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Montag, 10. August 2026
Teneriffa

Razzien und Lizenz-Entzug auf Teneriffa: La Laguna geht gegen Touri-Vermieter vor

La Laguna hat sich die in der Gemeinde betriebenen Ferienwohnungen angesehen. Die erschreckende Erkenntnis: Kaum eine darf so betrieben werden.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Eine Prüfung des Ferienwohnungsregisters in La Laguna ergab, dass nur 86 von 1179 gemeldeten Ferienwohnungen offiziell eingetragen sind.
  • Aktuell werden im gesamten Gemeindegebiet lediglich 41 Ferienwohnungen legal betrieben.
  • Die Stadt verabschiedete einen Vier-Phasen-Plan mit Meldungen, Inspektionen und Kontrollen im laufenden Betrieb gegen illegale Vermietungen.
Unsere Mitglieder sehen hier eine praktische Zusammenfassung

Knapp 93 Prozent aller in La Laguna auf Teneriffa gemeldeten und betriebenen Ferienwohnungen sind nicht zulässig, weiteren fehlt die finale Erlaubnis. Zu der Erkenntnis kommt die Stadtverwaltung nach einer Prüfung des Ferienwohnungsregisters. Demnach sind 1179 Ferienwohnungen gemeldet. Nur 86 davon haben sich laut den inzwischen aktiven Statuten offiziell ins lokale Register eingetragen.

Die Entdeckung in La Laguna: Selbst von diesem Bruchteil erfüllen nach einer Prüfung 14 Ferienwohnungen die nötigen Bedingungen nicht. 31 weitere warten auf Prüfung. Dadurch werden aktuell lediglich 41 Ferienwohnungen im gesamten Gemeindegebiet definitiv legal betrieben.

La Laguna plant nun, schwere Geschütze gegen die Betreiber nicht korrekt gemeldeter Ferienwohnungen aufzufahren. Dazu ist ein Vier-Phasen-Plan verabschiedet worden:

Illegale Ferienwohnungen in La Laguna sollen gelöscht werden

Im ersten Schritt sollen alle Ferienwohnungen, die nicht alle Bedingungen erfüllen und Lizenzen haben, an die Regierung der Kanarischen Inseln gemeldet werden. Die Stadt fordert dort die Aufhebung der Lizenzen für eine Vivienda Vacacional (VV). Dabei handelt es sich um die Erlaubnis, eine Immobilie touristisch zu vermieten.



Nach aktuellem Stand wären das 1093 Immobilien zur touristischen Nutzung. Wird deren Lizenznummer aufgehoben, sind Anbieter wie Airbnb oder Booking dazu gezwungen, den Eintrag aus ihrem Angebot zu entfernen.

Die nächste Phase löst die Inspektion einer Immobilie aus. Bei einem Vor-Ort-Termin wird überprüft, ob eine Ferienwohnung alle Anforderungen erfüllt. Das reicht von einem separaten Eingang für Urlauber bis hin zur Überprüfung, ob eine Ferienwohnung ausreichende sanitäre Anlagen besitzt. So sollen beispielsweise Angebote von Zelten auf Dachterrassen oder für umgebaute Lieferwagen ausgeschlossen werden. Werden dabei lediglich kleine Probleme festgestellt, geht eine Wohnung in die Nachprüfungsphase über.

Der vierte Schritt sieht schließlich vor, Prüfungen im laufenden Betrieb durchzuführen. Dabei machen sich die Gemeinden die Bewertungsfunktion der großen Portale sowie Beschwerden von Nachbarn zunutze. Gibt es vermehrte Kritik, müssen Anbieter auch mit zusätzlichen Kontrollen rechnen.

Illegale Vermietung: La Laguna will Debatte beenden

In La Laguna gibt es etwa 75.000 Wohnungen. Die touristische Vermietung macht dort also gerade mal knapp 1,6 Prozent des Wohnraums aus. Trotzdem will Bürgermeister Luis Yeray Gutiérrez eine seit Jahren lauter werdende Debatte über Wohnraum in seiner Stadt beenden.

Die „gesellschaftliche Besorgnis“ solle „Rechtssicherheit“ weichen. Um dies zu gewährleisten, müsse jedoch seitens der Regierung der Kanarischen Inseln Hilfe geleistet werden. Die Städte könnten nicht alle nötigen Ressourcen aufbringen, um sämtliche Formalitäten zu erledigen und die nötigen Kontrollen allein durchzuführen.

Über diesen Aspekt entbrannte bereits kurz nach Bekanntwerden der Pläne im vergangenen Jahr Streit zwischen Städten und Regionalregierung. Bislang fühlen sich die Gemeinden der Kanarischen Inseln mit den Anforderungen weiter im Stich gelassen. Eine konkrete Lösung steht aus. Auch das gilt als Grund dafür, dass sich viele Vermieter in Sicherheit wähnen und nachlässig mit der Erfüllung ihrer Pflichten umgehen.

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