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Kanaren fordern riesige Offshore-Windparks

Die Regierung der Kanarischen Inseln will die Energiewende beschleunigen. Geplant sind Offshore-Windparks und Energiespeicher.

Von Juan Martín – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Das Wichtigste in Kürze:
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  • Die Kanarische Regierung fordert von Spanien dringende Maßnahmen für die Energiewende, darunter eine Pilot-Initiative für Offshore-Windkraft und bessere Vergütung für Batteriespeicher.
  • Trotz 30 Prozent mehr installierter Leistung erneuerbarer Energien seit 2021 liegt deren Anteil 2025 nur bei 15,8 Prozent – strukturelle Probleme bremsen die Wende.
  • Bis 2030 sollen 58 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen; dafür ist eine multidisziplinäre Arbeitsgruppe mit Zentralregierung und Energiesektor geplant.
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Die Regierung der Kanarischen Inseln fordert vom spanischen Staat dringende Maßnahmen, um die Dekarbonisierungsziele zu erreichen. Bei der VIII. Sitzung der Erneuerbaren Energien auf den Kanaren kamen am Montag Vertreter der Regionalregierung und des Energiesektors zusammen, um Fortschritte und Herausforderungen der Energiewende zu diskutieren.

Der gemeinsame Appell richtet sich an das spanische Ministerium für den ökologischen Wandel, um die im Nationalen Energie- und Klimaplan festgelegten Ziele zu erreichen. Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien 58 Prozent betragen. Dafür seien unter anderem riesige Windparks nötig, beispielsweise im Atlantik vor den Inseln.

Mariano Hernández Zapata ist auf den Kanaren für die Klimaziele verantwortlich. Der Minister betonte die Dringlichkeit, die Entwicklung der Offshore-Windenergie und Energiespeichern voranzutreiben. Diese Bereiche seien entscheidend für die Umsetzung der Energiewende. Hernández Zapatas Appell fordert zudem eine Pilot-Initiative für Offshore-Windenergie auf den Kanaren und die Anpassung der Vergütungsregelungen für neue Brennstoffe.

Kanaren sehen strukturelle Herausforderungen bei Energiewende

Der Minister wies darauf hin, dass trotz eines Wachstums von 30 Prozent bei der installierten Leistung erneuerbarer Energien seit 2021 der Anteil in den ersten acht Monaten 2025 nur 15,8 Prozent betrug. Dies zeige die strukturellen Herausforderungen des kanarischen Stromsystems.

Hernández Zapata forderte die spanische Regierung auf, ihre Verpflichtungen einzuhalten und eine Arbeitsgruppe zu aktivieren, um strategische Blockaden in der Energiewende zu lösen.

Ein Schreiben an die in der Zentralregierung zuständigen Ministerin, Sara Aagesen, fordert die sofortige Einrichtung der im März 2025 angekündigten multidisziplinären Arbeitsgruppe. Diese soll die Energiewende gemeinsam mit der Zentralregierung, der kanarischen Regierung, der nationalen Markt- und Wettbewerbsbehörde und dem Energiesektor koordinieren.

Zu den Prioritäten gehören die Reform der Preisgestaltung, die Aktualisierung des regulatorischen Rahmens für Inselgebiete und die effektive Vergütung von Energiespeichern.

Die Kanaren setzen sich weiterhin für eine beschleunigte Einführung erneuerbarer Energien ein, um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen und die strukturellen Defizite im Energiesektor zu überwinden.


Quellen:
  • eigene Recherche
  • Gobierno de Canarias
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Über den Autor

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wurde geschrieben von:

Juan Martín

Juan Martín ist Journalist bei Teneriffa News. Er ist auf den Kanaren zu Hause und kennt sich dort bestens aus. Zum Autorenprofil von Juan Martín.

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