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Schon 48 Menschen auf den Kanaren ertrunken

In den ersten neun Monaten des Jahres sind auf den Kanarischen Inseln 48 Menschen ertrunken. Zwei Personen werden vermisst.

Von Johannes Bornewasser – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Auf den Kanarischen Inseln sind zwischen Januar und September drei Personen weniger ertrunken als im selben Zeitraum des Vorjahres. Allerdings werden zwei Menschen weiterhin vermisst. Es gilt als wahrscheinlich, dass auch sie ertrunken sind. Damit sind die Zahlen in etwa gleich geblieben.

Die nach der Summe aller Küstenkilometer der Kanaren benannte Vereinigung „Canarias 1.500 km de Costa“ gibt die Daten regelmäßig heraus. Zudem wird das typische Ertrinkungsopfer skizziert.

Immer wieder berichtet die Vereinigung davon, dass insbesondere Urlauber die gefahren des Atlantiks und von Charcos, den Naturwasser-Pools an den Küsten der Kanaren, unterschätzen und in Not geraten. So entsteht folgende Beschreibung.

Zwei Männer auf den Kanaren vermisst

Seit Montag gelten zwei Männer an der Südküste Gran Canarias als vermisst. Ein etwa 30 Jahre alter Anwohner von Castillo del Romeral in der Gemeinde San Bartolomé de Tirajana schwamm bei Nacht einem Jetski hinterher, der sich losgerissen hatte. Seither ist der junge Mann nicht wieder aufgetaucht.

Wenige Stunden später, am frühen Montagmorgen, waren zwei Männer schwimmen gegangen. Beide wurden abgetrieben. Nur einer der Männer konnte sich retten. Statistisch sind sie noch nicht erfasst, weshalb Alter und Nationalität noch unbekannt sind.

Die Behörden gehen in beiden Vermisstenfällen davon aus, dass die Männer ertranken. Damit wären bis Ende September 50 Personen auf oder vor den Kanarischen Inseln ertrunken.

Typisches Ertrinkungsopfer auf den Kanaren

Die Vereinigung spricht von Leichtsinn als Hauptursache für Ertrinken auf oder vor den Kanaren. Vier von zehn Opfern gehen trotz Vorwarnung oder Warnung wegen schlechten Wetters und Strömungen ins Wasser. Am häufigsten sind Männer im Urlaub jenseits der 60 Jahre betroffen.

Zwei Drittel aller Wasserunfälle gehen auf Badende zurück, es folgen Unfälle beim Angeln. Nach Inseln ist Teneriffa mit 14 tödlichen Unfällen am stärksten betroffen. Es folgen Gran Canaria (13), Lanzarote (7), Fuerteventura (6), La Gomera sowie El Hierro (je 3) und La Palma (2).


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Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Gründer und Herausgeber der Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zum Autorenprofil von .

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