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Dienstag, 30. Juni 2026
Reiseführer Fuerteventura

Betancuria entdecken: Das ist die älteste Stadt der Kanaren

Die älteste Stadt der Kanaren ist Betancuria. Sie wurde im Jahr 1404 gegründet und liegt auf Fuerteventura. Wir stellen diesen historischen Ort genauer vor.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Betancuria wurde 1404 vom normannischen Eroberer Jean de Béthencourt gegründet und gilt als älteste Stadt der Kanaren, wobei auch San Sebastián de La Gomera und Teguise (gegründet 1418) diesen Titel beanspruchen.
  • Die strategisch im Inselinneren von Fuerteventura gelegene Stadt war bis ins 19. Jahrhundert Hauptstadt der Insel und beherbergt bedeutende Bauwerke wie die Iglesia de Santa María aus dem Jahr 1410.
  • Die 1979 unter Denkmalschutz gestellte Altstadt bietet heute mit ihrem Archäologischen Museum Einblicke in die Geschichte der Guanchen und der europäischen Besiedlung der Kanarischen Inseln.
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Wer es genau nimmt, der nennt Betancuria die älteste Stadt der Kanaren. Gegründet wurde der Ort 1404, und schon damals hat er die Entwicklung der Kanarischen Inseln kräftig mitgeprägt. Und noch etwas geht auf diese Stadt zurück: dass man auf den Inseln heute so häufig dem Namen Béthencourt begegnet.

Den Anstoß gab der normannische Eroberer Jean de Béthencourt, mit dessen Gründung die Stadt eine zentrale Rolle in der Geschichte des Archipels übernahm. Mitten auf Fuerteventura, der zweitgrößten Kanaren-Insel gelegen, lockt dieses historische Juwel mit seiner einzigartigen Architektur und seiner reichen Geschichte heute Tausende Besucherinnen und Besucher an.

Dass man die Stadt bewusst ins Inselinnere setzte, hatte einen handfesten Grund: den Schutz vor Piratenangriffen. Béthencourt untermauerte hier seinen Machtanspruch, und das fand sich im Namen der Stadt wieder. Dank der fruchtbaren Umgebung und der strategisch günstigen Lage wurde Betancuria zur ersten Hauptstadt von Fuerteventura und zu einem politischen Zentrum der Kanaren. Über ihren Titel allerdings wird gestritten:

Betancuria und die Rolle in der Geschichte der Kanaren

Wer heute nach Betancuria kommt, findet gut erhaltene historische Architektur vor. Seit 1979 steht die Altstadt unter Denkmalschutz. Zu ihren bedeutenden Bauwerken zählt die beeindruckende Iglesia de Santa María, die im Jahr 1410 errichtet wurde. Nach einer schweren Piratenattacke im 16. Jahrhundert baute man die Kirche wieder auf, und bis heute gibt sie Einblick in die tiefe Geschichte dieses besonderen Ortes.



Zwar wurde im 19. Jahrhundert Puerto del Rosario zur Hauptstadt ernannt, doch Betancuria blieb ein äußerst relevanter historischer Bezugspunkt der Kanaren. Mehr über die Geschichte der Stadt und über die Historie der kanarischen Ureinwohner erfahren Besucher im Archäologischen Museum der Stadt.

Festgehalten und erklärt werden dort alle historischen Momente, sowohl über die Guanchen als auch über die Anfänge der europäischen Besiedlung nach der Ankunft der ersten Eroberer. Ganz uneigennützig geschieht das nicht, denn das Museum hält die zentrale Rolle fest, die Betancuria in der geschichtlichen Entwicklung der Kanaren gespielt hat.

Ist Betancuria wirklich die älteste Stadt der Kanaren?

Einen eindrucksvollen Einblick in die Ursprünge der Kanarischen Inseln gibt die Stadt allemal. Besucher lässt die malerische Altstadt, ringsum von Vulkanlandschaften umgeben, nicht so schnell los. Die jahrhundertealte Geschichte erkundet man auf verschiedene Weise, sei es beim Schlendern durch die charmanten Gassen oder bei einem Besuch der historischen Sehenswürdigkeiten.

Ob Betancuria nun tatsächlich die älteste Stadt der Kanaren ist, darüber wird immer wieder diskutiert. Die Debatten kehren regelmäßig wieder, weil sich auch andere Städte mit diesem Titel schmücken möchten. Oft fällt dabei der Name San Sebastián de La Gomera, das im späten 15. Jahrhundert ein bedeutender Hafen für Seefahrer war und unter anderem Christoph Kolumbus als Anlaufpunkt diente.

Auch Teguise auf Lanzarote meldet Ansprüche auf den Titel der ältesten Stadt der Kanaren an. 1418 gegründet, war die Stadt einst das politische Zentrum der Kanaren. Dass um den Titel so viel Verwirrung herrscht, hängt häufig damit zusammen, dass verschiedene Städte aus bestehenden Siedlungen hervorgingen oder aus historischen Gründen an Bedeutung gewannen.

Mythen und Fakten rund um Betancuria

Seinen Platz in der Geschichte der Kanaren hat Betancuria sicher, und wer die Historie der Inseln verstehen will, sollte den Ort unbedingt besuchen. Die beeindruckenden Bauwerke und die schöne Landschaft sorgen dafür, dass dieser Ort ein beliebtes Ziel für Touristen ist und bleibt. Viele Reisende schätzen die Gelegenheit, in der Stadt mehr über die Vergangenheit der Kanaren zu erfahren.

An kulturellen Erlebnissen und Einblicken in die kanarische Geschichte mangelt es in Betancuria nicht, und genau diese Geschichte hat die Grundlage für die heutige Identität der Inseln gelegt. Mit jedem Besuch tun sich neue Perspektiven auf die Entstehung des Archipels auf, so wie er heute ist. Trotz aller Entwicklung ist diese Prägung sehr gut erhalten geblieben.

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