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Dienstag, 30. Juni 2026
Kanaren

Kanaren wollen Senioren-Betreuung revolutionieren – das ist der Plan

Sozialministerin Candelaria Delgado hat die Einführung einer fortschrittlichen Teleassistenz angekündigt. Das System soll die Senioren-Betreuung revolutionieren.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Die Kanaren investieren 30 Millionen Euro in ein fortschrittliches Teleassistenz-System für mehr als 20.000 Senioren und Pflegebedürftige bis 2027.
  • Das System arbeitet präventiv mit Sensoren und Ortungsgeräten, um Risiken vorherzusehen und Probleme zu verhindern, statt nur auf Notfälle zu reagieren.
  • Ziel ist es, älteren Menschen ein längeres selbstständiges Leben zu Hause zu ermöglichen und unnötige Krankenhausaufenthalte zu vermeiden.
Unsere Mitglieder sehen hier eine praktische Zusammenfassung

Auf den Kanarischen Inseln soll die Betreuung von Senioren spürbar besser werden. Candelaria Delgado machte den Anfang und kündigte die fortschrittliche Teleassistenz an, die sie als innovatives System und als großen Fortschritt bezeichnete.

Vor der Parlamentskommission verkündete die Sozialministerin der Kanarischen Inseln, dass der fortschrittliche Teleassistenzdienst demnächst starten werde. Die Betreuung von Senioren und Pflegebedürftigen soll sich dadurch auf allen Inseln von Grund auf wandeln.

Mit diesem Schritt bewegen sich die Kanaren hin zu einem präventiven und personalisierten Betreuungsmodell. Vorbild sind nationale und europäische Strategien, die das aktive Altern und das Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden fördern.

Paradigmenwechsel bei Betreuung auf den Kanaren

Rund 30 Millionen Euro kostet das Vorhaben insgesamt. Sieben Millionen davon sind bis 2027 für den Betreuungsdienst eingeplant, während weitere 22,7 Millionen Euro in Geräte und technische Ausstattung fließen. Finanziert wird dieser Teil über den Mechanismus für Erholung und Resilienz, der zu den europäischen Next Generation EU-Fonds gehört.



Candelaria Delgado machte deutlich, worin der Unterschied zur herkömmlichen Teleassistenz liegt, die sich auf Notfälle beschränkt. „Die fortschrittliche Teleassistenz greift ein, bevor Probleme auftreten“, erklärte sie. Die neue Technik erkennt Gewohnheiten, sieht Risiken voraus und kann proaktiv Hilfe anstoßen. Verfügbar sind dafür unter anderem Uhren mit Ortungsfunktion und Notfallknopf, Sensoren für Rauch, Gas oder Inaktivität sowie Terminals, über die sich Betroffene direkt mit Fachkräften verständigen können.

Diese neue Phase bedeute einen „Paradigmenwechsel in der Betreuung“, betonte die Ministerin, denn man gehe vom Modell „Rufen Sie mich an, wenn etwas passiert“ über zu „Ich rufe Sie an, bevor etwas passiert“. Das Projekt sorge dafür, dass alle Gemeinden des Archipels abgedeckt seien, auch die ländlichsten und entlegensten Gegenden. Ermöglicht wird das durch ein öffentliches Netz aus Konnektivität und Geräten, die über die Generaldirektion für Abhängigkeit verteilt werden.

Umfassende Betreuung für mehr als 20.000 Menschen

Mehr als 20.000 Menschen auf allen Inseln kann der neue Dienst künftig betreuen. Er bringt die Sozialdienste, den Notruf 112 Canarias und das Gesundheitssystem enger zusammen, damit eine umfassende Betreuung gelingt. Kommt es etwa zu Krankenhausentlassungen oder wiederholten Stürzen, schaltet das System eigene Überwachungs- und Präventionsprotokolle frei. So sollen unnötige Krankenhausaufenthalte vermieden und die Sicherheit zu Hause erhöht werden.

Eingebettet ist die fortschrittliche Teleassistenz in die sozialmedizinische Strategie der Kanaren, die ein effizienteres und menschlicheres Betreuungsmodell anstrebt. Ältere und pflegebedürftige Menschen sollen länger in ihrem vertrauten Umfeld bleiben können, sodass man erst dann auf Pflegeheime zurückgreift, wenn es wirklich nötig ist.

„In dieses Modell zu investieren bedeutet nicht nur, Technologie zu kaufen: Es bedeutet, Rechte zu garantieren, das Recht, in Ruhe zu Hause zu altern, mit Begleitung und Lebensqualität“, schloss die Ministerin.

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