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Erneuter Rückschlag: Formel-1-Rennstrecke auf Teneriffa gestoppt

Ein Gericht hat die Umweltverträglichkeit der geplanten Formel-1-Strecke auf Teneriffa annulliert. Damit ist das Projekt vorerst gestoppt.

Von Johannes Bornewasser – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 1 Leserkommentare bei Teneriffa News

Das Wichtigste in Kürze:
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  • Ein Gericht hat die Umweltverträglichkeitserklärung für die geplante Formel-1-Strecke auf Teneriffa annulliert. Der Bau wurde vorerst gestoppt.
  • Der Umweltverband Atan legte dar, dass das Gutachten von 2011 abgelaufen ist. Das Projekt verletzt das Artenschutzgesetz.
  • Nach 35 Jahren Planung und Start der Bauarbeiten im September erleidet das Millionen-Projekt damit einen erneuten Rückschlag.
Unsere Mitglieder sehen hier eine praktische Zusammenfassung

Der Umweltverband Atan hat sich auf Teneriffa gegen die Formel-1-Rennstrecke durchgesetzt. Zumindest vorerst konnten die Aktivisten den Bau erneut stoppen. Das Verwaltungsgericht Nummer vier in Teneriffas Hauptstadt Santa Cruz gab der Klage statt. Damit wurde die für den Bau notwendige Umweltverträglichkeitserklärung UVE für nichtig erklärt.

Der internationale Motorsport-Park auf Teneriffa wird bereits seit 1990 diskutiert. 35 Jahre nach Projektstart wurde mit Planier-Arbeiten begonnen. Der Plan sah eine der ganz wenigen Rennstrecken weltweit vor, die gegen den Uhrzeigersinn gefahren werden. Doch daraus wird vorerst nichts.

Große Bauprojekte benötigen in Spanien ein Umweltverträglichkeitsgutachten. Dieser Schritt gilt als gefürchtet, da die Regeln streng und die Wartezeiten lang sind. Entsprechend wichtig war es den Bauträgern, das bereits bestehende Gutachten einsetzen zu können. Doch Atan klagte nach einem Hinweis aus den Behörden, dass das UVE seit 2021 abgelaufene sei. Das Gericht gab der Klage nun statt. Damit kommt das Bauvorhaben zum Erliegen.

Rennstrecke auf Teneriffa vorerst gestoppt

Während Inselverwaltung und Bauträger erst im September mit der Umsetzung starteten und hinter vorgehaltener Hand den Start nach 35 Jahren Planung feierten, gibt es für das Millionenvorhaben nun den nächsten Rückschlag.

Das jüngste Urteil hebt den Beschluss des Bereichs Straßen, Mobilität, Innovation und Kultur der Inselregierung von Teneriffa auf. Damit stockt der Traum von einer eigenen Auto-Rennstrecke auf Teneriffa erneut.

Erst am 27. Dezember des vergangenen Jahres hatte Teneriffas Inselregierung im Haushalt für 2025 eine Summe von 13,33 Millionen Euro für den Bau der Rennstrecke freigegeben.

Teneriffas Traum von der Formel 1 wieder gestoppt

Neben dem abgelaufenen Umweltverträglichkeitsgutachten aus dem Jahr 2011 konnten die Aktivisten weitere Erfolge verzeichnen: Drei von vier Urteilen fielen zugunsten der Aktivistengruppe aus. Unter anderem folgte das Gericht der Argumentation, dass der Bau das Gesetz zum Katalog der geschützten Arten auf den Kanarischen Inseln verletzt.

Das Urteil bringt die Rennstrecke auf Teneriffa somit erneut ins Wanken. Der Kurs mit seinen 16 Kurven und einer 800-Meter-Geraden erstreckt sich laut Planung über vier Kilometer Länge. Er soll für die höchsten Motorsportklassen gebaut werden. Eine Lizenz für die MotoGP bei Motorrädern und die Formel 1 bei Autos wurde vorerst nicht beantragt.


Quellen:
  • eigene Recherche
  • Mitteilung der Aktivistengruppe Atan
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Über den Autor

Erneuter Rückschlag: Formel-1-Rennstrecke auf Teneriffa gestoppt

wurde geschrieben von:

Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Gründer und Herausgeber der Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zum Autorenprofil von .

Diskussion

Leserkommentare zu:

Erneuter Rückschlag: Formel-1-Rennstrecke auf Teneriffa gestoppt


  1. Gert Büttgenbach schrieb am

    Warum nicht den Blick nach vorne richten und die Strecke für die Formel E ausbauen? Damit könnte der Kurs ein Leuchtturmprojekt über Tenerife hinaus werden.

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