des neuen Estatuto Marco. Auf den Kanaren sind davon mehr als 6000 Ärzte, etwa 1500 Assistenzärzte und rund 1700 Medizinstudenten betroffen.
Während der Ärzteverband CESM die Streikbeteiligung auf 60 Prozent schätzte, berichtete das Gesundheitsministerium von einem Bruchteil dessen bezogen auf die Primär- und Krankenhausversorgung.
Auf Gran Canaria beteiligten sich 353 von 1404 betroffenen Ärzten am Streik, was einer Quote von gut 25 Prozent entspricht. Auf Teneriffa folgten 322 von 2015 Ärzten dem Streikaufruf, was einer Beteiligung von weniger als 16 Prozent entspricht.
Streik-Beteiligung auf den kleinen Kanaren-Inseln
Auf Lanzarote nahmen 31 von 121 betroffenen Ärzten teil, was 25,6 Prozent entspricht, auf Fuerteventura waren es 17 von 276 (6,16 Prozent), auf La Palma erreichte die Beteiligung 4,8 Prozent durch sechs streikende Ärzte von 124. Auf La Gomera und El Hierro folgte jeweils ein Arzt dem Streikaufruf, was 2,2 Prozent und 16,7 Prozent entspricht.
Das Gesundheitsministerium der Kanaren berichtete, dass der Morgen ohne nennenswerte Zwischenfälle verlief. Es seien 1258 Mitarbeitende in den Notdiensten im Einsatz gewesen.













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Ärzte-Streik auf den Kanaren floppt
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