Betancuria ist die älteste Stadt der Kanaren. Im Jahr 1404 gegründet, prägte sie die Entwicklung der Kanarischen Inseln signifikant mit. Sie ist zugleich Grund dafür, dass heute der Name Béthencourt auf den Inseln weit verbreitet ist.
Mit der Gründung durch den normannischen Eroberer Jean de Béthencourt nahm die Stadt eine zentrale Rolle in der Geschichte des Archipels ein. Inmitten von Fuerteventura, der zweitgrößten Kanaren-Insel, zieht dieses historische Juwel heute Tausende Besucherinnen und Besucher mit seiner einzigartigen Architektur und reichen Geschichte an.
Die Stadt wurde gezielt im Inselinneren errichtet, um sich gegen Piratenangriffe zu schützen. Béthencourt manifestierte hier seinen Machtanspruch, was in der Nomenklatur der Stadt Ausdruck fand. Die fruchtbare Umgebung und die strategische Lage machten Betancuria zur ersten Hauptstadt von Fuerteventura und zu einem politischen Zentrum der Kanaren. Doch es gibt eine Diskussion um ihren Titel:
Betancuria und die Rolle in der Geschichte der Kanaren
Heute bietet Betancuria seinen Gästen gut erhaltene historische Architektur. Die Altstadt wurde 1979 unter Denkmalschutz gestellt. Sie beherbergt bedeutende Bauwerke, darunter die beeindruckende Iglesia de Santa María, die im Jahr 1410 errichtet wurde. Nach einer schweren Piratenattacke im 16. Jahrhundert wurde die Kirche wieder aufgebaut. Sie gibt bis heute Einblick in die tiefe Geschichte dieses besonderen Ortes.
Obwohl im 19. Jahrhundert Puerto del Rosario zur Hauptstadt ernannt wurde, bleibt Betancuria ein äußerst relevanter historischer Bezugspunkt der Kanaren. Im Archäologischen Museum der Stadt erfahren Besucher mehr über die Stadt-Geschichte und die Historie der kanarischen Ureinwohner.
Sowohl über die Guanchen als auch über die Anfänge der europäischen Besiedlung nach der Ankunft der ersten Eroberer werden alle historischen Momente festgehalten und erklärt. Ganz uneigennützig ist das nicht, denn das Museum manifestiert die zentrale Rolle, die Betancuria in der geschichtlichen Entwicklung der Kanaren spielte.
Ist Betancuria wirklich die älteste Stadt der Kanaren?
Die Stadt gibt einen eindrucksvollen Einblick in die Ursprünge der Kanarischen Inseln. Besucher sind fasziniert von der malerischen Altstadt, die von Vulkanlandschaften umgeben ist. Es gibt diverse Möglichkeiten, die jahrhundertealte Geschichte zu erkunden – sei es beim Schlendern durch die charmanten Gassen oder bei einem Besuch der historischen Sehenswürdigkeiten.
Die Frage, ob Betancuria tatsächlich die älteste Stadt der Kanaren ist, wird immer wieder diskutiert. Regelmäßig gibt es Debatten, da sich auch andere Städte mit diesem Titel rühmen möchten. Dabei wird häufig San Sebastián de La Gomera genannt, das im späten 15. Jahrhundert ein bedeutender Hafen für Seefahrer war, darunter auch Anlaufpunkt für Christoph Kolumbus.
Ein weiterer Kandidat für den Titel der ältesten Stadt der Kanaren ist Teguise auf Lanzarote. Die Stadt wurde 1418 gegründet und war einst das politische Zentrum der Kanaren. Die Verwirrung um den Titel rührt oft daher, dass verschiedene Städte aus bestehenden Siedlungen hervorgingen oder aus historischen Gründen mehr Bedeutung erlangten.
Mythen und Fakten rund um Betancuria
Betancuria hat seinen Platz in der Geschichte der Kanaren sicher und sollte, um die Historie der Inseln zu verstehen, unbedingt besucht werden. Die beeindruckenden Bauwerke und die schöne Landschaft tragen dazu bei, dass dieser Ort ein beliebtes Ziel für Touristen ist und bleibt. Viele Reisende schätzen die Möglichkeit, in der Stadt mehr über die Vergangenheit der Kanaren zu erfahren.
Betancuria bietet eine Vielzahl kultureller Erlebnisse und Einblicke in die kanarische Geschichte, die die Grundlage für die heutige Identität der Inseln gelegt hat. Jeder Besuch eröffnet neue Perspektiven auf die Entstehung des Archipels, wie er heute ist. Diese Prägung ist trotz aller Entwicklung sehr gut erhalten geblieben.























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Betancuria entdecken: Das ist die älteste Stadt der Kanaren
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