Zum Inhalt springen
Donnerstag, 25. Juni 2026
Kanaren

Cyber-Betrug auf den Kanaren besonders zum Schlussverkauf – und zwar so

Während der Sommerschlussverkäufe steigt die Gefahr für Online-Shopper auf den Kanaren. Behörden warnen vor einer Methode, die ohne verdächtige Links auskommt. Betroffen sind vor allem Bankdaten.
Das Wichtigste in Kürze:
Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung ausblenden
  • Die spanische Cybersicherheitsbehörde INCIBE warnt während der Sommerschlussverkäufe vor Betrügern beim Online-Shopping auf den Kanaren.
  • Die Täter fälschen ganze Online-Shops, kassieren das Geld und verschicken die bestellte Ware nie.
  • Käufer können sich schützen, indem sie bei unbekannten Shops zum Beispiel die Handelsregister- oder Steuernummer im Impressum prüfen.
Unsere Mitglieder sehen hier eine praktische Zusammenfassung

Die spanische Behörde für Cybersicherheit, INCIBE, warnt während der Sommerschlussverkäufe vor Betrügern beim Online-Shopping. Cyberkriminelle zielen in dieser Zeit auf die Bankdaten von Verbrauchern. Die Behörde ruft zur Vorsicht auf.

Die Rebajas de Verano zählen laut INCIBE zu den beliebtesten Zeiträumen für Angreifer, da eine hohe Transaktionszahl und viele Schnäppchenjäger erwartet werden. Teneriffa News berichtete bereits über den starken Anstieg der Cyberkriminalität auf den Kanaren. Seit 2016 stieg die Zahl der Fälle nach Angaben des Innenministeriums um mehr als 500 Prozent. Die Behörden begründen das mit dem schnellen Wachstum des digitalen Marktes und rechnen mit einer weiteren Zunahme.

Bemerkenswert ist nach Angaben der INCIBE die Methode der Täter: Sie kommt demnach ohne die üblichen Warnzeichen aus. Weder verdächtige Links noch offensichtlich unsichere Zahlungswege gehören zu diesem Vorgehen. Der Weg ist ein anderer:

INCIBE warnt Verbraucher auf den Kanaren

Der Trick besteht darin, dass der gesamte Shop gefälscht ist. Durch die Rabattschlacht im Netz wirken viele Angebote wie echte Schnäppchen. Nutzer werden so zum Kauf animiert, doch die Ware wird nie verschickt. Ganz nebenbei kommen sie so an die Bankdaten.



Schützen können sich Käufer, indem sie bei unbekannteren Shops beispielsweise die Daten im Impressum abgleichen. Der Abgleich der Handelsregisternummer, in Spanien „Registro Mercantil“, oder der Steuernummer, hilft oft schon dabei, unlautere Shops zu enttarnen.

Für die Strafverfolgung von Cyberkriminalität sind auf den Kanaren die Policía Nacional und die Guardia Civil zuständig. Sie ermitteln bei Betrugsfällen rund um Online-Zahlungen und Datendiebstahl.

Als Teil Spaniens unterliegen die Inseln dem europäischen Datenschutzrecht. Beim Einkauf im Internet schreibt die Datenschutz-Grundverordnung strenge Vorgaben für den Schutz von Bankdaten vor. Online-Händler in der EU müssen Transaktionen entsprechend absichern.

Europäische Zahlungsdienstleister sind dazu verpflichtet, starke Authentifizierungsverfahren einzusetzen. Zusätzlich verlangt die EU von Online-Shops eine Verschlüsselung der Verbindungen über SSL. Das HTTPS-Protokoll schützt Bankdaten während der Übertragung.

Die INCIBE empfiehlt Verbrauchern, während der Schlussverkäufe besonders aufmerksam zu bleiben, um Betrug zu vermeiden. Der beste Schutz ist eine gewisse Portion Skepsis bei zu gut klingenden Angeboten.

Kommentare

Noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Kommentieren ist Teneriffa-News-Mitgliedern vorbehalten. Jetzt anmelden oder Mitglied werden.