1000 Soldaten sind an die Außengrenzen Spaniens entsendet worden. Auf die Kanarischen Inseln entfielen 500 von ihnen. Damit will das Land die territoriale Souveränität schützen, heißt es aus Madrid.
Die Kanarischen Inseln, die Balearen sowie Ceuta und Melilla werden im Rahmen der Operation „Sinergia 25“ besser Bewacht. Nötig sei das vor allem im Kontext zunehmender geopolitischer Spannungen, heißt es. Der Einsatz ist auch eine Reaktion auf die Nato-Fälle der vergangenen Wochen, die durch russische Drohnen und Flugzeuge ausgelöst wurden.
Ziel der jüngsten Operation auf den Kanaren sei der Schutz der Außengrenzen Spaniens. Man müsse schnelle und koordinierte Reaktionen auf Bedrohungen zeigen. Spanien wolle die aktive Sicherheit aufrecht erhalten. Die Kanaren gelten als besonders sensibler Punkt innerhalb des nationalen Verteidigungsapparats, teilte das spanische Militär mit. Was deshalb geplant ist:
Spanien schickt 500 weitere Soldaten auf die Kanaren
Die Operation wurde aus den Bereichen Luft, Seefahrt und Weltraum koordiniert. Alle drei Kommandos teilten im Nachgang die Erkenntnisse und Daten untereinander, um im Ernstfall möglichst schnell reagieren zu können. Das teilte Ramin Armada Vázquez aus dem Generalstab mit.
Laut Einsatzplan handelte es sich ausdrücklich nicht um eine isolierte Aktion. Viel mehr wolle man die Vorbereitung trainieren und im Notfall bestens gerüstet sein.
Die Taktische Gruppe „Kanarischen Inseln“ besteht aus Einsatzkräften der Brigade „Canarias XVI“. Sie hielt eine Woche lang Soldaten auf allen acht Kanaren-Inseln gleichzeitig vor. Die Patrouillen trainierten den Ernstfall und überwachten dabei kritische Infrastrukturen. Zudem wurde die Sicherheit an strategisch wichtigen Punkten des Archipels überwacht.
Militär trainiert Luftabwehr auf den Kanaren
Auf den Kanarischen Inseln verstärkten 45 auf Luftabwehr spezialisierte Soldaten den Einsatz auf dem Luftwaffenstützpunkt Gando. Zudem wurde mit verschiedenen Verteidigungssystemen gearbeitet. Dazu zählten eine NASAMS-Batterie, 35/90-Flugabwehrkanonen und zwei MISTRAL-Abschussstellungen. Sie sind Teil des Überwachungs- und Schutzsystems für den Luftraum über den Kanarischen Inseln.
Die Operation diente als eine Art Brücke zur Stärkung der Beziehungen zwischen den Streitkräften und der Bevölkerung. Zudem wollte man die Präsenz und Sichtbarkeit im Gebiet stärken.
Spanien bereitet sich auf Militär-Ertnstfall auf den Kanaren vor
Außerdem wollte man „Kenntnis der Umgebung in den dem Landoperationskommando zugewiesenen Verantwortungsbereichen erlangen“, sagte General Armada und ergänzte, dass „diese Aktivierungen für die nationale Verteidigung von entscheidender Bedeutung seien und dafür erhebliche personelle Ressourcen eingesetzt würden“.
Entsprechend wurde auch auf den Balearen sowie in Ceuta und Melilla, die zwei Enklaven in Afrika, die seit dem 15. Jahrhundert zu Spanien gehören, agiert. Das spanische Militär will auf diese Weise für den Ernstfall vorbereitet sein und sich in allen Gebieten ab Minute eins bestens auskennen, heißt es.
























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„Externe Bedrohungen“: Spanien sendet 500 Soldaten auf die Kanaren
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