Der Haushalt der Kanaren für 2026 sieht nie gesehene Summen für Wohnungsbau und Mobilität vor. Die Regierung der Kanarischen Inseln gab als Ziel aus, Nachhaltigkeit und territoriale Kohäsion zu fördern, also Ungleichheiten zwischen einzelnen Regionen abzubauen.
Das kanarische Kabinett kündigte Priorität für eine nachhaltigere Mobilität sowie den Wohnungsbau in den neuen Haushaltsplänen für 2026 an. Der Etat des Instituto Canario de la Vivienda (ICAVI) stieg um 15 Prozent auf knapp 200 Millionen Euro. Das ist der höchste Betrag in der Geschichte der Behörde.
Pablo Rodríguez ist Minister für öffentliche Arbeiten, Wohnungsbau und Mobilität. Der Politiker betonte, dass diese Haushaltspläne „das Recht auf angemessenen Wohnraum und effiziente Mobilität auf allen Inseln widerspiegeln.“
Wohnungsbau und Mobilität soll auf den Kanaren gestärkt werden
Rodríguez kündigte an, dass die Investitionen in den Wohnungsbau mehr als 141 Millionen Euro für Bau und Sanierung umfassen. Das bedeutet einen Anstieg um 45,5 Prozent. Zudem fließen 36,6 Millionen Euro in Miet- und Kaufzuschüsse für junge Menschen, zwei Millionen Euro in den Plan Rural Life und 200.000 Euro in das Observatorio Canario de la Vivienda, das fundierte Daten zum Thema Wohnen liefern soll.
Zudem werden steuerliche Anreize für Immobilienkauf und -miete geboten, indem die Einkommens- und Altersgrenzen für Ermäßigungen bei der IGIC und der Grunderwerbsteuer erweitert werden sollen. „Mehr als 77 Prozent der kanarischen Steuerzahler können von diesen steuerlichen Vorteilen profitieren“, sagte Rodríguez.
Infrastrukturprojekte auf den Kanaren
Die öffentliche Gesellschaft Visocan erhält 80,9 Millionen Euro für die Entwicklung neuer Grundstücke, die Erfassung leerstehender Wohnungen und die öffentlich-private Zusammenarbeit zur Schaffung von erschwinglichem Mietwohnraum.
Im Bereich der Infrastruktur verfügt die Generaldirektion für Straßeninfrastruktur über 226,3 Millionen Euro, von denen 215 Millionen auf die jährliche Zahlung des Straßenabkommens entfallen.
Nachhaltige Mobilität und Küstenschutz auf den Kanaren
Mit weiteren 9,8 Millionen Euro soll eine neue Strategie-Phase für nachhaltige und intelligente Mobilität auf den Kanaren entwickelt werden. Die Generaldirektion für Transport und Mobilität verfügt zudem über gut 114 Millionen Euro für neue Projekte. 16,8 Millionen sollen in die Entwicklung nachhaltiger städtischer und insularer Mobilitätspläne investiert werden. Das ist in etwa das zweieinhalbfache des laufenden Jahres.
Die öffentlichen Häfen der Kanarischen Inseln sollen mit 24 Millionen Euro für Investitionen in Ausrüstungen, erneuerbare Energien und Hafenmanagement gefördert werden.





















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Haushalt steht: Dafür investieren die Kanaren 2026 ihr Geld
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